Gut verpackt?

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Mützen, Hüte, Tücher: Das Haupt will es jetzt warm. Denn kalte Tage sind ein Härtetest. Stellen Sie Kunden pflegende Hilfen vor, damit Haare und Kopfhaut gut durch den Winter kommen.

Sobald es kalt wird, Räume mit Heizungsluft gefüllt sind, geht’s los: Es juckt und schuppt auf dem Kopf. Ein unangenehmes Gefühl, wenn es spannt und auch die Frisur darunter leidet. Eine sinnvolle Anlaufstelle, um den Beschwerden Abhilfe zu schaffen, ist die Apotheke. Dank Ihrer fachlichen Kompetenz können Sie Betroffenen passende Produkte empfehlen, damit auch im Winter Haut und darüber liegendes Haar gesund bleiben.

Was von außen beeinflusst Ganz gleich ob am Körper, Gesicht oder Kopf: Haut reagiert auf sämtliche Einflüsse. Demnach also auch auf veränderte klimatische Bedingungen. Einerseits kann heiße Luft, beispielsweise durch ständiges zu heißes Föhnen Haar und Haut schädigen. Andererseits sind gerade die nasskalten Witterungen der kalten Jahreszeit Auslöser, dass dürre Zeiten auf der Kopfhaut entstehen.

Überstyling – ein haariges Problem Wie bei so vielen Dingen ist es auch beim Styling: viel hilft nicht unbedingt viel. Wer seine Haare täglich wäscht, kann das Problem praktisch herausfordern. Auch die Wassertemperatur spielt eine Rolle. Ist diese dauernd zu heiß, was im Winter oft vorkommt und sind Shampoo und Spülung zu aggressiv, beispielsweise bei dauernder Anwendung von Schuppenshampoos, leiden Haut und Haar. Auch ständiges Bearbeiten mit Gel und alkoholhaltigen Stylingprodukten bewirkt Trockenheit.

Wer regelmäßig ins Schwimmbad geht, sollte eine Badehaube tragen. Denn chlorhaltiges Wasser ist kein Schonwaschgang für den Kopf. Last but not least: Hüte, Mützen Kopftücher. Auch wenn sie chic und modern sind, Haare werden durch ständiges Tragen platt. Unter der Kopfbedeckung wird geschwitzt, die Frisur ruiniert und die Kopfhaut bekommt zu wenig Sauerstoff. Ein typisches Problem junger Menschen, denn Mützen gelten als modisches Accessoire, das den ganzen Tag auf dem Kopf bleibt. Gleiches gilt bei häufigem Tragen eines Helms.

Was von innen kommt Externe Faktoren sind klar zu erkennen und lassen sich meist problemlos verändern, vorausgesetzt die Gewohnheiten werden auf Dauer anders. Bei internen Dingen ist es oft schwieriger, den tatsächlichen Auslöser des Problems zu entlarven. Ein Hauptindikator ist Stress. Und den haben in der heutigen Zeit alle, ganz gleich ob Schüler, Student, Erwachsener oder Senior. Auch das was es von den Genen mitgibt, kann dazu beitragen, dass jemand generell zu einer verstärkt trockenen Kopfhaut neigt. Ebenso sämtliche Allergien, wie Neurodermitis, Psoriasis oder Kontaktekzeme. Auch Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen können Auswirkungen auf Haar und Kopfhaut haben.

»Sobald es nasskalt wird, Räume mit Heizungsluft gefüllt sind, geht’s los: Es juckt und schuppt auf dem Kopf.«

Frauen in den Wechseljahren machen auf einmal damit Bekanntschaft. Auch wenn sie sonst damit noch nie ein Problem hatten. Männer können, aufgrund steigenden Alters, betroffen sein. Bei bestehender Allergie oder ungeklärter Ursache empfehlen Sie vorab eine diagnostische Abklärung beim Facharzt. Erst dann ist es sinnvoll, mit adäquater Pflege zu beginnen.

Haut ist was du isst Das was täglich an Speisen in den Bauch wandert, kann sich auf der Kopfhaut als Trockenheit zeigen. Insbesondere bei Mangel- bis zu Fehlernährung leidet sie. Typisch bei Senioren, die einen allgemein schlechten Ernährungsstatus haben. Auch bei sehr einseitigem Essen, Störungen wie Magersucht, Bulimie, Sport-Bulimie oder Orthorexie kann es zu Veränderungen an der Kopfhaut kommen. Gleiches kann bei Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa der Fall sein.

SOS – Rettung aus der Apotheke Kein Kunde sollte mit diesen Beschwerden allein gelassen werden. Im Hinblick auf Vitalstoffe sind Biotin, Vitamin A, die B-Gruppe und C sehr wichtig für gesundes Haar und die darunter liegende Kopfhaut. Kohlgemüse, das jetzt Hauptsaison hat, sollte jede Woche auf dem Speisezettel stehen. Dazu Nüsse, Milchprodukte, saisonales Obst und Gemüse. Auch zwei bis drei Portionen Fleisch oder alternativ Sojaprodukte tun Gutes. Wer sehr gestresst ist, sollte zusätzlich Ausgleichssport oder Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training zur Regelmäßigkeit machen.

Bei Pflege empfehlen Sie besonders milde Produkte aus Ihrem Sortiment. Im Akutfall kann zunächst der Einsatz von Babyshampoo gute Dienste leisten. Ferner spezielle apothekenexklusive Shampoos, Tinkturen und Kuren. Beispielsweise mit Urea, Extrakten aus Eigelb, Birke oder Avocado. Raten Sie zu Produkten ohne Silikon und Parfüm. Hilfreich ist es zudem, beispielsweise Oliven- oder Klettenwurzelhaaröl in die Kopfhaut einzumassieren und über Nacht einwirken zu lassen. Am Folgetag mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen. Empfehlen Sie Spezialprodukte, beispielsweise wenn neben trockener Kopfhaut ein Hautpilz besteht.

Den Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 11/15 ab Seite 106.

Kirsten Metternich, Freie Journalistin

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