PapierknÀuel darunter auch ein 50-Euro-Schein © Photoslash / iStock / Getty Images Plus
Das Geld reicht hinten und vorne nicht? Oft liegt das nicht an einem zu geringen Einkommen, sondern an unklugen Finanzentscheidungen.

Sparen

7 FINANZFEHLER, DIE PTA UND PKA VERMEIDEN SOLLTEN

„Weil ich wenig verdiene, kann ich auch nichts zurĂŒcklegen.“ FĂŒr einige Menschen mag diese Aussage stimmen. Doch nicht selten sind es einfach unĂŒberlegte Ausgaben, die den Vermögensaufbau bremsen.

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Diesen Monat sollte alles anders laufen. Diesen Monat sollte endlich mal ein Teil des Einkommens ĂŒbrigbleiben: zum Sparen, fĂŒr schlechte Zeiten oder unvorhergesehene Ausgaben. Und doch ist das Konto am Monatsende wieder leer – noch bevor das neue Gehalt eingeht. 

Aber woran liegt das, dass es manchen Menschen einfach nicht zu gelingen scheint, ein Vermögen aufzubauen – obwohl ihr Einkommen das zulassen mĂŒsste? Es könnte zum Beispiel an unklugen finanziellen Entscheidungen liegen, denen man sich gar nicht immer bewusst ist.
Sieben Fehler, die PTA und PKA im Umgang mit Geld oft unterlaufen – und wie sie sich vermeiden lassen.

Fehler 1: Geld unverzinst liegenlassen

Manche halten immer noch am guten alten Sparbuch fest und bewahren dort ihr Geld auf. Doch das bringt kaum Zinsen. „Sinnvoller ist es, sich zunĂ€chst einen Notgroschen fĂŒr unvorhergesehene Ausgaben auf einem Tagesgeldkonto anzusparen“, sagt Wirtschafts-Professor Michael Heuser.

Ein Tagesgeldkonto bringe mehr Zinsen als das klassische Sparbuch.

Tipp: Ist ein Notgroschen zusammengespart und sind alle Schulden getilgt, bietet es sich an, Geld, das man nicht braucht, etwa in einen Aktienfonds, auch in Form eines monatlichen Sparplans zu investieren.

„Hier ist es wichtig, sich gut zu informieren, Angebote von mehreren Anbietern zu vergleichen und sich im Zweifel beraten zu lassen“, sagt Heuser, der Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts fĂŒr Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) ist. Ein Investment in Aktien lohne sich ĂŒber Jahrzehnte hinweggesehen und könne satte Renditen bringen.

Fehler 2: Konto ĂŒberziehen

Wer mit dem Guthaben auf dem Girokonto ins Minus rutscht, muss mit horrenden GebĂŒhren und Zinsen rechnen. „Das kann richtig teuer werden“, sagt Verena von Hugo, Vorstandsvorsitzende des BĂŒndnisses Ökonomische Bildung Deutschland. Ist das Dispo-Limit ĂŒberschritten oder ist das Konto ohne vereinbarten Dispokreditrahmen ĂŒberzogen, ist die Bank sogar berechtigt, das Konto zu sperren.

Tipp: „Ein Haushaltsbuch kann dabei helfen, dass man das zur VerfĂŒgung stehende Geld gut einteilt und zudem den Überblick ĂŒber die eigenen Finanzen behĂ€lt“, sagt von Hugo.

Fehler 3: Ungenutzte Abos weiterlaufen lassen

Alle, die Abos etwa fĂŒr Streamingdienste oder Zeitschriften haben, sollten sie mindestens einmal im Jahr auf den PrĂŒfstand stellen. Nutze ich sie wirklich regelmĂ€ĂŸig, dass sich ein Abo rechnet? „Manche ungenutzten Abos nimmt man oft erst dann wieder wahr, wenn die GebĂŒhr hierfĂŒr vom Konto abgebucht wird“, sagt Heuser. Ungenutzte Abos einfach weiterlaufen zu lassen, sei reine Geldverschwendung.

Fehler 4: Fahrzeug leasen

FĂŒr jemanden, der privat plant, ein Fahrzeug langfristig zu nutzen, lohnt sich das Leasing hĂ€ufig nicht. „Zwar sind die monatlichen Leasingraten in der Regel gĂŒnstig, aber unter dem Strich zahlt man oft drauf“, sagt von Hugo. So sind Leasingnehmerinnen und -nehmer zumeist vertraglich verpflichtet, Serviceintervalle penibel einzuhalten, wobei die Wartungen ausschließlich in Vertrags- oder PartnerwerkstĂ€tten erfolgen mĂŒssen. Das kann teuer werden.

Zudem erwirbt man mit den monatlichen Leasingraten lediglich Nutzungsrechte am Fahrzeug, EigentĂŒmerin oder EigentĂŒmer wird man nicht.

Fehler 5: Konsumkredite aufnehmen

Konsumkredite aufzunehmen, etwa fĂŒr einen Fernseher oder Urlaub, sollte man vermeiden. „Das sind sogenannte schlechte Schulden, die oft mit hohen Zinsen einhergehen“, sagt Michael Heuser. Im Gegensatz dazu gibt es auch gute Schulden: Hierunter fĂ€llt etwa ein Kredit fĂŒr eine Immobilie. Auch dafĂŒr fallen zwar Zinsen an, aber es gibt einen adĂ€quaten Gegenwert: Entweder man nutzt die Immobilie selbst und hat dafĂŒr keine Mietkosten. Oder man vermietet das GebĂ€ude und erzielt dadurch Mieteinnahmen.

Wer Geld fĂŒr einen neuen Fernseher oder fĂŒr einen Urlaub benötigt, sollte es besser ansparen.

Fehler 6: Jahrelange Treue gegenĂŒber dem Handy- und Internetanbieter

Ein Festhalten an Handy- und InternetvertrĂ€gen, die vor Jahren abgeschlossen wurden, macht sich oft nicht bezahlt. „Denn hĂ€ufig lockt die Konkurrenz mit deutlich gĂŒnstigeren Tarifen“, sagt Verena von Hugo. Daher sollten VertrĂ€ge fĂŒr den Handy- und Internetanbieter regelmĂ€ĂŸig, am besten einmal im Jahr, auf den PrĂŒfstand. Gibt es ein besseres Angebot, lohnt sich oft ein Wechsel.

Fehler 7: Mahlzeiten unterwegs kaufen

Belegte Brötchen und Kaffee zum FrĂŒhstĂŒck vom BĂ€cker? Und auch das Mittagessen wird gerne unterwegs gekauft? So ein Verhalten kann mit der Zeit gehörig ins Geld gehen. „Das fĂ€llt vor allem ins Auge, wenn man solche EinkĂ€ufe statt digital mit Bargeld zahlt“, sagt Michael Heuser.

Wer sparen will, sollte zu Hause frĂŒhstĂŒcken und fĂŒr unterwegs Essen und GetrĂ€nke von daheim mitnehmen. „Man kann das mit einer Spar-Challenge verbinden“, sagt Verena von Hugo. FĂŒr jedes Essen, das man nicht unterwegs kauft, legt man fĂŒnf Euro zur Seite und fĂŒr ein GetrĂ€nk, das man von zu Hause mitnimmt, spart man drei Euro. „Auf diese Weise kommt mit der Zeit ein Betrag zusammen, den man wiederum gewinnbringend anlegen kann“, sagt von Hugo.

Quelle: dpa

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