Wer steckt eigentlich hinter …

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Das Projekt Wünschewagen erfüllt sterbenskranken Menschen jeden Alters ihre letzten Lebenswünsche und fährt sie an einen Ort ihrer Wahl.

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Von Menschen, die schwerstkrank sind und wissen, dass sie bald sterben werden, hat man den Satz „Ich würde gern noch einmal ans Meer fahren, auf ein Konzert oder ins Fußballstadion gehen“, bestimmt schon mal gehört.

Wie gern würden Angehörige und auch die Todkranken selbst sich diesen Wunsch erfüllen. In Nordrhein-Westfalen können viele solcher Wünsche dank des Regionalverbands Ruhr e.V. des Arbeiter-​Samariter-Bundes nun in Erfüllung gehen.

Denn für dieses Projekt wurde ein eigenes Fahrzeug, ein moderner und optimierter Krankentransportwagen, angeschafft und eine eigene Gruppe für die Organisation und die Umsetzung des Wünschewagens ins Leben gerufen.

Wichtig ist den Helfern neben der aktuellsten notfallmedizinischen Grundausstattung aber vor allem auch eins: Die Menschen sollen sich im Wünschewagen wohl fühlen, eine entspannte und angenehme Atmosphäre wahrnehmen.

Bei der Gestaltung des Innenraums lag es den Helfern sehr am Herzen, dass er nicht an einen Krankenwagen erinnert. Daher besitzt der Wagen eine Rundum-Verglasung mit einem sogenannten Panoramafenster und ein stimmiges Gesamtkonzept aus Licht und Farben, dass an die persönlichen Vorlieben des Gastes angepasst werden kann. Natürlich müssen die Todkranken diese Fahrt nicht alleine machen, denn der Wünschewagen bietet genug Platz, um auch den Lebenspartner/in oder eine andere Begleitperson mit auf die letzte Reise zu nehmen. Entstanden ist dieses einzigartige Projekt per Zufall.

Ralph Steiner, der 2. Vorstandsvorsitzende des ASB Essen, lernte während einer Urlaubsreise in Israel die „Wish Ambulance“ in Tel Aviv kennen und fand die Idee super. Steiner erfuhr von dem Initiativ-Projekt in den Niederlanden, die kranke Menschen an den Ort ihrer Wünsche bringen, nahm Kontakt auf und ließ sich das Projekt ausführlich von seinen niederländischen Kollegen erklären. Er konnte den Vorstand des ASB von dieser Idee überzeugen und das Projekt war geboren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wuenschewagen.com

Im Oktober 2014 fiel der offizielle Startschuss. Mittlerweile arbeiten 135 ehrenamtliche Helfer im Wünschewagen-Team – alles entweder qualifizierte Fachkräfte, Rettungssanitäter, Krankenschwestern, Notärzte oder Pfleger. Mittlerweile gibt es in zehn weiteren Bundesländern das Projekt. Die Nachfrage ist so groß, dass sich der Wünschewagen im Durchschnitt dreimal pro Woche auf seine Reise begibt. Bald werden bundesweit die Wünschewagen on tour sein, um einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen.

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER APOTHEKE 10/17 auf Seite 162.

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