Boule-Kugeln auf einer sandigen Boule-Bahn. Im Hintergrund sind verschwommen vier Menschen abgebildet.© JackF/iStock/Getty Images Plus
Eine ruhige Kugel schieben? Von wegen! Boule trainiert Muskeln und schont Gelenke.

Gelenkschonend

BOULE SPIELEN HÄLT MUSKELN UND KOPF IN BEWEGUNG

Boule spielen wirkt entspannt – doch der Kugelsport tut Muskeln, Gelenken und Psyche mehr Gutes, als viele denken. Ein Sportmediziner erklĂ€rt, welche FĂ€higkeiten das Spiel fördert, worauf Ihre Kund*innen bei Schulter und Ellenbogen achten sollten und welches AufwĂ€rmen sich lohnt.

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In gefĂŒhlt jeder Stadt gibt es mindestens einen Ort, an dem sich Freund*innen des Boule treffen, um sich dem Spiel mit den Metallkugeln zu widmen. Das Ziel: die eigenen Kugeln möglichst nah am „Schweinchen“ platzieren. Wer Boule spielen möchte, kommt dabei nicht richtig ins Schwitzen – es sei denn, gespielt wird in der prallen Sonne. Das macht Spaß, aber tut dieser entspannte Sport auch etwas fĂŒr die Gesundheit?

Ja, ist Sportmediziner Professor Sven Ostermeier ĂŒberzeugt und zĂ€hlt auf: „Gefördert werden unter anderem Konzentration und Hand-Auge-Koordination, Feinmotorik und Lebensfreude.“ Letztere entsteht vor allem dadurch, dass man bei der FreizeitaktivitĂ€t gesellige Stunden mit anderen Menschen verbringt. Ein guter Schutz vor Einsamkeit. Lohnt es sich also, Boule-Spielen zu empfehlen, wenn Kund*innen nach einem sanften Bewegungsangebot fragen?

Boule und Gesundheit: Das fördert der Kugelsport

Beim Boule spielen wechseln sich verschiedene moderate Bewegungen ab – werfen, aufheben, gehen. Das ist ein sanftes Training fĂŒr die Muskeln des Rumpfs sowie verschiedene Gelenke. Boule tut damit auch der Gesundheit Ă€lterer Menschen gut: Der Sport eignet sich im Alter und fĂŒr Menschen mit Gelenkbeschwerden, so der OrthopĂ€de von der Gelenkklinik Gundelfingen.

FĂŒr die Gesundheit zahlt sich beim Boule also gleich mehreres aus: Kopf, Muskulatur und Stimmung profitieren zugleich. Empfehlen Sie Kund*innen, die einen niedrigschwelligen Einstieg in mehr Bewegung suchen, ruhig einmal eine Runde Boule zu spielen.

Boule und Gelenke: einseitige Belastung vermeiden

Apropos Gelenkbeschwerden: Die vielen Wurfbewegungen können Schultergelenke und Ellenbogen belasten. „Deshalb bitte stets locker aus der Schulter werfen und auf einen festen Stand achten“, rĂ€t Ostermeier, um gelenkschonender vorzugehen. Diesen Hinweis geben Sie am besten Kund*innen mit, die regelmĂ€ĂŸig Boule spielen und ĂŒber Beschwerden in Schulter oder Ellenbogen klagen.

Ein weiterer Tipp: die Arme zwischendurch immer mal wieder pendeln und schwingen lassen, um sie zu mobilisieren. Und zwar beide. So lÀsst sich der einseitigen Belastung entgegenwirken. Damit Boule die Gelenke nicht einseitig fordert, gehört dieser kleine Ausgleich in jede Spielpause.

AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Boule: So geht es los

Ebenfalls gut sind ein paar AufwĂ€rmĂŒbungen, ehe es an die Kugeln geht. Vor dem Boule helfen sie den Muskeln, auf Betriebstemperatur zu kommen. Geeignet sind:

  • Kniebeugen
  • Rumpf- und Schulterkreise
  • ein paar SprĂŒnge im Hampelmann

Diese AufwĂ€rmĂŒbungen vor dem Boule lassen sich in wenigen Minuten erledigen – und bereiten die Muskeln ebenso vor wie die Gelenke.

Boule spielen und Ausdauer: Was noch dazugehört

Auch wenn Boule Körper und Seele guttut, ist es sinnvoll, wenn es nicht allein bei dieser AktivitĂ€t bleibt. Ostermeier rĂ€t als ErgĂ€nzung zu Sportarten wie Schwimmen und Radfahren. Sie trainieren – anders als Boule – auch die Ausdauer. Wer regelmĂ€ĂŸig Boule spielen geht, ergĂ€nzt das Kugelspiel also idealerweise um ein Ausdauertraining.

Quelle: dpa

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