Sodbrennen schnell lindern
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- 1Lernziele
- 2Sodbrennen im Überblick
- 3Ursachen
- 4Therapieoptionen
- 5Neu: Gastrobin® protect
- 6Abschlussquiz
01. November 2026
Was kann einen Reflux auslösen?
Eigentlich ist die Speiseröhre, also der Ösophagus, vom Magen durch den unteren Ösophagussphinkter getrennt. Wie ein Ventil lässt er beim Schlucken Nahrung und Getränke in den Magen, im Ruhestand hingegen dient er als Barriere, um den Rückfluss des Mageninhalts in die Speiseröhre zu verhindern. Eigentlich.
Denn verschiedene Faktoren können diese Funktion behindern. Der Sphinkter ist nicht ein einzelnes Organ, sondern verschiedene Strukturen spielen zusammen.
- Hat seine spiralige Muskulatur einen zu geringen Tonus (z. B. altersbedingt), erschlafft der Sphinkter und schließt nicht richtig.
- Sind die Motilität des Magens und der Speiseröhre beeinträchtigt, wird Magensaft nicht effektiv in den Darm geleitet und die Speiseröhre transportiert schon aufgestiegenen Magensaft nur langsam zurück in den Magen.
- Trifft die Speiseröhre durch anatomische Besonderheiten nicht im richtigen Winkel auf den Magen, schließt der untere Ösophagussphinkter ebenfalls nicht richtig.
- Der untere Ösophagussphinkter verläuft durch eine Öffnung im Zwerchfell. Diese Öffnung wirkt dabei als mechanische Barriere zwischen Magen und Speiseröhre. Bei einem Zwerchfellbruch fehlt der stabilisierende Druck von außen und Teile des Magens schieben sich durch den Bruch, was einen Reflux begünstigt.
Auch ein erhöhter Druck auf den Magen und den unteren Ösophagussphinkter aus dem Bauchraum können dafür sorgen, dass der Sphinkter nicht richtig schließt. Etwa bei einer Schwangerschaft, bei Adipositas oder auch durch einengende Kleidung.
Beratungstipp: Einige Arzneimittel begünstigen Sodbrennen und saures Aufstoßen; wenn Kund*innen über Reflux klagen, hinterfragen Sie also, ob sie Medikamente einnehmen.
Lebensstil-Risiken
Auch die Ernährung und der Konsum von Genussmitteln beeinflussen das Reflux-Risiko. Große Mahlzeiten etwa, denn sie dehnen den Magen. Kaffee, Alkohol, Nikotin und stark gewürzte oder süße Lebensmittel regen die Magensäureproduktion an. Fettige Speisen und Alkohol entspannen den unteren Ösophagussphinkter. Und fettreiche oder schwer verdauliche Gerichte verweilen länger im Magen. Auch Stress begünstigt Reflux.
Schätzungsweise 37 Prozent der Reflux-Fälle können durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden6.
Beratungstipp: Im Liegen kann Magensaft leichter die Speiseröhre hinaufsteigen. Raten Sie Ihren Kund*innen mit Sodbrennen deshalb, sich nicht direkt nach dem Essen hinzulegen und zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen einen zeitlichen Abstand einzuplanen.











