Vitamin D: Beratungswissen kompakt
8 Minuten 50 Punkte
- 1Lernziele
- 2Vitamin oder nicht?
- 3Vitamin D im Körper
- 4Mangel: Risikogruppen
- 5Die richtige Dosis
- 6Das passende Produkt
- 7Tipps zur Einnahme
- 8Abschlussquiz
01. Februar 2027
Wie viel Vitamin D braucht der Mensch?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt an: Angenommen, ein Mensch produziert gar kein eigenes Vitamin D, dann müsste er täglich 800 Internationale Einheiten (I. E.) zu sich nehmen. Der Wert gilt für Kinder ab einem Jahr und Erwachsene. Das reicht aus, um die Blutwerte an 25(OH)D auch ohne Sonnenbad über 50 nmol/l zu bringen.
Wie viel Vitamin D eine Person tatsächlich einnehmen sollte, hängt von der Sonnenexposition, der Ernährung, dem Bedarf durch den Lebensstil und das Körpergewicht ab. Außerdem spielt eine Rolle, ob bereits ein Mangel vorliegt und falls ja, wie gravierend. In der Praxis haben sich Präparate mit 1000 I. E. durchgesetzt. Diese können Sie bedenkenlos empfehlen.
Nicht zu viel!
Höhere Dosen sollten nur individuell anhand laborgesicherter Blutspiegel eingenommen werden, sonst drohen auf Dauer Nierensteine oder eine Nierenverkalkung. Manchmal verordnen Ärzt*innen anfangs 4000 I. E. täglich über einen festgelegten Zeitraum, um sehr niedrige Serumspiegel schnell aufzusättigen. In manchen Fällen werden sogar 20000 IE täglich für sieben bis zehn Tage angeordnet. Danach wird auf eine Erhaltungsdosis reduziert.
Zur Orientierung: Die tolerierbare obere Aufnahmemenge (Tolerable Upper Intake Level; UL) ist die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen, die langfristig täglich aus allen Quellen (Ernährung plus Supplemente) zugeführt werden kann, ohne dass gesundheitliche Konsequenzen drohen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) legt diesen Wert fest. Er ist quasi die sichere Höchstmenge. Für Vitamin D liegt er bei 4000 I. E. pro Tag für Erwachsene, Schwangere und Stillende. Für Kinder zwischen einem und zehn Jahren sind es 2000 I. E.
Die EFSA hat die UL für Vitamin D 2023 neu bewertet – es blieb bei den schon bekannten Mengen von 4000 beziehungsweise 2000 I. E.
Wer langfristig mehr als die UL zu sich nimmt, riskiert eine Hypervitaminose. Dabei kommt es zur Nierenverkalkung, Sarkoidose, Muskelschwäche oder Schilddrüsenfehlfunktionen. Es wird vermehrt Calcium aus den Knochen ausgelagert; sie werden brüchig – und die erhöhten Calcium-Blutspiegel können zum Koma führen.
Frage: Welche tägliche Vitamin-D-Menge ist für Erwachsene sinnvoll und unbedenklich?
A. 800 bis maximal 2000 mg
B. 20000 I. E.
C. 800 bis maximal 4000 I. E.











