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WHO | Fälschungen

SICHERE ARZNEIMITTEL

Immer mehr Arzneimittelfälschungen tauchen weltweit auf. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass der Fälschungsanteil der über illegale Internetversender verkauften Medikamente bereits heute bei 50 Prozent liegt.

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Erfreulicherweise zählt die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu den sichersten weltweit. Bislang sind in Apotheken nur vereinzelte Arzneimittelfälschungen aufgetaucht. In zwölf Jahren – von 1996 bis Anfang 2008 – registrierte das Bundeskriminalamt (BKA) nur 38 Fälle von Arzneimittelfälschungen in der legalen Verteilerkette vom Arzneimittelhersteller über den pharmazeutischen Großhandel bis zur Apotheke in Deutschland. Zur Häufigkeit von Arzneimittelfälschungen weltweit und in illegalen Vertriebswegen, siehe "Faktenblatt Arzneimittelfälschungen" (regelmäßig aktualisiert). Das Fälschen von Arzneimitteln ist für Kriminelle lukrativ: Gefälschtes Viagra® ist teurer als Kokain. Auf dem Schwarzmarkt kostet ein Kilogramm an Plagiaten des Lifestyle-Arzneimittels Viagra® durchschnittlich 90.000 Euro. Ein Kilogramm Kokain kostet geschätzte 65.000 Euro, Heroin 50.000 Euro, Marihuana 8.000 Euro und Ecstasy 1.300 Euro. Wer Arzneimittel fälscht, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden (§95 und §96 Arzneimittelgesetz).

Im Vorfeld des Deutschen Apothekertages veranstaltete die ABDA am 16. September 2017 zum Thema „Arzneimittelsicherheit: Fälschungen in Apotheken verhindern“ eine Pressekonferenz. Die Pressemappe und weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: ABDA

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