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Nicht jeder Helfer „löscht“ im gleichen Tempo – auf die Galenik kommt es an

Schon lange mahnen Hautärzte zu einem maßvollen Umgang mit dem Sonnenbaden. Dass diese Mahnung berechtigt ist, wissen die meisten Menschen wohl eigentlich. Doch lockt die Frühsommersonne mit Kraft nach draußen – und birgt besondere Gefahr für die nach der Winterpause empfindliche Haut. War der wohlige Genuss zu lang und die Haut rötet sich, ist schnelle Hilfe gefragt.

Gerade die nicht vorgebräunte Haut reagiert auf übermäßige Sonneneinstrahlung: Die intensive UV-Strahlung verursacht Schäden in den Hautzellen der Epidermis und bedingt auf diese Weise eine akute Hautentzündung (Sonnenbrand bzw. Dermatitis solaris oder polymorphe Lichtdermatosen). Unglücklicherweise setzen die Symptome dieser Schädigung erst mit einiger Verzögerung ein: Die Haut rötet sich in den betroffenen Bereichen durch verstärkten Blutzufluss, beginnt zu jucken und zu brennen. Sind schwerere Verbrennungen zweiten Grades eingetreten, kann es außerdem zur Blasenbildung kommen.

Eine abgestimmte Galenik lässt die Wirkstoffkonzentration im Zielgewebe schneller ansteigen.

Was tun wenn?
Betroffene Hautareale sollten gekühlt werden. Außerdem können lokale Glukokortikoide zur Entzündungshemmung eingesetzt werden. Bei akuten und ausgeprägten UV-bedingten Hautentzündungen hilft eine Kombination aus aufeinander abgestimmter Cremogel-Galenik und 0,5-prozentigem Hydrocortisonacetat. Sie wirkt antiallergisch, lindert Entzündungsprozesse und Juckreiz. Die spezielle Galenik kühlt wie ein Gel, pflegt zusätzlich lichtgeschädigte Haut wie eine Creme und unterstützt zudem die therapeutischen Effekte des Wirkstoffs Hydrocortisonacetat. Die anwendungsbezogenen Eigenschaften der Zubereitung bestimmen darüber hinaus auch das subjektive Empfinden und damit die Akzeptanz des Anwenders. Das Cremogel erzielt durch seine Cremogel-Galenik einen drei- bis vierfach stärkeren Kühleffekt als eine Creme- Grundlage. Dies sorgt für eine schnelle und wohltuende Wirkung auf der Haut und kann die Juckreizlinderung zusätzlich unterstützen.

Der Weg in die Haut: Wirkstoff und Vehikel
Die Wechselwirkungen zwischen Wirkstoff und seinem Vehikel, also dem Trägermolekül, bestimmen wesentlich, wie gut ein Arzneistoff in der Haut pharmazeutisch verfügbar ist. Daher kann die galenische Formulierung eines Dermatikums sowohl Penetration als auch Permeation der Haut positiv beeinflussen. Vor diesem Hintergrund sollten Ärzte also nicht nur einen geeigneten Wirkstoff in angemessener Konzentration auswählen, sondern auch auf ein an die Indikation der Therapie angepasstes galenisches System achten, um eine optimale therapeutische Wirkung zu erzielen.

A&W-KOMPAKT
Schneller als andere
In einer randomisierten klinischen Doppelblindstudie wirkte das 0,5-prozentige Hydrocortisonacetat auf Cremogel-Grundlage (Prüfpräparat Soventol® Hydrocortisonacetat 0,5% Cremogel) gegenüber einem Präparat mit gleicher Glukokortikoid-Konzentration schneller und deutlicher vasokonstriktiv auf die dilatierten Gefäße als das Vergleichspräparat.“


A&W-Info
Autor Ines Schulz-Hanke
Quelle Weitschies W et al. PZ. 2003; 22 Wohlrab J et al. J Dtsch Dermatol
Ges 2016; 14: 1061–1071
Neubert RH et al. Pharmazie 2004, 59: 472–474
Steckel H Untersuchungen zur Messung der Verdunstungskälte von
,Soventol HydroCort 0,5%`(O/W-Creme) und ,Soventol HydroCort 0,25%`
(Cremogel). Abschlussbericht 2014. Veröffentlichung in Vorbereitung.


MEDICE Arzneimittel
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Kuhloweg 37
58638 Iserlohn


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