Mineralstoffe
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Mineralstoffe – kleine Stoffe, große Aufgaben

Mineralstoffe zählen zu den Mikronährstoffen. Eine etwas irreführende Bezeichnung, denn sie besitzen keine kleine Bedeutung für unseren Körper. Im Gegenteil: Sie sind essenziell. Doch braucht nicht jeder Kunde deshalb gleich Magnesiumtabletten. Was sollten Sie über Mineralstoffe wissen?

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Wie steht es um die Mineralstoffversorgung Ihrer Kunden?

Zwar gilt die deutsche Bevölkerung im Schnitt als zufriedenstellend versorgt, doch ist die Mineralstoff-Versorgung mit Jod noch nicht optimal. Ein weiterer kritischer Nährstoff, insbesondere bei jungen Frauen, ist Eisen. Bei Veganern, Kindern, Jugendlichen sowie Senioren treten zusätzlich häufig Defizite bei der Versorgung mit Calcium und Zink auf.

Dennoch sollten Sie Kunden davon abraten, wild drauf los zu supplementieren. Vor allem hochdosierte Präparate sollten nur bei einem ärztlich diagnostizierten Mangel eingenommen werden. Macht sich Ihr Kunde Gedanken über seine Nährstoffversorgung, sollte er seinen Ernährungszustand untersuchen lassen. Das können Sie gerade dann empfehlen, wenn

  • der Betroffene unter einer chronischen Erkrankung leidet, wodurch die Aufnahme einzelner Nährstoffe gefährdet sein könnte (z. B. chronisch-entzündliche Darmkrankheiten, Zöliakie),
  • eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt (z. B. ist häufig die Calciumzufuhr gefährdet, wenn eine Lactoseintoleranz vorliegt),
  • eine zehrende Krankheit überwunden wurde (Virusinfektion, Krebs),
  • eine bestimmte Ernährungsform (z. B. vegan, low-carb, raw) durchgeführt wird.

10 Ernährungstipps, um Mangelerscheinungen vorzubeugen

  1. Bunt ist gesund: Abwechslungsreiche Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse zieren nicht nur den Teller, sondern halten auch viele Nährstoffe bereit.
  2. Regional und saisonal: Kurze Transportwege und kurze Lagerzeiten sorgen für eine hohe Nährstoffdichte.
  3. Wo es nur geht Gerichte mit Nüssen, Samen oder Hülsenfrüchte aufpeppen
  4. Täglich Milchprodukte oder angereicherte vegane Alternativen verzehren
  5. Lieber Fisch als Fleisch
  6. Eisenquellen mit Vitamin C kombinieren, um die Aufnahme zu verbessern, z. B. Paprikagemüse zum Steak oder ein Spritzer Zitronensaft an die Bohnen
  7. Mineralwasser mit hohem Magnesium- und/oder Calciumgehalt wählen
  8. Wann immer es geht, die Vollkornvariante bevorzugen (Reis, Nudeln, Brot)
  9. Jodsalz verwenden
  10. Coffein- und Alkoholgenuss zugunsten der Nährstoffaufnahme reduzieren

Höchstmengen von Nahrungsergänzungsmitteln

Der Bereich der Lebensmittel, zu denen Nahrungsergänzungsmittel gesetzlich zählen, wird in Deutschland streng reguliert. Doch es gibt einen Grau-Bereich. So gibt es in der EU und damit auch in Deutschland aktuell keine verbindlich gesetzlich festgelegten Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM). Zwar ist dies seit 2002 vorgesehen, jedoch fehlen einheitliche EU-Regelungen. Hersteller orientieren sich meist an unverbindlichen Höchstmengenvorschlägen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Diese bilden einen sicheren Zufuhrbereich ab: Die untere Grenze bildet der Referenzwert, in diesem Fall auch häufig als RDA (recommended daily allowance, empfohlene Tageszufuhr) bezeichnet. Nach oben wird der Bereich durch die tolerierbare Tageszufuhr (UL, upper tolerable intake level) begrenzt. Die Differenz aus der UL und der Zufuhr über die Ernährung plus einem Unsicherheitsfaktor bildet die ADI (acceptable daily intake, zulässige tägliche Aufnahmemenge)

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