Eine Frau hat einen halb aufgegessenen Teller vor sich stehen, greift sich verkrampft an den Bauch und hält einen angebrochenen Blister mit Kapseln in der Hand. Der Fokus liegt auf dem Medikament.© Pranithan Chorruangsak/iStock/Getty Images Plus
Einige Arzneimittel helfen gegen die akuten Beschwerden bei einer Histaminintoleranz, andere können langfristig die Beschwerden lindern.

Was hilft?

HISTAMININTOLERANZ: THERAPIEN UND MEDIKAMENTE

Erst erkennen und diagnostizieren, dann therapieren: Eine Histaminintoleranz lässt sich behandeln. Hierzu ist einerseits entscheidend, die Ursache zu kennen, andererseits, das überschüssige Histamin in Schach zu halten. Über Medikamente und Therapien der Histaminintoleranz.

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Eine Histaminintoleranz kommt durch die Ernährung zum Vorschein. Im Groben empfiehlt sich, auslösende Lebensmittel aus dem Speiseplan zu entfernen. Das wird allerdings schwierig, wenn die Histaminintoleranz stark ausgeprägt ist und der Körper empfindlich auf den Botenstoff reagiert. Weitere auslösende Faktoren der Histaminintoleranz sind aber auch Rauschmittelkonsum oder Medikamente, die Betroffene im Blick behalten müssen.

In diesem zweiten Teil der Miniserie zu Histaminintoleranz beleuchten wir, wie eine Histaminintoleranz mit Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln behandelt wird. In Teil 1 ging es um die Ursachen und Auslöser, Teil 3 gibt Ernährungsempfehlungen.

Therapie der Histaminintoleranz

Mit passenden Medikamenten und Therapien können Betroffene ihre Histaminintoleranz alltagstauglich bewältigen. Neben diesen Therapien ist eine zusätzliche Ernährungsberatung durchaus sinnvoll. Im Beratungsgespräch in der Apotheke können Sie erwähnen, dass einige Krankenkassen die Ernährungsberatung übernehmen, wenn die Diagnose Histaminintoleranz gestellt wurde.

Medikamente im Überblick

Die Wirkweise der Medikamente gegen Histaminintoleranz ist schlüssig: Die Beschwerden entstehen durch zu viel Histamin, daraus folgt, dass Therapien am Botenstoff Histamin ansetzen. Und zwar über Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren oder die Substitution des Enzyms Diaminoxidase. Außerdem kommen bestimmte Vitamine zum Einsatz.

Antihistaminika bei Histaminintoleranz

Die Histaminintoleranz wird bevorzugt mit der zweiten Generation der H1-Antihistaminika behandelt, zum Beispiel mit Cetirizin oder Loratadin. Diese Medikamente werden vor dem Essen eingenommen. Die erste Generation der H1-Antihistaminika führt zu Müdigkeit. Sie wird zwar auch bei einer Histaminintoleranz angewandt, sollte aber vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

Mastzellstabilisatoren bei Histaminintoleranz

Mastzellen sind Zellen des Immunsystems, die unter anderem Histamin freisetzen. Mastzellstabilisatoren (Cromoglicinsäure) wiederum stabilisieren die Zellmembran, wodurch sie eine Freisetzung verhindern. Die Mastzellstabilisatoren müssen präventiv eingenommen werden, sie wirken nicht akut. Dafür bleibt die Müdigkeit aus.

Diaminoxidase (DAO) bei Histaminintoleranz

Ist das DAO-Enzym gehemmt, besteht die Möglichkeit, es über Nahrungsergänzungsmittel zu substituieren. Hier empfehlen sich allerdings die ärztliche Absprache und das genaue Studieren der Inhaltsstoffe. Das DAO-Enzym braucht für eine effektive Wirkung Mitspieler wie Vitamin B6 und C, Zink, Magnesium und Mangan.

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