Organspendeausweis schrÀg© Martin-Lang / iStock / Getty Images Plus
Jeder, der einen Organspendeausweis besitzt, sollte ihn immer mit sich fĂŒhren.

Tag der Organspende

ORGANSPENDEAUSWEIS: DIESE 5 FAKTEN SOLLTEN SIE UNBEDINGT KENNEN

Viele Menschen tragen keinen Organspendeausweis bei sich – und ĂŒbersehen wichtige Details. Wir erklĂ€ren, warum die eigene Organspende Entscheidung gut dokumentiert sein sollte, welche Rolle das Alter spielt und was bei der Organspende im Ausland zu beachten ist.

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Kann ich mir vorstellen, Organe oder Gewebe zu spenden? Wer sich dieser Frage stellt, muss sich mit dem eigenen Tod beschĂ€ftigen – das tut niemand gern. Dabei ist es wichtig, eine Organspende Entscheidung zu treffen – und vor allem: sie festzuhalten.

Der Organspendeausweis dokumentiert den eigenen Willen und entlastet Angehörige im Ernstfall.

Fakt 1: Alternativen zum Organspendeausweis nutzen

Neben dem klassischen Organspendeausweis gibt es digitale Möglichkeiten: Im offiziellen Organspende-Register können BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ihre Organspende Entscheidung online dokumentieren. Das Register wird vom Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte betrieben.

Was braucht man dafĂŒr?

  • Personalausweis mit Online-Funktion oder elektronische Ausweisdokumente
  • Die AusweisApp
  • Krankenversichertennummer
  • E-Mail-Adresse

Auch in einer PatientenverfĂŒgung lĂ€sst sich die Organspende Entscheidung rechtssicher festhalten. Wichtig zu wissen: Ein Testament eignet sich nicht, da es zu spĂ€t geöffnet wird, um fĂŒr eine Organspende Entscheidung relevant zu sein.

Fakt 2: Organspende ab welchem Alter möglich ist

Das Transplantationsgesetz legt fest, dass Jugendliche ab 16 Jahren einen Organspendeausweis ausfĂŒllen dĂŒrfen. Ein Widerspruch zur Organspende Entscheidung ist sogar schon ab 14 Jahren möglich. Bei jĂŒngeren Kindern entscheiden die Eltern oder Sorgeberechtigten.

Fakt 3: Organspende Entscheidung jederzeit Àndern

Wer einmal eine Organspende Entscheidung getroffen hat, kann diese problemlos revidieren. Im Register lĂ€sst sich der Eintrag jederzeit aktualisieren. Beim Organspendeausweis sollte man den alten vernichten und einen neuen ausfĂŒllen – gĂŒltig ist immer die zuletzt dokumentierte Entscheidung.
 

Fakt 4: Organspendeausweis gehört ins Portemonnaie

Ein Organspendeausweis nĂŒtzt wenig, wenn niemand weiß, dass es ihn gibt. Darum rĂ€t die Informationsplattform „organspende-info.de“, den Ausweis stets mit sich zu fĂŒhren. Angehörige sollten ebenfalls ĂŒber die Organspende Entscheidung informiert sein.
 

Fakt 5: Organspende im Ausland – Vorsicht bei Reisen

Wer verreist, sollte seinen Organspendeausweis in einer Übersetzung in der Landessprache mitnehmen. FĂŒr die Organspende im Ausland gelten nĂ€mlich oft andere Regeln als in Deutschland. Beispiel: In LĂ€ndern wie Spanien, Frankreich oder Italien greift die Widerspruchslösung – dort ist jeder automatisch Spender oder Spenderin, wenn er oder sie nicht widersprochen hat. Die Organspende im Ausland richtet sich also immer nach dem Gesetz des jeweiligen Landes – unabhĂ€ngig von der Staatsangehörigkeit. Wer sicherstellen will, dass der eigene Wille berĂŒcksichtigt wird, sollte die Regeln kennen und seinen Organspendeausweis dabeihaben.

Quelle: dpa
 

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