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Forschung Medizin

GEDÄCHTNISSTÖRUNGEN

Citicolin liefert wichtige Bausteine für Zellmembranen und den Neurotransmitter Acetylcholin zur Behandlung leichter Gedächtnisstörungen.

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Metaanalyse – Gedächtnisstörungen, das sind per Definition Einbußen des Lernens, Behaltens und Abrufs gelernter Informationen. Die Ursachen sind zahlreich. An erster Stelle steht das Alter. Aber auch Stress, Depressionen, Nebenwirkungen von Medikamenten und Alkoholabusus bis hin zu hirnorganischen Erkrankungen spielen dabei eine Rolle. Unser Gehirn ist ein riesiges neuronales Netz. Rund 86 Milliarden Neuronen sorgen dafür, dass unser Gedächtnis funktioniert. Jede einzelne Gehirnnervenzelle kann 10 000 Verknüpfungen mit anderen Nervenzellen eingehen. Dieses neuronale Netz sorgt dafür, dass der Mensch die wahrgenommenen Informationen aufnimmt, verarbeitet und speichert.

Dabei ist das Langzeitgedächtnis unbegrenzt – es enthält sowohl bewusst abzurufende Inhalte (Erlerntes und Wissen) als auch unbewusst abzurufendes Erlerntes (Fahrradfahren). Im Gegensatz dazu dient das Kurzzeitgedächtnis als Arbeitsspeicher und ist wesentlich störanfälliger. Wenn nicht mehr verlässlich auf hier abgespeicherte Informationen zugegriffen werden kann, bedeutet das oft eine Einschränkung der Lebensqualität. Um Gedächtnisstörungen zu diagnostizieren sollte eine sorgfältige Anamnese der Beschwerden und des Verlaufs erfolgen – dabei sollten leichte bis mittelschwere Gedächtnisstörungen anhand eines standardisierten Tests von einer Demenz differenziert werden.

Leicht kognitiv beeinträchtigte Patienten weisen im Vergleich lediglich eine stärkere Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung auf. 6,4 Millionen Menschen sind davon betroffen, 10 bis 20 Prozent davon gehen erfahrungsgemäß später in eine Demenz über. Hier sei eine frühe Intervention für die mentale Fitness unabdingbar, sagte Dr. Petra Sandow im Rahmen einer von der Firma Trommsdorff initiierten Veranstaltung mit dem Titel „Die ernährungsmedizinische Intervention für die Steuerzentralen des Organismus“. Bisher konnte lediglich durch viel Bewegung, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung versucht werden, die kognitiven Leistungen zu stabilisieren.

Nun gibt es mit Citicolin (Cytidindiphosphocholin wie in Tromneural® 250) eine neue Therapieoption. Citicolin ist ein essenzieller Baustein in der Membranbiosynthese und für den Neurotransmitter Acetylcholin. Der Botenstoff sorgt für die Reizübertragung in den Neuronen – wenn zu wenig davon bereitsteht, kann die Gedächtnisleistung leiden. Eine Cochrane-Metaanalyse, die 14 Studien mit über 1300 Patienten analysiert hat, bestätigt: 600 bis 1000 Milligramm Citicolin pro Tag haben einen signifikant positiven Effekt auf das Gedächtnis bei sehr guter Verträglichkeit. Dabei hat der Wirkstoff keine bekannten Wechselwirkungen – auch Patienten, die Gerinnungshemmer nehmen, können ohne Probleme therapiert werden.

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER APOTHEKE 06/2020 auf Seite 10.

Quelle
„Die ernährungsmedizinische Intervention für die Steuerzentralen des Organismus“, Presseveranstaltung vom 4. Februar 2020 in Berlin, Veranstalter: Trommsdorff.

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