Sodbrennen schnell lindern
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- 1Lernziele
- 2Sodbrennen im Überblick
- 3Ursachen
- 4Therapieoptionen
- 5Neu: Gastrobin® protect
- 6Abschlussquiz
01. November 2026
Sodbrennen behandeln
Sodbrennen beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen. Sie schlafen schlechter, wenn das Sodbrennen vor allem nachts auftritt. Sie meiden bestimmte Speisen oder Getränke aus Angst vor Sodbrennen. Heiserkeit und Schluckbeschwerden schränken sie weiter ein.
Um den Leidensdruck zu senken und um eine chronische GERD zu vermeiden, ist es also wichtig, das Sodbrennen frühzeitig und konsequent zu behandeln. Neben Lebensstil-Maßnahmen geht das über drei Wege: indem man verhindert, dass Magensäure gebildet wird, indem man vorhandene Magensäure neutralisiert oder indem man die Magensäure physikalisch daran hindert, in die Speiseröhre aufzusteigen.
Magensäure am Aufsteigen hindern
Alginate reagieren mit Magensäure zu einem schaumigen Gel, das auf dem Mageninhalt wie ein Deckel aufschwimmt. Diese Barriere hindert den sauren Speisebrei daran, in die Speiseröhre zu gelangen. In der Regel werden sie mit Antazida kombiniert.
Magensäure neutralisieren
Antazida wie Magaldrat, Hydrotalcit, Aluminium-Magnesium-Silicat oder Calcium- beziehungsweise Magnesiumcarbonat reagieren basisch mit der Magensäure und neutralisieren sie.
Magensäure-Entstehung blockieren
Zwei Wirkstoffgruppen hindern den Magen daran, Magensäure zu produzieren: H2-Antihistaminika wie Famotidin und Ranitidin haben im Vergleich zu Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol, Esomeprazol und Pantoprazol an Bedeutung verloren, weil sie ihnen unterlegen sind. H2-Antihistaminika blockieren die histaminvermittelte Säureproduktion.
Protonenpumpenhemmer (auch PPI für Protonenpumpeninhibitoren) sind Prodrugs. Sie gelangen über die Blutbahn in die Belegzellen der Magenschleimhaut und werden dort im sauren Milieu in ihre aktive Wirkform umgewandelt. Dann blockieren sie die H+-K+-ATPase der Belegzellen. Diese Protonenpumpe pumpt Kaliumionen in die Belegzellen hinein und Protonen aus den Zellen heraus ins Mageninnere. PPI blockieren die Protonenpumpe irreversibel, sodass sie keine H+-Ionen mehr für die Magensäure zur Verfügung stellen können.
Die galenische Herausforderung: Erst in den Belegzellen der Magenschleimhaut darf die aktive Wirkform der PPI ins saure Milieu gelangen. Geraten sie schon vorher, nämlich nach der Einnahme gleich im Magen, mit Säure in Kontakt, verlieren sie ihre Wirksamkeit. Deshalb werden sie in der Regel als magensaftresistente Arzneiformen angewendet.











