Zecken
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Zecken: Vorbeugen und Nachsorgen

Borreliose und FSME sind nicht die einzigen Krankheiten, die Zecken an Menschen übertragen. Aber wie groß ist die Ansteckungsgefahr eigentlich wirklich? Hier lernen Sie, was Sie Ihren Kund*innen vorbeugend gegen Zeckenstiche empfehlen können und was, wenn es dann doch passiert ist.

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Wie gefährlich sind Zeckenstiche?

Zecken sind Parasiten. Sie saugen sich mit dem Blut von Menschen und Tieren voll, um sich davon zu ernähren. Im Blut können allerdings Krankheitserreger vorkommen, die sich zunächst auf die saugende Zecke übertragen und die sie dann mit dem nächsten Stich weitergibt. Wie groß ist das Risiko?

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen meint, die Gesundheitsgefahren durch Zecken halten sich in Grenzen. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenstich schwere und langfristige Schäden davonzutragen, ist sehr gering. Komplett ausgeschlossen sind solche Folgen aber nicht. Deshalb sollten wir uns von Frühjahr bis Herbst in freier Natur vor Zecken schützen.

Die beiden wichtigsten Erkrankungen, die durch Zeckenbisse entstehen, sind FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose. Eine Impfung schützt vor FSME, gegen Borreliose gibt es noch keine Schutzimpfung.

Laut Definition bewegen sich bei einem Biss Mundwerkzeuge aufeinander zu. Die Mundwerkzeuge der Zecke hingegen schneiden geradlinig in die Haut des Wirts. Außerdem nutzen Zecken einen Stechrüssel, um Blut zu saugen. Deshalb ist es ein Zeckenstich, kein Zeckenbiss.

Übrigens zapfen Zecken nicht gezielt ein Blutgefäß an, sondern reißen eine recht große Wunde auf. In diese sickert eine Mischung aus Blut, Lymphe und Zellflüssigkeit ein, die die Zecke dann trinkt. Deshalb nennt man Zecken Poolfeeder („Reservoir-Futterer“). Im Gegensatz zu Bremsen, die auch Poolfeeder sind, schmerzt ein Zeckenstich aber nicht. Das liegt daran, dass der Speichel der Zecke betäubende Bestandteile hat.

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