Arbeitsrecht
WEITERQUALIFIZIERUNG: MEHR GEHALT UND PERSPEKTIVE FĂśR PTA
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Wie kann eine Weiterqualifizierung aussehen, die PTA echte berufliche und finanzielle Perspektiven eröffnet? Darüber diskutierten am 1. September Vertreter*innen von PTA-Schulen, der Bundesapothekerkammer (BAK), der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG), des BVpta und des Deutschen Apotheker Verlags auf Einladung von ADEXA in Hamburg. Im offenen Austausch trugen sie erste Ideen für eine künftige Weiterqualifizierung für PTA zusammen. Dabei zeigte sich, dass die Einschätzungen bei vielen grundlegenden Fragen erstaunlich nah beieinanderlagen.
Hintergrund ist die Diskussion um das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Sie hat gezeigt: Der Wunsch nach echten Entwicklungsperspektiven für PTA wird von vielen Seiten getragen. Bislang fehlt jedoch eine anerkannte Weiterqualifizierung, die neue Chancen eröffnet und zugleich eine gesicherte finanzielle Verbesserung bringt. Abgesehen von einem Pharmaziestudium gibt es für PTA kaum Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren und beim Gehalt spürbar voranzukommen – ein Grund, warum PTA den Beruf verlassen und zu wenig Nachwuchs nachkommt.
Mehr Gehalt fĂĽr PTA: Was die Weiterqualifizierung bringen soll
Beim Thema Gehalt geht es bislang kaum voran – genau das soll eine Weiterqualifizierung ändern. Diskutiert wurde deshalb, unter welchen Voraussetzungen sie für PTA und Apotheken gleichermaßen attraktiv sein könnte. Ein Thema waren Förderangebote, damit die finanziellen Belastungen nicht allein bei den PTA oder ihren Arbeitgebenden liegen. Im Mittelpunkt standen dabei zwei Fragen.
Erstens: Wie lässt sich eine Weiterqualifizierung finanziell und zeitlich so gestalten, dass sie berufsbegleitend machbar ist? Und zweitens: Welchen Nutzen könnten qualifizierte PTA für Apotheken bieten, der eine höhere Vergütung rechtfertigt? Ein besseres Gehalt soll also nicht nur gefordert, sondern mit zusätzlichen Kompetenzen begründet werden. Damit das Gehalt für PTA am Ende tatsächlich steigt, braucht es einen Abschluss, der bundesweit anerkannt ist.
Weiterbildung fĂĽr PTA: modular und berufsbegleitend
In der konstruktiven Diskussion zeigte sich viel Übereinstimmung: Eine Weiterbildung für PTA sollte bundesweit einheitlich geregelt, modular aufgebaut und berufsbegleitend absolvierbar sein – mit verbindlicher Abschlussprüfung und einem bundesweit anerkannten Abschluss. Die Weiterqualifizierung sollte auf der bestehenden PTA-Ausbildung aufbauen, vorhandene Kompetenzen vertiefen und gezielt neue vermitteln. Auch mögliche Inhalte und Zugangsvoraussetzungen kamen zur Sprache. All diese Überlegungen müssen im weiteren Prozess geprüft und konkretisiert werden.
Wichtige Impulse für eine passgenaue Weiterbildung lieferten die teilnehmenden PTA-Schulen. Ihre Lehrkräfte kennen die Ausbildungsinhalte und wissen aus dem Unterrichtsalltag, wie PTA lernen. Ihr Wissen floss direkt in die Überlegungen zur Weiterqualifizierung ein. Die BAK brachte ihre Perspektive auf die berufspolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ein und nahm viele Anregungen mit.
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PTA machen Karriere: Wie es nach dem Runden Tisch weitergeht
Für die PTA-Karriere hat der Runde Tisch in Hamburg einen Prozess angestoßen, den nun die Bundesapothekerkammer federführend weiterträgt. Sie hatte bereits im Frühjahr angekündigt, eine eigene Arbeitsgruppe zur Weiterqualifizierung von PTA einzurichten. Die Erkenntnisse aus Hamburg sollen dort einfließen, auch Vertreter*innen der Hamburger Runde werden teilnehmen. Das ist eine gute Gelegenheit, die praxisnahe Perspektive der PTA-Schulen in den von der BAK koordinierten Prozess einzubringen.
„Der Runde Tisch hat gezeigt, wie viel Rückenwind es für eine PTA-Weiterqualifizierung gibt“, resümiert ADEXA-Bundesvorstand Andreas May. „Besonders erfreulich war, dass die Vorstellungen bei vielen grundlegenden Fragen bereits nah beieinanderlagen. Gleichzeitig stehen wir noch ganz am Anfang. Jetzt geht es darum, die gesammelten Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und zu prüfen, was sich sinnvoll umsetzen lässt. Wir freuen uns, dass die BAK den Dialog fortführen wird.“ Für die Karriere heißt das: Die Weiterqualifizierung von PTA nimmt Fahrt auf, konkrete Ergebnisse stehen aber noch aus.
Martina Schiffter-Weinle
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