Frau mit PfeffermĂŒhle ĂŒber Kochtopf in der KĂŒche © Choreograph (Konstantin Yuganov) / iStock / Getty Images Plus
Pfeffer entfaltet sein Aroma am besten, wenn er erst am Ende der Garzeit oder kurz vor dem Verzehr ĂŒber das Essen kommt.

GewĂŒrz-Wissen

PFEFFER RICHTIG WÜRZEN, LAGERN UND UNTERSCHEIDEN

Pfeffer gehört in fast jedes GewĂŒrzregal – doch beim Kochen kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Wird das GewĂŒrz zu stark erhitzt, verliert es sein Aroma und schmeckt bitter. Was hinter den verschiedenen Pfeffersorten steckt und wie man das GewĂŒrz richtig lagert.

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Ob Steaks, Suppen oder Soßen – erst der Pfeffer verleiht vielen Gerichten eine angenehme SchĂ€rfe. Neben Salz ist er wohl in fast jedem GewĂŒrzregal zu finden. Doch wann ist beim Kochen der richtige Zeitpunkt fĂŒr den Einsatz der scharfen Körner? Das Bundeszentrum fĂŒr ErnĂ€hrung (BZfE) empfiehlt, das GewĂŒrz am besten erst am Ende der Garzeit oder kurz vor dem Verzehr ĂŒber das Essen zu geben.

Der Grund: Wird Pfeffer zu stark erhitzt, gehen seine Ă€therischen Öle verloren und er kann bitter schmecken. Etwas anders sieht es bei Schmorgerichten und Eintöpfen aus: Hier kann man die ganzen Pfefferkörner fĂŒr lĂ€ngere Zeit mitgaren, damit sie ihren Geschmack entfalten.

Pfeffer richtig lagern – so geht’s

Das BZfE gibt den Tipp, Pfeffer möglichst trocken, luftdicht und kĂŒhl zu lagern. Außerdem sollte er vor Licht geschĂŒtzt werden. So bewahrt er am besten seine QualitĂ€t. WĂ€hrend ganze Pfeffer-Körner mehrere Jahre im GewĂŒrzregal haltbar sind, sollte man gemahlenen Pfeffer nach dem Öffnen innerhalb eines Jahres verbrauchen.

Deshalb empfiehlt es sich, Pfeffer nicht auf Vorrat, sondern möglichst nur in kleinen Mengen zu kaufen. So ist man in puncto Pfeffer-QualitÀt immer auf der sicheren Seite.

Damit die QualitĂ€t nicht leidet, haben die ErnĂ€hrungsexpert*innen noch einen Tipp, der fĂŒr alle GewĂŒrze gilt: Sie sollten nicht direkt aus dem GlĂ€schen oder der Dose in die Pfanne oder den Kochtopf gestreut werden. Denn so dringt durch aufsteigenden Wasserdampf Feuchtigkeit in die BehĂ€ltnisse, was das Aroma beeintrĂ€chtigt und auch die Klumpenbildung begĂŒnstigt.

Warum es Pfeffer in verschiedenen Farben gibt

Der Erntezeitpunkt und die Art der Weiterverarbeitung der Pfefferbeeren fĂŒhren zu den unterschiedlichen Farben und auch Geschmacksrichtungen des Pfeffers. Die ErnĂ€hrungsexpert*innen klĂ€ren auf:

  • FĂŒr schwarzen Pfeffer werden die noch grĂŒnen Beeren unreif geerntet, fermentiert und getrocknet, bis sie schwarz und runzelig sind. Er ist deutlich aromatischer und fruchtiger als weißer Pfeffer.
  • FĂŒr den hellen Pfeffer wiederum werden reife FrĂŒchte in Wasser eingeweicht, vom Fruchtfleisch befreit und die Körner getrocknet.
  • FĂŒr grĂŒnen Pfeffer werden unreife Beeren meist in Essig oder Salzlake konserviert. Dadurch behalten sie ihre grĂŒne Farbe und ihren frischen Duft besonders gut.
  • FĂŒr roten Pfeffer (Kampot) werden die vollreifen Beeren geerntet und dann schonend getrocknet.

Rosa Beeren und Szechuan-Pfeffer sind kein Pfeffer

Nicht alles, was im GewĂŒrzregal Pfeffer heißt, ist auch welcher. Die leicht sĂŒĂŸen Rosa Pfefferbeeren zĂ€hlen nicht zum Echten Pfeffer, sondern gehören zu einer anderen Pflanzenfamilie. Ebenso der Szechuan-Pfeffer mit seiner Zitrusnote.

Quelle: dpa

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