Bluthochdruck
PTA-Fortbildung

Bluthochdruck: Silent Killer

Von Herzinfarkt über Nierenversagen bis zum Schlaganfall – Bluthochdruck kann vielfältige lebensgefährliche Folgen haben. Zwar sind die klassischen Antihypertensiva alle verschreibungspflichtig, Sie können Ihre Kunden bei der Therapie aber unterstützen.

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Schwangerschafts-Bluthochdruck und Präeklampsie

Auch bei Schwangeren sollte der Blutdruck regelmäßig gemessen werden, denn Bluthochdruck zählt zu den häufigsten Erkrankungen während einer Schwangerschaft. Tritt die Hypertonie erst im Verlauf der Schwangerschaft neu auf – die Schwangere hatte also zuvor normale Werte – liegt ein Schwangerschafts-Bluthochdruck oder eine Gestationshypertonie vor.

Scheidet die Betroffene noch zusätzlich erhöhte Mengen an Eiweiß über die Niere aus, spricht man von einer Präeklampsie. Dies ist eine schwerwiegende Multisystemerkrankung der Schwangerschaft. Sie betrifft etwa sechs bis acht Prozent aller Schwangerschaften und kann Mutter und Kind erheblich gefährden.

Neben der Plazenta können auch Organe wie Nieren, Leber, Gehirn oder Blut betroffen sein. Typische Warnzeichen sind Ödeme, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder rasche Gewichtszunahme. Risikofaktoren sind unter anderem vorbestehende Hypertonie, Diabetes mellitus, Autoimmunerkrankungen, Adipositas, Erstgeburt oder Mehrlingsschwangerschaften.

Die Diagnose erfolgt im Rahmen der Schwangerenvorsorge durch regelmäßige Blutdruckmessungen, Urinkontrollen sowie Labor- und Ultraschalluntersuchungen. Ergänzend kann ein Ersttrimester-Screening zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche (SSW) das individuelle Risiko abschätzen; bei erhöhtem Risiko wird eine ASS-Prophylaxe empfohlen.

Man unterscheidet eine frühe (unter der 34. SSW) und eine späte Form (nach der 34. SSW), wobei die frühe meist schwerer verläuft und häufiger mit Wachstumsstörungen des Kindes einhergeht. Die Therapie richtet sich nach Schweregrad und der SSW und reicht von engmaschiger ambulanter Kontrolle bis zur stationären Überwachung.

Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt der Entbindung, um Gefahren für Mutter und Kind zu minimieren. Nach der Geburt bilden sich die Symptome meist zurück, jedoch bleibt ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen bestehen.


Die Autorin versichert, dass keine Interessenkonflikte im Sinne von finanziellen oder persönlichen Beziehungen zu Dritten bestehen, die von den Inhalten dieser Fortbildung positiv oder negativ betroffen sein könnten.

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