Mehr als Malassezia – neues Verständnis zweier Dermatosen
DIE TOPISCHE ANWENDUNG VON KETOCONAZOL (KETOZOLIN® 2 % SHAMPOO) BLEIBT DER GOLDSTANDARD: 4+1-WIRKUNG BEI KLEIENPILZFLECHTE UND SEBORRHOISCHER DERMATITIS
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Die seborrhoische Dermatitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die insbesondere talgdrüsenreiche Areale betrifft – darunter Kopfhaut und Gesicht, Schweißrinnen auf Brust- und Rücken sowie den Genitalbereich. Typische Symptome sind Juckreiz sowie sichtbare, entzündete Stellen mit mehr oder weniger stark haftenden Schuppen.4 Etwa 3-10 % der Bevölkerung sind betroffen.5
Die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) ist eine häufige, nicht-entzündliche und nicht von Mensch zu Mensch übertragbare oberflächliche Hautmykose. Das lateinische „versicolor“ – „buntfarbig“, „schillernd“ oder „schimmernd“ – verweist auf die klinisch sichtbare Hypo- und Hyperpigmentierung der Epidermis. Bis zu 4 % der Erwachsenen in unseren Breiten sind betroffen.4
Multifaktoriell, aber therapeutisch gut adressierbar
Lange Zeit galt der Hefepilz der Gattung Malassezia als alleinige Ursache beider Dermatosen. Aktuelle Publikationen zeigen jedoch, dass der Hefepilz zwar ein wichtiger Trigger bleibt, das Krankheitsgeschehen aber deutlich vielschichtiger ist. Beide Erkrankungen werden daher 2 zunehmend als multifaktoriell verstanden; insbesondere die SD wird dabei als Entzündungskrankheit eingeordnet.1,2,3 Der etablierte therapeutische Ansatz mit Ketoconazol bewährt sich weiterhin: Das pharmakologische Profil des Wirkstoffs adressiert gezielt mehrere der zentralen pathophysiologischen Mechanismen beider Dermatosen.
Die 4+1-Wirkung von Ketozolin® 2 % Shampoo – bewährter Therapiestandard

schuppenlösend und juckreizlindernd und kann darüber hinaus präventiv eingesetzt werden, um
einem Rückfall vorzubeugen.
1. Antimykotische Wirkung:
Ketoconazol reduziert die Malassezia-Kolonisation effektiv bereits ab der ersten Anwendung.6 Der Wirkstoff setzt gezielt am pilzlichen Enzym Lanosterol-14- α-Demethylase an – einem essenziellen Schritt in der Ergosterolsynthese. Durch dessen Hemmung sinkt der Ergosterolspiegel in der Pilzzellmembran, während toxische Sterolzwischenstufen akkumulieren. Die daraus resultierende gestörte Membranpermeabilität beeinträchtigt den Nährstofftransport und hemmt das Pilzwachstum. Hefepilze der Gattung Malassezia reagieren dabei besonders sensitiv auf Ketoconazol.7,8
2. Antientzündliche Wirkung:
Die Entzündung nimmt durch die zurückgedrängte Pilzinfektion ab.4 Darüber hinaus entfaltet Ketoconazol direkte antientzündliche Eigenschaften: Es hemmt u.a. den Lipoxygenase-Weg (5- Lipoxygenase) und reduziert dadurch die Bildung proinflammatorischer Leukotriene wie LTB4. Dies unterstützt die Wirksamkeit bei der Behandlung der seborrhoischen Dermatitis.7,8,9,10
3. Schuppenlösende Wirkung:
Ketozolin® 2 % Shampoo wirkt schuppenlösend auf zwei Ebenen: Die enthaltenen waschaktiven Hilfsstoffe (Tenside) lösen Schuppen ab und entfernen überschüssiges Fett von der Haut. Darüber hinaus kann Ketoconazol in der Haut den Cytochrom-P450-vermittelten Abbau von Retinoinsäure hemmen. Dadurch können die lokalen Retinoinsäurespiegel ansteigen. Da Retinoinsäure die Ablösung abgestorbener Hautzellen fördern kann, trägt dieser Mechanismus vermutlich zusätzlich zur schuppenreduzierenden Wirkung bei.7,11
