Ein Kleinkind in einem Hochstuhl erhält Fiebersaft aus einer Spritze.
Vor allem kleine Kinder und Kunden mit Schluckbeschwerden sind auf Saft und Zäpfchen angewiesen. © ronstik / iStock / Getty Images Plus

DAC/NRF | Fiebersaft

NEUE REZEPTURTIPPS FÜR PARACETAMOL

Das Neue Rezeptur-Formularium hat kurzfristig Hinweise herausgegeben, nach denen Apotheken Paracetamolsäfte und -zäpfchen in Kinderdosis herstellen dürfen. So können Sie auf die gestiegene Nachfrage während der Coronapandemie reagieren.

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Für das schmerzstillende und fiebersenkende Arzneimittel Paracetamol bestehen weiterhin Lieferengpässe. Gleichzeitig haben die Angst vor dem Coronavirus undFalschmeldungen über Ibuprofen zu einer gestiegenen Nachfrage nach Paracetamol geführt. In den Apotheken sollte genauabgewogen werden, welche Kunden die verbliebenen Bestände erhalten. Für mehr Handlungsspielraum hat das NRF kurzfristig neue Formeln veröffentlicht, mit denen Rezepturen für Saft und Zäpfchen zur Verfügung stehen.

Saft
"Mit relativ fein gepulverter Paracetamol-Rezeptursubstanz lassen sich Suspensionen einfach herstellen", heißt es im Rezepturtipp der Pharmazeutischen Zeitung. Das Pulver könne gut in die Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen DAC eingearbeitet werden, welche Sie über den Großhandel beziehen können. Falls kein pulverisiertes Paracetamol verfügbar ist, sei das Mörsern von Tabletten möglich.

Zäpfchen
Werden, besonders für kleine Kinder, Suppositorien benötigt, können Zäpfchen in Erwachsenendosis herunterverdünnt werden. Die genaue Herstellungstechnik und die Zusammensetzung der Grundlage finden sich im Rezepturhinweis.

Damit stehen den Apotheken, neben der Eigenherstellung vonDesinfektionsmittel, weitere Werkzeuge zum Ausgleichen von Lieferengpässen zur Verfügung. Die Rezepturherstellung hat sich während der Coronakrise als unerlässlicher Service der Vor-Ort-Apotheken erwiesen.

Gesa Van Hecke,
PTA und Redaktionsvolontärin

Quelle: Pharmazeutische Zeitung

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