Tasse Tee und Kännchen© mescioglu / iStock / Getty Images Plus
Der Tee-Report 2021 zeigt, dass in Deutschland im Jahr 2020 so viel Tee getrunken wie nie zuvor. Vor allem Kräuter- und Früchtetees erfreuen sich steigender Beliebtheit.

Tee-Report

DEUTSCHE TRINKEN SO VIEL TEE WIE NIE

Die Bundesbürger haben im Corona-Jahr 2020 so viel Tee getrunken wie noch nie. Der Pro-Kopf-Konsum von Schwarz-, Grün-,
Kräuter- und Früchtetee in Deutschland stieg auf rund 70 Liter, wie aus dem am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Tee Report 2021 hervorgeht. Das seien rund zwei Liter mehr als im Rekordjahr 2019. Während der Konsum in coronabedingt geschlossenen Hotels, Gaststätten und Kantinen eingebrochen sei, sei der Absatz im Fachhandel, in Drogeriemärkten und im Lebensmitteleinzelhandel gestiegen.
 

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Mit 300 Litern Schwarztee pro Kopf seien erneut die Ostfriesen Weltmeister im Teetrinken, gefolgt von den Iren mit 222 Litern und den Briten mit 177 Litern. Insgesamt seien 60 604 Tonnen Tee verkauft worden. Das sei ein Zuwachs um drei Prozent. 41 081 Tonnen entfielen dabei auf Kräuter- und Früchtetees und 19 523 Tonnen auf Schwarz- und Grüntees. 2019 lag das Verhältnis bei 40 000 zu 19 200 Tonnen.

Vor allem Kräuter- und Früchtetees erfreuen sich steigender Beliebtheit und erzielten ein Absatzplus von vier Prozent. Gleich um 46 Prozent - allerdings bei einer im Vergleich deutlich geringeren Gesamtmenge von knapp 5000 Tonnen - stieg der Absatz bei Südamerikas Liebling Mate.

Bio-Produkte liegen im Trend

Entsprechend der steigenden Nachfrage nach Bio-Produkten erhöhte sich deren Anteil auch beim Tee. So hatten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 12,9 Prozent der Schwarz- und Grüntees Bio-Qualität (2019: 12,0), bei den Kräuter- und Früchtetees waren es 13,5 Prozent
(2019 knapp 11 Prozent).

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr aus 71 Ländern 40 985 Tonnen Tee nach Deutschland importiert, vor allem aus Indien, China und Sri Lanka. In 108 Länder wiederum wurden 21 818 Tonnen Tee exportiert. Deutsche Tee-Spezialitäten seien weltweit beliebt und würden wegen ihrer hohen Qualität geschätzt, hieß es. Hauptabnehmerland war dem Report zufolge erneut Frankreich.

Quelle: dpa

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