Parasiten
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Parasiten: Schmarotzer am Menschen

Sie sind meist winzig, aber sie können großen Schaden anrichten: Parasiten wie Läuse, Würmer und Milben. Na, juckt es Sie schon? Hier lernen Sie, was Sie empfehlen können, wenn es wirklich juckt, und wie man den kleinen Schmarotzern vorbeugt.

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Veröffentlichung der Teilnahmebescheinigung:
01. November 2026

Was sind Parasiten eigentlich?

Parasitismus ist eine Lebensweise, bei der eine Art von einer anderen lebt. Ungefähr jedes zweite Lebewesen auf der Welt ist ein Parasit. Anders als bei einer Symbiose, bei der beide Lebewesen profitieren, gewinnt beim Parasitismus nur der Parasit, also der Schmarotzer. Der Wirt hingegen nimmt Schaden. Das muss für den Wirt nicht lebensbedrohlich sein.

Parasiten haben in der Regel einen bestimmten Endwirt. Bis sie ihn befallen, können sie sich auch auf oder in Zwischenwirten niederlassen. So ist zum Beispiel für den Fuchsbandwurm der Fuchs der Endwirt, kleine Nagetiere sind Zwischenwirte. Infiziert ein Mensch sich mit dem Fuchsbandwurm, ist er ein Fehlwirt.

Den Fehlwirt braucht der Parasit nicht für seine Entwicklung oder für sein Überleben. Deshalb ist er evolutionsbiologisch nicht darauf eingestellt, den Fehlwirt am Leben zu erhalten. Eine Fuchsbandwurm-Infektion verläuft beim Menschen (unbehandelt) in der Regel tödlich.

Schnelles Lexikon der Parasiten

🦟Ektoparasiten leben auf der Körperoberfläche – Beispiel: Flöhe
🦟Endoparasiten leben im Körperinneren – Beispiel: Bandwürmer
🦟Mikroparasiten sind winzig – Beispiel: Toxoplasma gondii
🦟Makroparasiten sind mit dem bloßen Auge erkennbar – Beispiel: Läuse
🦟Temporäre Parasiten schmarotzen nur kurz – Beispiel: Stechmücken
🦟Periodische stationäre Parasiten verlassen den Wirt nach einer bestimmten Lebensphase – Beispiel: Großer Leberegel
🦟Permanente stationäre Parasiten bleiben ihr Leben lang beim/im Wirt – Beispiel: Krätzmilben

Warum ist dieses Wissen in der Praxis wichtig?

Wenn wir verstehen, wie groß der Parasit ist, wie er lebt und wie er sich ernährt, können wir einschätzen, welche Arzneimittel gegen ihn wirken und wie wir uns vor ihm schützen können.

Wenn wir wissen, ob der Mensch der Endwirt, Zwischenwirt oder Fehlwirt ist und auf welche Weise der Parasit zum Endwirt gelangt, verstehen wir, welchen Schaden der Parasit beim Menschen anrichtet oder welche Krankheiten er auslöst.

Wenn wir den Lebenszyklus des Parasiten kennen, wissen wir, in welcher Entwicklungsphase wir ihn mit Arzneimitteln bekämpfen müssen.

Welche Schäden können Parasiten anrichten?

Parasiten können mit ihren Haftorganen oder Mundwerkzeugen mechanische Schäden anrichten, etwa, wenn sie Gänge durch den Körper fressen. Andere übertragen Bakterien oder Viren und lösen so Infektionen aus. Wieder andere konkurrieren mit dem Wirt um Nährstoffe, sodass der Wirt einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel entwickelt oder sogar verhungert.

Auf den kommenden Seiten werfen wir einen Blick auf typische Beratungsfälle zu Parasiten. Flöhe und Wanzen etwa spielen heute beim Menschen eine eher untergeordnete Rolle.

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