Zecken
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Zecken: Vorbeugen und Nachsorgen

Borreliose und FSME sind nicht die einzigen Krankheiten, die Zecken an Menschen übertragen. Aber wie groß ist die Ansteckungsgefahr eigentlich wirklich? Hier lernen Sie, was Sie Ihren Kund*innen vorbeugend gegen Zeckenstiche empfehlen können und was, wenn es dann doch passiert ist.

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Antwort B ist richtig,

Borrelien kommen im Mitteldarm der Zecke vor und es dauert eine Weile, bis sie von dort aus mit dem menschlichen Blutkreislauf in Kontakt kommen.


FSME im Überblick

Die zweite häufig von Zecken übertragene Krankheit ist FSME, eine Form von Hirn- oder Rückenmarkentzündung. Anders als bei den Borrelien geschieht die Übertragung schnell nach dem Biss, denn die Viren sitzen in den Speicheldrüsen der Zecken.

Die Infektion ist meldepflichtig. Oft verläuft sie ohne Symptome, sie kann aber auch hohes Fieber und grippeähnliche Symptome auslösen – allerdings in der Regel eine bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich, sodass viele Erkrankte nicht mehr an die Zecke als Auslöser denken.

Bei einem kleinen Teil der Infizierten schließt sich eine zweite Krankheitsphase an. Nach einer symptomfreien Zeit von bis zu einer Woche kommt es zu einer Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns oder des Rückenmarks. Bemerkbar macht sich das durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Ausfälle des Nervensystems. Bei schweren Verläufen kann es etwa zu Lähmungen an Armen oder Beinen oder zu Sprechstörungen kommen. Folgeschäden wie Konzentrationsprobleme können sich noch über mehrere Monate ziehen. Etwa ein Prozent der Erkrankten stirbt an der Erkrankung.

Deshalb ist in Risikogebieten die FSME-Impfung empfohlen. In diesen aktuell 183 Landkreisen tragen 0,1 bis 5 Prozent der Zecken das Virus. Menschen ab 40 Jahren haben ein höheres Risiko dafür, dass eine FSME-Erkrankung bei ihnen schwer verläuft. Medikamente, die gegen das Virus wirken, gibt es nicht. 

Für einen vollen Schutz sind drei Impfungen notwendig. Die zweite Dosis ist dabei 2 bis 12 Wochen nach der ersten dran, die dritte 5 bis 12 Monate nach der zweiten. Dann hält der Impfschutz mindestens drei Jahre.


Frage: Wie viele FSME-Impfungen benötigt man bis zum vollen Impfschutz?

A. 3
B. 2
C. Man benötigt jährliche Auffrischungen

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