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Aufklärungsbedarf bei Mundtrockenheit

DIE WECHSELJAHRE SIND IN ALLER MUNDE – ABER WAS, WENN DER MUND TROCKEN BLEIBT?

Die Wechseljahre sind nicht nur zunehmend Thema in der öffentlichen Diskussion, sondern auch immer häufiger Beratungsthema in der Apotheke. Während Beschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen breit kommuniziert werden, bleibt eine Beschwerde häufig unbeachtet – obwohl fast jede dritte Frau betroffen ist: Mundtrockenheit.

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Eine repräsentative YouGov-Umfrage1 im Auftrag von TePe belegt:

  • 75 Prozent der 2.050 befragten Frauen wissen nicht, dass hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren Auswirkungen auf die Zahn- und Mundgesundheit haben können.
  • 96 Prozent der Frauen, die angaben in den Wechseljahren oder darüber hinaus zu sein, berichten von Beschwerden im Mundraum während der Wechseljahre.
  • 32 Prozent dieser Frauen, erleben Mundtrockenheit.
  • 45 Prozent der Frauen, die die Wechseljahre bereits hinter sich haben oder aber noch in den Wechseljahren sind, haben ihre Mundpflege angepasst und 25 Prozent nutzen seither Interdentalbürsten.

85 Prozent der Gesamtbefragten sagen, dass sie keine zahnärztliche Aufklärung über Risiken und Folgen der Wechseljahre für die Mundgesundheit erhalten haben

Hormonelle Veränderungen beeinflussen Mundgesundheit

Mundtrockenheit entsteht, wenn die Speichelproduktion vermindert oder die Speichelzusammensetzung verändert ist. Speichel ist essenziell für die Mundgesundheit: Er schützt Zähne und Schleimhäute, remineralisiert den Zahnschmelz, reinigt den Mundraum und erleichtert Sprechen, Schlucken und Schmecken.

Die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren beeinflusst die Schleimhäute des Körpers – einschließlich der Mundschleimhaut. Der sinkende Östrogenspiegel kann dazu führen, dass weniger Speichel produziert wird und die schützende Wirkung nachlässt. Die Folge: ein trockenes Gefühl, vermehrtes Durstempfinden und ein höheres Risiko für orale Infektionen und Erkrankungen wie Karies oder Gingivitis.

Beratungskompetenz in der Apotheke gefragt

Apotheken sind eine Anlaufstelle für Kundinnen mit Symptomen. Damit kommt dem pharmazeutischen Personal eine wichtige Rolle zu: Beschwerden frühzeitig erkennen, gezielt ansprechen und passende Unterstützung anbieten. Hinweise auf Mundtrockenheit zeigen sich oft indirekt – etwa durch Nachfragen nach Produkten gegen einen trockenen Mund, Klagen über empfindliche Schleimhäute, ein verstärktes Durstgefühl oder Schluckbeschwerden. Auch Begleitumstände wie Schlafstörungen, die Einnahme mehrerer Medikamente oder typische Wechseljahresbeschwerden können ein Signal sein, das Thema Mundgesundheit im Beratungsgespräch aufzugreifen.

Apotheken können gezielt unterstützen, indem sie:

  • über die Zusammenhänge von Wechseljahren und Mundtrockenheit aufklären,
  • auf die Bedeutung einer guten medikamentösen Einstellung aufmerksam machen,
  • auf eine ausgewogene Ernährung und die Reduktion von Zucker, Koffein und Alkohol hinweisen,
  • geeignete Zahnpflegeprodukte empfehlen, z. B. spezielle Zahnpasten für sensible Schleimhäute (z.B. TePe Pure™ Zahnpasta) oder Mundspülungen gegen Trockenheit (z.B. TePe Feuchtigkeitsspendende Mundspülung),
  • auf speichelstimulierende Präparate wie Gele oder Sprays hinweisen (z.B. TePe Feuchtigkeitsspendendes Mundspray),
  • sanfte Interdentalbürsten für eine schonende tägliche Pflege anbieten (z.B. TePe Interdentalbürsten Extra Soft).

So können Apotheken eine Versorgungslücke schließen und Betroffenen niederschwellige Hilfestellung geben, Vertrauen schaffen und Kundinnen durch persönliche Ansprache in ihrer Gesundheitskompetenz stärken.


Quellen:

1 YouGov Befragung unter 2.050 Frauen zwischen 35 und 65 Jahren (35 – 44 Jahre: 626 Frauen; 45 – 54 Jahre: 517 Frauen, 55 Jahre und älter: 907 Frauen). Feldzeit: 11.12.-13.12.2024

Alle hier genannten Zahlen entstammen aus der hier zitierten YouGov Befragung.

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