Aufgestylt

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Gel, Wachs oder Haarspray. Mindestens eines dieser Produkte steht in so gut wie jedem deutschen Badezimmer. Ständig gibt es Neues, um Frau und Mann zu good hair days zu verhelfen.

Haare bekommen einiges geboten, um in Form zu kommen. Es wird geföhnt, hochgesteckt, geflochten oder mit Gel gearbeitet. Doch Sortimente für Stylingprodukte sind für viele Kunden ziemlich unübersichtlich. Zumal jedes Teil ein besonderes Versprechen auf der Packung trägt: ob Megavolumen, Powerhalt oder ultrastarke Looks. Runtergebrochen auf individuelle Wünsche des Verbrauchers zeigt sich, dass oft falsche Dinge verwendet werden. Damit Sie Kunden zielgerichtet beraten, finden Sie hier eine Übersicht, die hilft, genau das Richtige auszuwählen.

Allrounder Spray Der Klassiker und das bekannteste Stylingprodukt ist Haarspray. Es ist praktisch ein Finish nach vorherigem Styling. Schließlich will man die Mühe vom Föhnen, Glätten oder Kneten mit Spray fixieren. Es bietet Schutz vor Sonne, Wind und auch Regen, quasi mit Anti-Frizz-Effekt. Empfehlenswert ist es, Spray auf die Haarbeschaffenheit abzustimmen.

Für schwingende Stufenschnitte reicht ein Produkt mit normalem Festigkeitsfaktor. Für Hochsteckfrisuren eignen sich Sprays mit extra starkem Halt. Hier soll ja möglichst alles an Ort und Stelle bleiben. Moderne Formulierungen lassen die Frisur trotzdem weich und natürlich erscheinen und nicht wie einbetoniert.

Damit Haarspray seine Wirkung entfalten kann, aus einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern sprühen. Empfehlen Sie, in kreisförmigen Bewegungen zu arbeiten, so werden sämtliche Haare erreicht. Dann gut trocknen lassen und nicht mehr durchkämmen. Vor dem Schlafen mit einer Paddle Brush oder mit Tangle Teezer Spray richtig auskämmen. Tipps: Viele Produkte lassen die Frisur natürlich glänzen. Und was ist mit Haarlack? Er liegt im Hinblick auf die Festigungsstufe über herkömmlichem Spray. Er verleiht extremem Halt und lässt sich schwerer auskämmen.

Volumengeber Mousse und Schaumfestiger Nach Spray eines der am meisten verwendeten Stylingprodukte. Diese Allrounder geben Haaren eine Extraportion Volumen, können die Trockenzeit verkürzen und eine festigende Wirkung haben. Selbst mit Farbe sind sie erhältlich. Beispielsweise zum Auffrischen von blondem, rotem oder brünetten Haar. Praktisch: Um einen Gelbstich im blondierten Haar zu mildern, empfehlen Sie Schaumfestiger für graues Haar.

»Eine beliebte Paste ist Wachs. Wichtig: Nicht mit Gel verwechseln, was oft passiert.«

Äußerst strapazierte Häupter können durch ein Zuviel an Mousse oder Festiger schnell trocken werden, da in den meisten Produkten Alkohol enthalten ist. Hier wären Hitzeschutzlotionen oder Produkte mit zusätzlich pflegenden Bestandteilen sinnvoller. Bei diesen Volumengebern gilt: Klasse statt Masse. Praktisch reicht eine golfballgroße Menge, um Fülle und Stand ins Haar zu bringen. Entweder vom Ansatz bis zu den Spitzen ins feuchte Haar kneten oder aufs komplette Haupt geben und mittels grobzinkigem Kamm durchkämmen.

Hitzeschutz dank Föhnlotion Im Zuge von Glätt- und Kreppeisen, Lockenstab und oft zu heißem Föhnen haben Hersteller von Haarpflege entsprechende Produkte entwickelt. Auch wenn immer wieder empfohlen wird, mit Hitze im Haar sparsam umzugehen, sieht die Praxis meist leider anders aus. Heat Protecting Lotions schaffen Abhilfe: Sie werden ins handtuchtrockene Haar gesprüht. Dabei ummanteln sie jedes einzelne, um es vor starker Wärme zu schützen. Um die Lotion gleichmäßig im Haar zu verteilen, kopfüber, dann noch einmal von oben in die Haare sprühen, dann einen grobzinkigem Kamm verwenden.

Nichts für feine Haare: Wachs Eine beliebte Paste ist Wachs. Wichtig: Nicht mit Gel verwechseln, was oft passiert. Wachse verleihen Haaren eine Extraportion Geschmeidigkeit und Glanz. Feines oder sehr dünnes Haar sollte nicht eingewachst werden. Das macht es schwer, platt und strähnig. Besonders dicke und gelockte Haare sind für den Einsatz von Wachs ideal. Aber auch hier gilt: Qualität statt Quantität. Will heißen, dass eine erbsengroße Menge völlig ausreicht. Vor dem Einarbeiten ins Haar in den Handflächen gut verreiben, entweder mit flachen Händen über Haare streichen oder in einzelne Strähnen kneten.

Eine Mischung aus Gel und Wachs sind Matte-Pasten. Sie sind im Trend, da mit ihnen Wellen im Surfer-Look einfach möglich sind. Solche Pasten enthalten eine Mischung aus Fett und Alkohol. Die Paste wird in kleiner Menge, ähnlich wie bei Wachs, ins Haar geknetet, lässt sie matt und modellierbar erscheinen. Ähnlich ist der Effekt mit Salzwassersprays. Allerdings können beide Produkte Haare schnell austrocknen. Empfehlen Sie Kunden, die diese verwenden, Shampoo und Kuren für strapaziertes Haar.

Männerliebling: Gel Was wären Männerfrisuren ohne Gel? Dank unterschiedlicher Festigungsgrade von eins bis fünf, lässt sich das komplette Haar oder nur einzelne Strähnen sichtbar festigen. Da Gel auf Alkohol basiert, können auch hier Haare, ja auch Männerhaar, trocken werden. Geben Sie den Tipp, reichhaltiges Shampoo und mindestens einmal pro Woche eine Feuchtigkeitskur zu verwenden. Auch eine feuchtigkeitsspendende Leave-in Pflege, die ins nasse Haar massiert wird, schützt vor Trockenheit. Meist wird Gel bei Kurzhaarfrisuren verwendet. Eine haselnussgroße Menge reicht, um den Look zu perfektionieren.

Den Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 11/15 ab Seite 114.

Kirsten Metternich, Freie Journalistin

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