Gelenkschmerz hat viele Gesichter
20 Minuten 1 Punkte
- 1Überblick & Lernziele
- 2Entzündung oder Verschleiß?
- 3Arthritis & Arthrose im Detail
- 4Schmerz verstehen
- 5Gelenkschmerz behandeln
- 6Ergänzende Optionen
- 7Lernerfolgskontrolle
01. November 2026
Brennend, stechend, ziehend, dumpf – Schmerzen können ganz unterschiedlich wahrgenommen werden. Das gilt auch für Gelenkschmerzen bei Arthrose und rheumatoider Arthritis. Manche Betroffene berichten vor allem über dumpfe Gelenkschmerzen, die bei Bewegung oder körperlicher Aktivität zunehmen. Andere leiden unter anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden, bei denen Belastung nicht immer eine Rolle spielen muss.
Die Schmerzen müssen aber nicht dumpf sein, sie können sich auch brennend, elektrisierend oder einschießend äußern und von Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen begleitet sein. Die verschiedenen Schmerzqualitäten liefern häufig bereits wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Ursache und die an der Schmerzentstehung beteiligten Mechanismen.
Lernziele
Lernen Sie in dieser von der Bundesapothekerkammer akkreditierten Fortbildung unter anderem
- die Physiologie des Schmerzes kennen,
- wie sich nozizeptive Schmerzen von neuropathischen Schmerzen unterscheiden,
- bei welchen Krankheitsbildern neuropathische Schmerzkomponenten typisch sind,
- Hinweise und Details von Arthrose und rheumatoider Arthritis kennen,
- welche Therapieoptionen bei diesen Erkrankungen bestehen und
- wie wichtig begleitende Lebensstilmaßnahmen für den Therapieerfolg sind.
Lange Zeit wurden die auftretenden Schmerzen bei Arthrose und rheumatoider Arthritis ausschließlich als Schmerzen verstanden, die auf Gelenkzerstörungen und Entzündungsprozesse zurückzuführen sind. Inzwischen ist jedoch bekannt, dass der Schmerz bei beiden Erkrankungen komplexer ist als lange angenommen. Es können auch Veränderungen oder Schädigungen des Nervensystems eine Rolle spielen, die bei der Behandlung berücksichtigt werden müssen.
Für die Beratung in der Apotheke und die Auswahl geeigneter Therapieoptionen ist es daher wichtig, unterschiedliche Schmerzformen zu kennen und voneinander abzugrenzen. Neben klassischen Schmerzmitteln können auch andere Substanzen oder Maßnahmen eine gute Empfehlung sein.











