Parasiten
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Parasiten: Schmarotzer am Menschen

Sie sind meist winzig, aber sie können großen Schaden anrichten: Parasiten wie Läuse, Würmer und Milben. Na, juckt es Sie schon? Hier lernen Sie, was Sie empfehlen können, wenn es wirklich juckt, und wie man den kleinen Schmarotzern vorbeugt.

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Veröffentlichung der Teilnahmebescheinigung:
01. November 2026

Antwort C ist richtig,

Kopfläusebefall ist eine ansteckende Infektionskrankheit und wird über direkten Kontakt übertragen. Läuse können weder springen noch fliegen noch auf Haustieren überleben.  


Würmer

Würmer leben vor allem im Darm von Tieren, doch auch der Mensch kann sich mit Würmern infizieren. Wurmeier werden mit dem Kot ausgeschieden und bleiben, je nach Wurmart, monatelang infektiös – sie finden sich fast überall in der Erde. Auch über das Fell von (Haus-) Tieren kann der Mensch sich anstecken. Allerdings sind nur wenige Wurmarten für Menschen gefährlich.

Madenwürmer

Der häufigste Wurm bei Kindern ist der Madenwurm. Kinder infizieren sich meist beim Spielen über Erde oder Sand, indem sie Wurmeier verschlucken. Aber auch Salatblätter können befallen sein. Im Dickdarm entwickeln die Eier sich zu ausgewachsenen Würmern, die sich fortpflanzen. Befruchtete Wurmweibchen wandern dann nachts in Richtung After und legen dort ihre Eier in Hautfalten ab – denn sie benötigen Luftsauerstoff zur Entwicklung. Die Eier am After lösen starken Juckreiz aus, die Würmer im Darm können außerdem zu Bauchschmerzen führen.

Um herauszufinden, ob es einen Parasitenbefall gibt, sollten Eltern genau hinschauen, ob sich eventuell kleine Würmer (bis zu 13 Millimeter) in der Windel oder der Unterhose befinden – und einen Klebestreifen-Test machen. Dabei drücken sie einen kleinen Streifen Klebefilm kurz auf den Bereich rund um den After, packen ihn in eine Tüte oder ein verschlossenes Glas hinein und nehmen ihn mit in die Kinderarztpraxis. Dort wird der Streifen auf einen Objektträger geklebt und unter dem Mikroskop betrachtet.

Unangenehm, aber meist harmlos

Der Befall kann zwar unangenehm sein, ist in der Regel jedoch harmlos. Trotzdem ist er kein Fall für die Selbstmedikation. Behandelt wird mit Anthelmintika wie Albendazol, Mebendazol und Pyrantel. Eine Reinfektion ist häufig, deswegen wird die Behandlung meist nach zwei Wochen wiederholt. Oft sind auch die Familienmitglieder und enge Kontaktpersonen infiziert, sie sollten mitbehandelt werden.

Hygieneregeln gegen erneuten Befall

Die Eier der Würmer bleiben bei den richtigen Bedingungen bis zu drei Wochen infektiös. Von den Händen der Kinder oder beim Bettenaufschütteln gelangen sie an Türklinken, Handtücher, Spielzeug oder Kuscheltiere. Darum gilt es, Textilien bei 60 Grad zu waschen und Kinderzimmer sowie Toilette, Waschbecken, Armaturen, Türklinken und Plastikspielzeug gründlich zu reinigen.

Die Kinder sollten ihre Hände regelmäßig gründlich waschen und die Fingernägel kurz geschnitten haben. Trägt der Nachwuchs noch Windel, sollte man ihn möglichst eng wickeln, damit er sich nicht während des Schlafes wieder im Intimbereich kratzt und die Wurmeier wieder an die Hände gelangen.

Andere Würmer

Mit Spulwürmern infiziert der Mensch sich über infizierte Nahrungsmittel oder Wasser. Sie werden bis zu 40 Zentimeter lang und gelangen vom Dünndarm über die Blutbahn in andere Organe. Infektionen werden mit Albendazol, Mebendazol und Pyrantel behandelt.

Endwirte für den nur wenige Millimeter großen Fuchsbandwurm sind der Fuchs und andere Fleischfresser wie Marder, gelegentlich Hunde oder Katzen. Der Mensch infiziert sich durch die Aufnahme der Eier, beispielsweise über kontaminierte Waldfrüchte. Die Infektion kann beim Menschen eine schwere Leberkrankheit auslösen. Wird der Befall früh erkannt, kann das Gewebe, in dem die Wurmlarven sitzen, chirurgisch entfernt werden. Außerdem müssen mindestens zwei Jahre lang Albendazol oder alternativ Mebendazol eingenommen werden. Doch aufgrund der sehr langen Inkubationszeit (bis zu 15 Jahre) fällt die Infektion meist erst spät auf. Die Betroffenen müssen die Arzneimittel dann lebenslang einnehmen. Die Erkrankung endet oft tödlich.


Frage: Wann tritt der Juckreiz am Po bei Madenwürmern typischerweise auf?

A. Nach dem Essen
B. Nachts
C. Morgens

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