Zahnschmelz schützen
BLEACHING-MITTEL IM TEST: ZÄHNE AUFHELLEN OFT BESSER ALS BEIM ZAHNARZT
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Kaffee, Grüntee und Rotwein haben Spuren auf Ihren Zähnen hinterlassen – und das stört Sie? Wer seine Zähne aufhellen möchte, kann dafür durchaus zu Bleaching-Mitteln aus Drogerie oder Internet greifen. Denn sie sind „oft sogar besser als ein teures Profi-Bleaching“, lautet das Urteil der Stiftung Warentest.
Besonders für das Zahnbleaching zuhause bieten viele Bleaching-Mittel eine einfache Lösung.
Zahnbleaching im Test
Die Tester haben für ihre gleichnamige Zeitschrift 13 Bleaching-Streifen, -Gele und -Seren unter die Lupe genommen – und deren Wirkung auch mit einem hochkonzentrierten Produkt verglichen, das in Zahnarztpraxen zum Einsatz kommt. Dabei zeigt sich: Viele Bleaching-Mittel können die Zähne aufhellen, ohne den Zahnschmelz schützenzu vernachlässigen.
6 der 13 Bleaching-Mittel in der Untersuchung schneiden dabei mit der Note „gut“ ab, die zwei Schlusslichter bekommen ein „ausreichend“. Die Zähne sichtbar aufhellen, ohne den Schmelz zu stark anzugreifen – dieser Spagat gelingt also den meisten Produkten grundsätzlich. Wer seine Zähne aufhellen will, findet unter den getesteten Bleaching-Mitteln Produkte ab knapp 10 Euro, aber auch Varianten für rund 90 Euro.
Viele Bleaching-Mittel können die Zähne aufhellen, ohne den Zahnschmelz schützen zu vernachlässigen.
Zähne aufhellen: Was beim Zahnbleaching zuhause zu beachten ist
Getestet wurden die Bleaching-Mittel übrigens nicht an menschlichen Zähnen, sondern an Zahnschmelzproben von Rindern – deren Zahnschmelz strukturell und chemisch dem des Menschen ähnelt.
Wer seine Zähne aufhellen möchte, sollte wissen, dass auch beim Zahnbleaching zuhause wissenschaftliche Prüfmethoden zum Einsatz kommen.
Zähne richtig pflegen:
Zahnbleaching zuhause: So wirken Bleaching-Mittel
Einige Bleaching-Mittel werden aufgepinselt, andere aufgeklebt oder per Schiene als Gel auf die Zähne aufgebracht. Die meisten Bleaching-Mittel enthalten Bleichmittel wie Wasserstoff- oder Carbamidperoxid oder PAP. Das Prinzip: Sie stoßen im Mund eine chemische Reaktion an, die aktiven Sauerstoff freisetzt.
Wer seine Zähne aufhellen will, profitiert davon, dass dieser Sauerstoff dunkle Farbmoleküle im Zahnschmelz in farblose umwandelt – ein Prinzip, das man vom Blondieren kennt.
Die meisten Bleaching-Mittel enthalten Bleichmittel wie Wasserstoff- oder Carbamidperoxid oder PAP.
Zahnschmelz schützen: Risiken beim Zähne aufhellen
So wie ein Aufhellen die Haarstruktur angreift, bedeutet auch ein Bleaching Stress für die Zähne. Der Zahnschmelz kann vorübergehend an Härte verlieren, wie Warentest-Projektleiter Tim Quinders warnt: „Das erhöht das Risiko für Zahnschäden.“ Deshalb ist es wichtig, beim Zähne aufhellen den Zahnschmelz schützen zu können. Man kann den Zahnschmelz aber durch gründliche Pflege dabei unterstützen, sich wieder zu erholen.
Für alle, die ihre Zähne aufhellen möchten, gilt: Den Zahnschmelz schützen Sie am besten mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta.
„Bleaching bedeutet Stress für die Zähne“
Wichtig: Realistische Erwartungen – und Geduld. Wichtig ist auch, realistisch zu bleiben. Von Versprechen wie „bis zu 8 Stufen weißer in 7 Tagen“ lässt man sich besser nicht blenden. Wer seine Zähne aufhellen will, sollte wissen: Was möglich ist, hängt von der natürlichen Farbe des Zahnschmelzes ab, so die Warentester. Ist der von Natur aus recht gelblich-gräulich, darf man sich beim Zahnbleaching zuhause nicht unbedingt das strahlendste Hollywood-Lächeln erhoffen.
Und auch etwas Geduld ist gefragt: Denn mit einmaligem Aufpinseln oder Aufkleben ist es nicht getan. Viele Bleaching-Mittel entfalten ihre Wirkung erst über mehrere Anwendungen – die Anwendungsdauer kann bis zu 21 Nächte umfassen.
Zahnschmelz schützen: 5 Dinge vor dem Zahnbleaching zuhause
Interesse am Zahnbleaching zuhause? Wer seine Zähne aufhellen möchte, sollte diese Punkte beachten, um den Zahnschmelz schützen zu können:
- Vorab ist ein Check beim Zahnarzt wichtig, denn „bei Karies, undichten Füllungen oder freiliegenden Zahnhälsen können Bleichmittel tief in den Zahn vordringen und den Zahnnerv schädigen“, erklärt Ralf Hausweiler von der Bundeszahnärztekammer in „Stiftung Warentest“.
- Gut zu wissen: Füllungen und Kronen werden nicht aufgehellt. Dadurch können Farbunterschiede entstehen, die gerade im vorderen Zahnbereich stören können.
- Am besten wird das Ergebnis, wenn Beläge und Zahnstein vorher durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt wurden, so Hausweiler.
- Kinder, Schwangere und Stillende sollten auf Bleaching-Mittel verzichten.
- Sind die Zähne nach dem Bleaching empfindlich, rät der Zahnarzt zu einem höher dosierten Fluorid-Gel. So lässt sich der Zahnschmelz schützen und das Zähne aufhellen besser vertragen.
Quelle: dpa












