Zecken: Vorbeugen und Nachsorgen
8 Minuten 50 Punkte
- 1Lernziele
- 2Zeckenstich: gefährlich?
- 3Quick Facts: Borreliose
- 4Quick Facts: FSME
- 5Zeckenstiche vermeiden
- 6Zecken korrekt entfernen
- 7Zukunft der Zecke
- 8Abschlussquiz
01. August 2026
Wie wirkt sich der Klimawandel aus?
Durch die wärmeren Winter überleben in Deutschland vermehrt nicht-heimische Zeckenarten. Das RKI hat Auwaldzecken, Reliktzecken, Braune Hundezecken und Zecken der Gattung Hyalomma beobachtet.
In Asien verbreitet die Reliktzecke SFTS, schweres Fieber mit Blutungsrisiko. Hyalomma-Zecken können Krim-Kongo-Fieber übertragen, das beim Menschen innere Blutungen auslösen kann. Die Erreger oder Ansteckungen mit ihnen wurden in Deutschland bislang nicht nachgewiesen. Mit Fortschreiten des Klimawandels könnte sich das ändern.
ALSV: Neues Virus
In Europa gesellt sich zu Borreliose und FSME eine weitere Krankheit, die mit dem Zeckenstich übertragen wird. Neu ist sie nicht, weil invasive Zeckenarten sie tragen würden, sondern es handelt sich um ein neues Virus in heimischen Zecken.
Das Alongshan-Virus (ALSV) wurde erstmals 2017 in China entdeckt und kursiert mittlerweile auch in Europa: Es wurde zum Beispiel im Speichel von niedersächsischen Zecken nachgewiesen. In der Schweiz ist es sogar häufiger anzutreffen als FSME.
Fleischallergie nach Zeckenstich
In den USA entwickeln immer mehr Menschen eine Fleischallergie nach dem Stich der sogenannten Lone-Star-Zecke. Der Zeckenstich sensibilisiert sie, sodass sie allergisch auf Alpha-Gal reagieren (Galactose-α-1,3-galactose).
Die Zuckerart Alpha-Gal kommt in den meisten Säugetieren vor und kann sich in Fleisch und Fleischprodukten befinden.
Frage: Welche Reaktion nach einem Zeckenstich ist normal?
A. Eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle
B. Fieber
C. Eine leichte Rötung um die Einstichstelle, die nach wenigen Tagen von selbst verschwindet.
Antwort C ist korrekt.
Aber das wussten Sie sicherlich schon.
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