Hallux Valgus
WAS TUN BEI FEHLSTELLUNGEN DER ZEHEN?
Seite 1/1 2 Minuten
Dass die eigenen FĂŒĂe nicht aussehen wie in der Werbung, weil einzelne Zehen auf Abwegen sind: Das können viele von uns ziemlich gut ignorieren â zumindest, solange nichts schmerzt. SchlieĂlich stecken die FĂŒĂe die meiste Zeit des Tages in Socken und Schuhen.
Doch was, wenn es an den Zehen bereits fiese Druckstellen gibt oder sie ingesamt schmerzen? Das ist ein Anlass, Àrztlich abklÀren zu lassen, was man gegen die krummen und schiefen Zehen unternehmen kann.
Was sind typische Fehlstellungen der Zehen?
- Hallux Valgus/Ballenzeh: Dabei neigt sich der groĂe Zeh in Richtung des FuĂauĂenrandes, so OrthopĂ€de Thomas Schneider von der Gelenkklinik Gundelfingen. Der Ballen sticht an der Innenseite des FuĂes deutlich hervor.
- Schneiderballen: Hier ist es quasi andersherum: Der kleine Zeh neigt sich zur Innenseite des FuĂes, der FuĂballen an der AuĂenseite tritt deutlich hervor.
- Hammerzeh und Krallenzeh: Dabei handelt es sich um Verformungen von Zehen, sie sind gekrĂŒmmt. Ăbrigens: Krallen- oder Hammerzeh begleiten oft einen Hallux Valgus.
Woher kommen diese Fehlstellungen?
Oft ist falsches Schuhwerk der Auslöser dafĂŒr, so Thomas Schneider. Sind die Treter zu eng und zu kurz, werden die Zehen eingeengt â das kann auf Dauer Verformungen begĂŒnstigen. Hohe AbsĂ€tze verschĂ€rfen das Problem noch. Auch genetische Veranlagung, UnfĂ€lle und bestehende FuĂfehlstellungen wie ein SpreizfuĂ können darauf Einfluss nehmen, wie die Zehen stehen.
Wie werden Fehlstellungen der Zehen behandelt?
Es kommt darauf an, wie weit sie bereits fortgeschritten ist. Ein Hallux Valgus lĂ€sst sich Schneider zufolge bis zu einem gewissen Stadium mit Einlagen und FuĂĂŒbungen behandeln. Bei einem Hammer- oder Krallenzeh können zusĂ€tzlich ZĂŒgelverbĂ€nde zum Einsatz kommen. Bessern sich die FuĂbeschwerden nicht und ist die Fehlstellung bereits fortgeschritten, fĂŒhrt oft kein Weg an einer Operation vorbei.
Was kann ich meinen FĂŒĂen Gutes tun?
Ein guter Anfang: Schuhe tragen, die den Zehen Spielraum, aber dennoch FĂŒhrung geben, rĂ€t OrthopĂ€de Schneider. Die Sohle sollte flach und flexibel sein, sodass ein natĂŒrliches Abrollen beim Gehen möglich ist. Wichtig sind auch eine griffige, rutschfeste Sohle und ein stabiler Fersenschaft â sie geben dem FuĂ Halt beim Laufen.
Mit kleinen Ăbungen kann man auĂerdem dafĂŒr sorgen, dass die FĂŒĂe beweglich bleiben und gut durchblutet werden. Der OrthopĂ€de rĂ€t, sich tĂ€glich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, um die Zehen zu strecken und die FĂŒĂe zu kreisen.
Quelle: dpa












