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PUREN Pharma GmbH & Co. KG | Hilfsaktion

PUREN PHARMA UNTERSTÜTZT INTENSIV DIE ARZNEIMITTELVERSORGUNG IN DER UKRAINE

Das Unternehmen PUREN Pharma hat in Zusammenarbeit mit dem Medikamentenhilfswerk action medeor e.V. und dem Logistikunternehmen Movianto Deutschland GmbH seit Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine erfolgreich über 700 000 Packungen Medikamente in die Ukraine gespendet. Um weiterhin auf die besorgniserregende humanitäre Versorgungssituation in der Ukraine aufmerksam zu machen, lud PUREN Pharma anlässlich einer internen Veranstaltung Vertreter von action medeor sowie einen Kontaktmann aus der Ukraine ein.

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„Die Menschen in der Ukraine dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Ganz besonders jetzt sind Arznei­mittelspenden sinnvoll und werden dringend benötigt“, betonte Christoph Bonsmann, Vorstandsmitglied von action medeor, im Rahmen des Townhall-Meetings von PUREN Pharma.

Dies bestätigte auch der live aus Ternopil/Ukraine zugeschaltete Kontaktmann Yuriy Dar: „Die Lage ist hier nicht besser geworden. Ganz im Gegenteil: Sie hat sich sogar verschlechtert. Gerade für chronische Kranke sind die Folgen der schlechten und schwierigen medizinischen Versorgung besonders gravierend.“ Hinzu komme, dass die humanitäre Unterstützung einschließlich der Spendenbereitschaft seit 2023 kontinuierlich zurück­gegangen sei. „Umso dankbarer sind wir für die beständigen Medikamentenspenden von PUREN Pharma“, betonte Herr Dar.

Gemeinsam mit dem Medikamentenhilfswerk action medeor die Ukraine unterstützen

„Wir sind stolz, dass wir mittlerweile 6 große Spendenlieferungen in die Ukraine bringen und damit einen wichtigen Beitrag für die Versorgung der Menschen in der Ukraine leisten konnten“, so Martina Fuhr, die die Aktion bei PUREN Pharma federführend leitet.

Unter den 700 000 gespendeten Medikamenten befinden sich Krebsmedikamente, Lokalanästhetika, Herz-Kreislauf-Präparate sowie Arzneimittel für neurologische Erkrankungen. Dank des herausragenden Einsatzes von action medeor und Herrn Dar wurden in kürzester Zeit die Logistik- und Transportprozesse entwickelt, betonte Fuhr. Nur so konnten die benötigen Arzneimittel schnell und sicher an die jeweiligen Orte in der Ukraine gelangen.

Dar ergänzte: „Wir sind sehr glücklich, dass bis heute keiner unserer Transporter, mit denen wir die Ware von Ternopil aus verteilen, angegriffen wurde. So konnten wir bislang 55 Krankenhäuser in der ganzen Ukraine beliefern.“

So wurde action medeor e.V. auf Ternopil aufmerksam

Rückblickend ging laut Bonsmann eigentlich alles ganz schnell: Nachdem der fließend Deutsch sprechende Yuriy Dar action medeor per Mail am 22. Februar 2022 kontaktiert hatte, dauerte es dank des herausragenden Einsatzes aller Beteiligten nur wenige Tage, bis der erste Laster mit Medikamenten das Krankenhaus in Ternopil erreicht hatte.

„Ab diesem Zeitpunkt haben wir die Prozesse in Deutschland und vor Ort in Ternopil sowie den Transport professionalisiert“, schilderte Bonsmann die damalige Situation. „Im engen Austausch mit Yuriy Dar konnten wir in kürzester Zeit zwei spezielle, für die Lagerung von Medikamenten geeignete Hallen in der Ukraine anmieten und ausbauen.“

Action medeor ist im Besitz der pharmazeutischen Großhandelserlaubnis (nach §52a AMG) und legt – neben der schnellen und ausreichenden Beschaffung von Arzneimitteln – besonderes Augenmerk auf die Qualität der Arzneimittel. „Alle gespendeten Arzneimittel unterliegen regelmäßigen Qualitätsprüfungen durch action medeor und die entsprechenden Behörden“, erklärte Bonsmann den Prozess.

Zielgerichtete Arzneimittelspenden mit action medeor e. V. – das ist zu beachten

Das Medikamentenhilfswerk action medeor e.V. – auch „die Notapotheke der Welt“ genannt – engagiert sich seit 60 Jahren für die Gesundheit von Menschen weltweit. Dabei setzt das Medikamentenhilfswerk auf die fünf Säulen Medikamentenhilfe, humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit, pharmazeutische Fachberatung und Medizintechnik.

„Um in Notfallsituationen – wie im Falle des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine – schnell humanitär unterstützen zu können, besitzen wir am Standort Tönisvorst ein Lager mit einem großen Vorrat generischer Medikamente“, erklärte Bonsmann. „Darüber hinaus sind wir allerdings auch auf lebensrettende Sachspenden von Pharmaunternehmen wie PUREN Pharma angewiesen.“ „Wenn wir eine Sachspende angeboten bekommen, ist das Wichtigste, dass wir vorher mit dem Empfänger den Bedarf klären“, erläutert Bonsmann den Prozess der Medikamentenspenden am Bespiel von PUREN Pharma.

Damit die Arzneimittelspenden nicht nur gut gemeint, sondern auch zielgerichtet und bedarfsgerecht eingesetzt werden können, müssen im Vorfeld zwei Punkte überprüft werden:

  • Zweimalige Verifizierung des Empfängers (hier das Krankenhaus in Ternopil)
  • Abstimmung des benötigten Medikamentenbedarfs (Menge und Art der Arzneimittel)

Erst wenn beide Punkte geklärt sind, erfolgt die Zusicherung der Spende an PUREN Pharma. Trotz des zeitlichen Aufwands betonte Bonsmann die Notwendigkeit dieses Prozesses. Denn so werde sichergestellt, dass die Spenden gezielt und wirkungsvoll eingesetzt werden. „Jede einzelne Arzneimittelspende wurde im Vorfeld mit den Empfängern abgestimmt, um die Menschen in der Ukraine gezielt mit dringend benötigten Medikamenten zu unterstützen.“

Weitere Informationen zu action medeor e. V. finden Sie hier.

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