Ein Àlteres Paar sitzt zum Meditieren auf dem Wohnzimmerboden und muss lachen.© fizkes/iStock/Getty Images Plus
Lachen ist ein hervorragendes Atemtraining, zeigen tĂŒrkische Forschende.

Ausatmung trainieren

LACHEN ALS THERAPIE: SO HILFT ES BEI COPD

Lachen ist gesund. Als Therapie wĂŒrden die meisten es wohl erst einmal nicht betrachten. Forschende aus Ankara sehen das anders und zeigen: Lachen kann wirksam die Therapie von COPD unterstĂŒtzen.

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AtemĂŒbungen kommen bei zahlreichen Beschwerden zum Einsatz. Der bewusste Umgang mit der Atmung kann beruhigen oder auch Schleim lösen. Lachen als Therapie kann COPD-Betroffenen helfen, denn bei ihnen fĂ€llt erkrankungsbedingt oft ein vollstĂ€ndiges Ausatmen der verbrauchten Luft schwer. Sogenanntes Air Trapping kann zum Problem werden.

Ein Team um Goncagul Aldan vom Ankara Bilkent Hospital zeigt: Lachen als Therapie bessert die Symptome von COPD und steigert die LebensqualitÀt.

Lachen als Atemtherapie

Lachen entspannt, kann aber auch wirksam eine Therapie gegen COPD unterstĂŒtzen. Das zeigt ein tĂŒrkisches Team an 63 Betroffenen, die im Ankara Bilkent Hospital behandelt wurden. Die Forschenden teilten sie zufĂ€llig in drei gleichgroße Gruppen.

Eine davon praktizierte die sogenannte Lippenbremse, eine bewĂ€hrte AtemĂŒbung. Hier atmen Betroffene durch die Nase ein und kontrolliert durch leicht aufeinanderliegende Lippen aus. Der leichte Widerstand hilft, die verengten Atemwege lĂ€nger offen zu halten und so verbrauchte Luft besser ausatmen zu können.

Eine zweite Gruppe der Teilnehmenden setzte ihre COPD-Behandlung ohne weitere Übungen fort, die dritte Gruppe nutzte Lachen als Therapie. Nach acht Wochen zeigte sich: Die Lachtherapie fĂŒhrte zu weniger Atemnot und einer generell verbesserten gesundheitsbezogenen LebensqualitĂ€t.

So half Lachen bei COPD

Das Lachen als Therapie bestand aus einem strukturierten Programm mit spielerischen LachĂŒbungen, rhythmischen Bewegungen und bewusster Atmung sowie spontanem, ungezwungenem Lachen oder leichtem LĂ€cheln mit EntspannungsĂŒbungen. Über acht Wochen hielten sich die Teilnehmenden dreimal pro Woche 30 Minuten an diesen Plan. Erstaunlich daran: Lachen als Therapie bewirkte auch ĂŒber das Ende der Untersuchung hinaus positive Effekte bei COPD.

AtemĂŒbungen wirken

AtemĂŒbungen haben bei vielen Erkrankungen positive Wirkungen, so auch bei COPD. Das ist nicht neu. Lachen als Therapie wirkt aber möglicherweise gleich ĂŒber mehrere Wege. Zum einen verĂ€ndert es den Atemrhythmus und fĂŒhrt zu wiederholtem krĂ€ftigerem Ausatmen. Das ist besonders bei COPD interessant, denn hier besteht besonders bei der Ausatmung eine Verengung der Bronchien. Lachen könnte so eine Therapie unterstĂŒtzen, indem es die Ausatmung trainiert.

Auch ein psychischer Effekt des Lachens kann eine Rolle beim Therapieerfolg spielen. Atemnot verursacht einen Teufelskreis aus Angst, die wiederum den Atem beeinflusst. Lachen als Therapie kann diesen unterbrechen und COPD-Betroffenen so helfen. Außerdem schĂŒttet der Körper beim Lachen bekanntermaßen Endorphine aus, was zur Entspannung beitrĂ€gt.

Ob Lachen wirklich Teil einer Therapie bei COPD wird, muss die Zukunft zeigen. Die Hypothesen von Aldans Team sind ein erster Schritt.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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