Endometriose: Eine von zehn
7 Minuten 100 Punkte
- 1Lernziele
- 2Endometriose im Überblick
- 3Hellhörig werden & beraten
- 4Multimodale Schmerztherapie
- 5Weitere Optionen
- 6Kinderwunsch
- 7Abschlussquiz
01. August 2026
Welche Therapien helfen außerdem bei Endometriose?
Die Schmerztherapie ist wichtig für die Betroffenen, weil sie ihnen viel Leidensdruck nimmt. Doch sie lindert nur Symptome. Zwei weitere Optionen gibt es bei Endometriose:
- Hormone, um den Östrogen-Spiegel zu senken und so die Zellteilung der Endometriumzellen zu verlangsamen
- Operationen, um Verwachsungen zu lösen und weitere Organschäden durch Endometriose-Herde zu verhindern
Hormontherapie bei Endometriose
Östrogen fördert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und auch der Endometriose-Herde, die ja aus verwandten Zellen bestehen. Deshalb verordnen Gynäkolog*innen bei Endometriose oft Hormontherapien: Sie senken den Östrogen-Spiegel. Ziel ist die Amenorrhö, also das Ausbleiben der Periodenblutung. Denn so bleiben die zyklischen Schmerzen aus und das Endometriumwachstum wird durchgehend unterdrückt.
Mittel erster Wahl sind Gestagene, vor allem Dienogest. Auch GnRH-Antagonisten, also Gegenspieler des Gonadotropin-Releasing-Hormons, kommen zum Einsatz, aber idealerweise nur, wenn die Diagnose Endometriose durch eine Laparoskopie bestätigt wurde. Sie unterdrücken die Hormonfreisetzung über die Hypophyse.
Zu den Mitteln zweiter Wahl gehören unter anderem kombinierte orale Kontrazeptiva, also die Mikropille, sowie GnRH-Agonisten. GnRH-Agonisten stimulieren die Hypophyse zwar eigentlich, mehr Hormone zu produzieren. Aber bei durchgehender Einnahme überstimulieren sie die Rezeptoren, es kommt zu einer Down-Regulation und die Hormonfreisetzung wird gesenkt oder blockiert.
Endometriose operieren
Eine Laparoskopie, auch Bauchspiegelung genannt, ist eine Schlüsselloch-Operation. Das heißt, durch kleine Einschnitte werden eine Kamera und das Operationsbesteck in den Bauchraum eingeführt. Es ist kein großer Schnitt nötig.
Wenn eine Endometriose operiert wird, dann in der Regel als Laparoskopie. Dabei ist das Ziel, Endometriose-Herde zu entfernen, vor allem, wenn sie Darm oder Blase befallen haben und in ihrer Funktion stören. Aber es können auch Verwachsungen gelöst werden.










