Vitamin D
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Achtung! Fertig? Schlau!

Vitamin D: Beratungswissen kompakt

Zwischen „Vitamin D kann der Körper selbst bilden“ und „Im Winter sollte jede*r Vitamin D einnehmen“: Wie steht es um die Versorgung in Deutschland? Welchen Kund*innen können Sie proaktiv Vitamin D empfehlen, und sollte es ein Mono- oder Kombipräparat sein? Machen Sie sich schlau!

8 Minuten 50 Punkte

Antwort C ist richtig,

die sinnvolle tägliche Aufnahmemenge bewegt sich zwischen der Empfehlung der DGE von 800 I. E. Tagesbedarf, um einen Mangel zu verhindern, und der UL der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit von 4000 I. E., über die hinaus eine Hypervitaminose droht.


Mono- oder Kombi-Präparat?

Die wenigsten Kund*innen kommen mit einer ärztlichen Verordnung über ein bestimmtes Produkt ins Beratungsgespräch – viel eher fragen sie selbst nach einem bestimmten Präparat, das sie aus der Werbung kennen, oder sie wünschen sich allgemein Ihre Empfehlung zur besten Nahrungsergänzung.

Hier ist Ihr Beratungsgeschick gefragt – natürlich nehmen wir Kund*innenwünsche ernst, gerade bei Vitamin D sind aber vor der Empfehlung einige wichtige Punkte zu klären. Vor allem in Bezug auf Kombinationspräparate mit weiteren Mikronährstoffen.

Was spricht für Kombinationspräparate?

Geht es nicht um einen spezifischen Nährstoffmangel, sondern um eine Indikation, kann es sinnvoll sein, außer Vitamin D weitere Mikronährstoffe zu ergänzen. Etwa um das Immunsystem zu stärken oder für die Knochengesundheit. Ihre Kund*innen müssen dann weniger Tabletten schlucken, außerdem kosten Multivitamin-Präparate in der Regel weniger als mehrere Monopräparate.

Beratungstipp: Wer einen gesicherten Vitamin-D-Mangel ausgleichen will, ist mit einem Monopräparat am besten bedient, weil das Vitamin hier passend dosiert ist.

Was spricht gegen Kombinationspräparate?

Mikronährstoffkombinationen enthalten ihre einzelnen Bestandteile klassischerweise nur in Höhe der Referenzwerte der DGE. Diese Dosierungen sollen bei gesunden Menschen Mängel verhüten. Sie sind nicht ausreichend, um bestehende Mängel auszugleichen. Ihre Kund*innen nehmen also möglicherweise nicht genug Vitamin D ein, wenn sie auf ein Multivitaminpräparat zurückgreifen.

Beratungstipp: Fragen Sie beim Wunsch nach Nahrungsergänzungsmittel immer, ob ihre Kund*innen es vorbeugend einnehmen oder gezielt einen diagnostizierten Mangel ausgleichen möchten.

Andererseits sind auch Überdosierungen und gefährliche Hypervitaminosen möglich. Speziell, wenn jemand gleich mehrere Nahrungsergänzungsmittel anwendet. Bei Vitamin D kann das passieren, wenn besonders gesundheitsbewusste Kund*innen gleichzeitig mehrere Präparate einnehmen, um ihr Immunsystem, den Haarwuchs und die Muskelfunktion zu unterstützen. Oder wenn Osteoporose-Betroffene ärztlich bereits eine Calcium-Vitamin-D-Kombination verordnet bekommen haben und in der Infektzeit zusätzlich ihre Abwehrkräfte mobilisieren wollen.

Beratungstipp: Beim Wunsch nach einem Kombinationspräparat oder wenn ein Rezept über ein Mikronährstoffpräparat eingelöst wird, fragen Sie am besten, ob Ihre Kund*innen bereits eigenständig Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

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