Venen und Krampfadern
PTA-Fortbildung

Venen und Krampfadern: Schwieriger Rückweg 

Geschwollene, schmerzende Beine, Besenreiser oder Krampfadern – das sind Symptome, unter denen viele Ihrer Kunden leiden. Was können sie dagegen tun? Wie kann man vorbeugen? Diese Fortbildung macht Sie fit in Sachen Venengesundheit. 

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Vorbeugen statt heilen

Damit die Venen lange gesund bleiben, ist es sinnvoll vorzubeugen. Die Prävention von Venenerkrankungen stützt sich dabei im Wesentlichen auf sechs Säulen: 

  1. Regelmäßige Bewegung 
  2. Venenschonendes Verhalten im Alltag 
  3. Gesunde Ernährung und Gewichtskontrolle 
  4. Kompressionstherapie bei Risikopersonen 
  5. Hydrotherapeutische Maßnahmen 
  6. Medizinische Kontrolle 

1. Bewegung

Bewegung aktiviert die Venen-Muskelpumpe. So wird der venöse Rückfluss gefördert. Empfehlen Sie Ihren Kunden sanfte Sportarten wie Gehen, Radfahren oder Schwimmen. Schon 30 Minuten täglich senken das Risiko deutlich. Wer öfter mal die Treppe statt des Aufzugs benutzt, fördert nicht nur seine Fitness, sondern tut auch etwas für die Venen. Venengymnastik stärkt gezielt die Wadenmuskulatur und unterstützt so die Muskelpumpe.  

2. Venenschonendes Verhalten im Alltag

Auch im Alltag kann man den Venen Gutes tun: Langes Stehen und Sitzen vermeiden und die Beine regelmäßig bewegen. Dies ist besonders bei der Arbeit im Büro oder auf langen Reisen wichtig. Das Hochlegen der Beine erleichtert den venösen Rückfluss. Lockere Kleidung hilft, dass das Blut ungehindert fließen kann. 

3. Ernährung und Gewicht

Übergewicht belastet die Venen. Eine gesunde Gewichtsreduktion senkt das Risiko für venöse Erkrankungen. Verstopfung kann den venösen Druck erhöhen. Empfehlen Sie Ihren Kunden deshalb eine ballaststoffreiche Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Damit die Blutgefäße elastisch und frei von Ablagerungen bleiben, gilt es, Salz, gesättigte Fettsäuren und Alkohol reduzieren.  

4. Kompression

 Bei einer Prädisposition für venöse Erkrankungen oder bei einer venenbelastenden Tätigkeit kann es sinnvoll sein, vorbeugend mit Stütz- oder Kompressionsstrümpfen zu behandeln. 

5. Hydrotherapie

Hydrotherapeutische Maßnahmen wie Wechselduschen und kalte Wassergüsse fördern die Gefäßspannung. Auch Kneipp-Anwendungen können die Venenfunktion unterstützen. Vor der Anwendung sollten mögliche Kontraindikationen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ausgeschlossen werden. 

6. Medizinische Kontrolle

Früherkennung spielt bei Venenerkrankungen eine wichtige Rolle. Regelmäßige Kontrollen beim Phlebologen ermöglichen eine rechtzeitige Therapie bei ersten Anzeichen einer Veneninsuffizienz. Darüber hinaus ist der Arzt der erste Ansprechpartner, wenn es um Operationen oder die Verordnung von Kompressionsstrümpfen geht. 

Prophylaxe-Tipps für Ihr Beratungsgespräch 

  • Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen. 
  • Durch regelmäßige Bewegung (Spazieren gehen, Fahrrad fahren) unterstützen Sie die Venenmuskelpumpe und stärken Ihre Muskulatur.  
  • Reduzieren Sie Gewicht, denn jedes zusätzliche Kilo belastet die Venen. 
  • Trinken Sie ausreichend, damit das Blut leichter fließen kann. 
  • Vermeiden Sie extreme Hitze (Sonnenbaden, Sauna). Bei Wärme können die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. 
  • Weil es hilft und einfach guttut: Legen Sie die Beine öfter mal hoch. 
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