Finale

WER STECKT EIGENTLICH HINTER …

a tip: tap e.V. – ein Tipp: Leitungswasser – versteht sich als Klimaschutzinitiative, die für jedermann umsetzbar ist.

Seite 1/1 2 Minuten

Seite 1/1 2 Minuten

Man hört es überall: Wir produzieren zu viel CO2, zu viel Plastikmüll – aber was tun? Vielerorts werden diese Probleme thematisiert, aber nur selten werden alltagstaugliche Lösungen aufgezeigt. Der Berliner Verein a tip: tap e.V. hingegen zeigt eine mögliche Lösung auf, die wirklich für jede/n umsetzbar ist, ja, mit der man sogar noch spart: Leitungswasser. Denn, wer Leitungswasser trinkt spart Plastikmüll, CO2, Ressourcen, Energie, Zeit, Geld und die nervige Schlepperei von Mineralwasserkisten. Noch dazu ist unser Leitungswasser von höchster Qualität, denn es ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands. „Leider wissen das nur die wenigsten und so hat sich der Konsum von Flaschenwasser seit den 1970-er Jahren mehr als verzehnfacht“, berichtet Samuel Höller, Vorstand von a tip: tap e.V.

In Flaschen abgefülltes Wasser wird aus Italien, Frankreich, sogar aus Fiji zu uns geliefert und produziert durch den Transport CO2 und durch die Verpackung Plastikmüll. „Dabei können wir stolz auf unser heimisches Trinkwasser sein und sollten das Privileg schätzen, dass es dank der Trinkwasserverordnung stets sauber und ohne Aufwand aus unserem Hahn kommt“, sagt Höller. Vor über zehn Jahren hat er deshalb zusammen mit acht Freund/innen den Verein gegründet. Während sie abends zusammensaßen und überlegten, wie man die Welt ein kleines bisschen besser machen könnte, geriet das Leitungswasserglas in ihr Blickfeld – vor ihrer Nase stehend, präsentierte sich eine so einfache wie simple Lösung: Leitungswasser ist gesund, ressourcenschonend, preiswert und klimaschonend.

Und so wurde ihr Motto: „Imagine a tip: tap e.V. – ein Tipp: Leitungswasser – versteht sich als Klimaschutzinitiative, die für jedermann umsetzbar ist. Wer steckt eigentlich hinter … Samuel Höller gründete vor über zehn Jahren zusammen mit acht Freund/innen den Verein „a tip: tap“ Seitdem machen sie sich stark für Leitungswasser. you could save the world by being cheap and lazy“. Zunächst vor allem in Berlin tätig, stießen sie damit auf viel Begeisterung: „Mittlerweile sind es allein über 40 Ehrenamtliche, die sich regelmäßig im Verein engagieren. Seit einigen Jahren werden wir außerdem mit unseren Aufklärungskampagnen sowie Bildungsangeboten für Kitas und Schulen durch öffentliche Gelder und Stiftungen gefördert. Darüber freuen wir uns natürlich ungemein und hoffen in den nächsten Jahren noch mehr Leitungswasserenthusiast/innen und Unterstützer/ innen für dieses wichtige Thema gewinnen zu können“, erzählt Höller.

Denn nachdem sie mit ihrem Pilotprojekt „Wasserkiez“ einen ganzen Kiez in Berlin-Kreuzberg leitungswasserfreundlich gemacht haben, werden sie mit ihrem Projekt „Wasserwende“ nun vom Umweltministerium gefördert. Gemeinsam mit lokalen Wasserversorgern wird bundesweit in zwölf sogenannten „Wasser-Quartieren“ durch Information und Aufklärung der Bürger/innen, Beratung von Unternehmen, Bildungsangeboten sowie der Schaffung von Trink-Orten (Auffüllstationen wie öffentliche Trinkbrunnen) die Trendwende hin zu einer leitungswasserfreundlichen Gesellschaft eingeläutet.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.atiptap.org 

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER APOTHEKE 11/19 auf Seite 162.

×