Die Tigermücke ist da

Mücke auf der Haut
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Die Anwohner der Rheinauen in Deutschland haben in der warmen Jahreszeit besonders unter Mücken zu leiden denn in flachem, stehenden Wasser gedeihen die Larven bestens. Jetzt ist noch eine Art hinzugekommen: Die Asiatische Tigermücke.

Die Mückenart sei nun auch in Karlsruhe nachgewiesen worden, sagte Norbert Becker von der kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) der Deutschen Nachrichtenagentur dpa in Speyer. Mehrere Exemplare wurden demnach in einem Industriegebiet in der Nähe des Bahnhofs entdeckt. Das Gelände soll nun umfassend abgesucht werden.

Die ursprünglich in den süd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen beheimateten Stechmücken können gefährliche Erreger wie Zika-, Chikungunya- und Dengue-Viren übertragen. Erste Exemplare von Aedes albopictus waren in Deutschland vor zehn Jahren aufgetaucht – Ende September 2007 an einem Rastplatz der Autobahn A5 bei Weil am Rhein. In Freiburg und Heidelberg überwintern die Mücken bereits. Die erste größere brütende Population wurde im September 2015 im Heidelberger Stadtteil Wieblingen nachgewiesen. Ein Jahr zuvor war eine kleinere Population in Freiburg entdeckt worden.

Aus dem Jahr 1979 stammt nach Angaben der European Mosquito Control Association (EMCA) der erste europäische Nachweis in Albanien. 1990 wurden Tiere in einer Ladung gebrauchter Reifen aus den USA in den italienischen Hafen Genua eingeschleppt. Experten rechnen damit, dass die Art im Zuge des Klimawandels in Europa immer günstigere Umweltbedingungen vorfindet und sich ihre Ausbreitung daher kaum mehr stoppen lässt.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung

Alexandra Regner, PTA und Redaktion

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