Erstversorgung
WUNDVERSORGUNG: ERSTE HILFE BEI STÜRZEN UND BRÜCHEN
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Rund drei Millionen Unfälle passieren jährlich in deutschen Haushalten. Dann suchen Betroffene bei uns in der Apotheke Erste Hilfe, um ihre Verletzung mit der richtigen Wundversorgung zu behandeln. Ist eine Wunde oder Schürfwunde stark verschmutzt, sollte als Erste Hilfe die Wunde unter fließendem Wasser ausgespült werden. Dann kann mit der weiteren Wundversorgung begonnen werden.
Bei kleineren Blutungen können Betroffene einen Wundschnellverband (Pflaster) anlegen. Bei größeren Verletzungen oder starken Blutungen muss als Erste Hilfe der Notruf verständigt werden. Dann sollten wir einen Druck-Verband als Wundversorgung anlegen, um die Blutung zu stillen. Ein Bruch sollte vorsichtig stabilisiert werden.
Neben der Wundversorgung als Erste Hilfe sollte auch bei kleinen Verletzungen der Status der Tetanusimpfung überprüft werden.
Erste Hilfe Maßnahmen bei einem offenen Bruch
Ein Bruch entsteht durch direkte oder indirekte Einwirkung auf den Knochen, also zum Beispiel einen Stoß oder einen Sturz. Als Erste Hilfe gilt es den Bruch ruhigzustellen und eventuelle Wunden mit einer Wundversorgung zu versehen. Teile des Knochens können die Haut durchstoßen und für Blutungen sorgen. Man spricht dann von einem offenen Bruch.
Diese Brüche sind komplizierter und haben ein höheres Infektionsrisiko als geschlossene Brüche.
Als Erste Hilfe sollte der offene Bruch steril abgedeckt werden, um das Infektionsrisiko an der Wunde zu verringern. Die Bruchstelle sollte nicht bewegt werden. Mit Kleidung oder Decken können wir die Stelle vorsichtig abpolstern. Aber niemals sollte als Erste Hilfe der offene Bruch selbst eingerenkt werden. Und Sie sollten nur vorsichtig Maßnahmen zur Wundversorgung einleiten.
Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen braucht eine Wunde?
Ein Blutverlust von einem Liter kann bei einem Erwachsenen schon zu Lebensgefahr führen, bei Kindern schon erheblich weniger. Deshalb ist es wichtig, im Notfall schnell Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten und die Wunde mit der richtigen Wundversorgung zu behandeln. Der Verband, den wir anlegen, sollte dabei aus keimarmem Material sein.
Ist als Erste Hilfe die Wundversorgung erfolgt, betreuen und überwachen Sie den Betroffenen immer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Befindet sich die Wunde an den Extremitäten, halten Sie den betroffenen Körperteil als Erste Hilfe hoch und legen Sie auf der Wunde einen Druck-Verband an.
Befindet sich die Blutung am Rumpf oder Kopf, sollte als Wundversorgung Druck auf den Verband ausgeübt werden. Ein Druck-Verband lässt sich an diesen Stellen nicht immer anlegen.
Wie kann man einen Druck-Verband anlegen?
Einen Druck-Verband sollte man in der Ersten Hilfe auf einer Wunde anlegen, um eine starke Blutung zu stillen. Dazu wird der betroffene Körperteil hochgelagert. Die Wunde wird als Erste Hilfe mit einer sterilen Auflage zur Wundversorgung abgedeckt. Mit einer elastischen Binde umwickeln Sie die Wundauflage ein paarmal, um sie zu fixieren.
Im Anschluss wird ein noch ungeöffnetes Verband-Päckchen auf die Wunde gelegt. Mit einer Hand halten Sie das Päckchen fest, während Sie den Rest der Binde mit einem gewissen Zug um die verletzte Stelle wickeln. Der betroffene Körperteil wird nach Möglichkeit weiter hochgelagert. Als Erste Hilfe prüfen Sie weiter, ob die Wundversorgung ausreicht oder es durch den Verband blutet. Und ob die Regionen hinter dem Verband noch ausreichend durchblutet sind.
Quellen:
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/blutungen-und-blutstillung/blutungen/
https://www.malteser.de/aware/hilfreich/knochenbrueche-so-erkennst-und-versorgst-du-sie.html
https://www.netdoktor.de/therapien/wundversorgung/Druck-Verband/