4. Juckreizlindernde Wirkung:
Der Juckreiz kann rasch reduziert werden. Das ist einerseits Folge der reduzierten Malassezia- Besiedelung: Weniger Lipaseaktivität des Hefepilzes führt zu weniger irritativen Metaboliten, was die Entzündungsreaktion und damit den Juckreiz vermindert.4 Andererseits kann die Hemmung von 5-Lipoxygenase und damit einer verringerten Leukotrienbildung auch effektiv zur Linderung von Pruritus beitragen.7,8,9
5. + 1 präventive Wirkung:
Ketoconazol kann auch vorbeugend eingesetzt werden. Durch die regelmäßige Anwendung und die damit verbundene langfristige Kontrolle des Pilzwachstums lässt sich das Kopfhautmilieu normalisieren und die Barrierefunktion stabilisieren. Damit eignet sich Ketozolin® 2 % Shampoo zur Langzeitprophylaxe und schützt so effektiv vor einem erneuten Krankheitsschub, etwa dem Wiederauftreten einer seborrhoischen Dermatitis.8,12
Beratungswissen: Anwendung klar erklären
Für den Beratungserfolg entscheidend ist die richtige Anwendung. Empfehlen Sie Ihren Kundinnen und Kunden:
Bei seborrhoischer Dermatitis:
- 2-mal wöchentlich in feuchtes Haar und Kopfhaut einmassieren
- 3-5 Minuten einwirken lassen, dann gründlich ausspülen
- Behandlungsdauer: 2-4 Wochen
- Zur Prophylaxe: alle 1-2 Wochen über 3 bis 6 Monate
Bei Kleienpilzflechte:
- Täglich an maximal 5 aufeinanderfolgenden Tagen auf die betroffenen Bereiche auftragen
- Zur Prophylaxe vor dem Sommer: 1-mal täglich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen
Wenn trotz regelmäßiger Anwendung von Ketozolin® 2 % Shampoo keine Besserung eintritt, sollte ein Arztbesuch empfohlen werden. Darüber hinaus gilt: An den betroffenen Hautstellen sollte möglichst wenig Schweiß oder sonstige Feuchtigkeit verbleiben.
Jetzt anfordern: Ketozolin® 2 % Shampoo Servicematerialien Um betroffene Kundinnen und Kunden einen Ratgeber an die Hand zu geben, kann eine Patientenbroschüre rund um Ketozolin® 2 % Shampoo und Schuppenstress & Juckreiz per E-Mail (service@dermapharm.de) oder über folgende Bezugsadresse bestellt werden: Dermapharm AG, Lil-Dagover-Ring 7, 82031 Grünwald.

Literatur
1 Navarro Triviño FJ et al. Biomedicines. 2025;13(10):2458
2 Umar Z et al. Journal of Community Health Provision. 2026;6(1):27-45
3 Martínez-Ortega et al. Cureus. 2025;17(10):e95377
4 Nenoff et al. Hautarzt. 2015;66:465-486
5 Altmeyer P et al. 2026 https://www.altmeyers.org/de/dermatologie/seborrhoische-dermatitis-deserwachsenen- 1117, letzter Zugriff am 25. Juni 2026
6 Piérard-Franchimont C et al. Int J Cosmet Sci. 2003;25(6):267-271
7 Gupta et al. JEADV Clinical Practice. 2025;4:710-718
8 Khushboo et al. Journal of advance and future research. 2025;3(11)280-290
9 Beetens JR et al. Biochemical Pharmacology. 1986;35(6):883-891
10 Van Cutsem J et al. J Am Acad Dermatol. 1991;25(2 Pt 1):257-261
11 Duell et al. J Clin Invest. 1992;90:1269-1274
12 Tynes et al. Cureus. 2024;16(8):e67532












