Lächeln erwünscht

© Nobilior / fotolia.com

Sie sind Statussymbol und wirken aufs Gegenüber positiv: gepflegte Zähne in harmonischer Anordnung. Damit sie gesund und strahlend werden oder bleiben, geben Sie Kunden passende Tipps.

Es ist ähnlich wie beim Fitnesstraining: Regelmäßige Pflege und zahnfreundliche Ernährung spielen eine zentrale Rolle, damit die Zähne gesund und lange erhalten bleiben. Wer ein intaktes Gebiss sein eigen nennt, kann sich freuen. Denn ein strahlendes Lächeln, bei dem gepflegte Zähne hervorblitzen, kommt bei Jung und Alt, Frauen und Männern gleich gut an. Das bestätigt eine Umfrage der Apotheken Umschau, für die 2070 Personen ab 14 Jahren aufwärts befragt wurden. Demnach ist es für drei Viertel der Deutschen sehr wichtig, ein möglichst perfektes Gebiss zu haben. Für Dentalhygiene wird heute also einiges investiert.

Bohren nicht nötig? Zweimal pro Jahr sollten Zähne vom Fachmann genau unter die Lupe genommen werden. Damit es kein böses Erwachen, im Hinblick auf Entzündungen, Karies und Zusatzkosten gibt, empfehlen Sie Kunden gezielte Pflege. Manch einer hat panische Angst vorm Dentisten. Je länger der Weg dorthin verzögert wird, desto maroder ist meist auch der Zustand von Zähnen und Zahnfleisch. Dem Arzt bleibt dann meist nichts anderes übrig, als zu bohren und schlimmstenfalls einige Zähne zu ziehen.

Hilfen gegen die Angst Motovieren Sie Ihre Kunden, insbesondere bei Angst vorm Zahnarzt, Routineuntersuchungen unbedingt wahrzunehmen. Dentalphobie ist ein weit verbreitetes Phänomen. Statistisch kämpft jeder zehnte Deutsche damit. Deshalb ist es wichtig, dies vor der Behandlung anzusprechen. So kann das Team individuell reagieren und behandeln. Als hilfreich haben sich beispielsweise Hypnose, Narkose oder in schweren Fällen entsprechende Psychotherapien bewährt.

Kein unabwendbares Schicksal Jeder Mensch ist ein Individuum und so auch sein Gebiss. Sei es die Stellung einzelner Zähne, als auch deren Farbe. Beides lässt sich beeinflussen. Schief- und Fehlstellungen lassen sich nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch noch im Erwachsenenalter, mittels Zahnspange gut therapieren. Bei den heute meist festen Spangen ist besonders gründliche Pflege sehr wichtig. Was Kieferorthopäde und Dentalhygienikerin in der Praxis vormachen, sollte auch zu Hause zum Standard gehören. Spezielle Produkte, beispielsweise Interdental- und spezielle Zahnbürsten aus dem Apothekensortiment, können Sie dazu empfehlen.

Warum ändert sich ihre Farbe? Ein blütenweißes Gebiss, wie es Hollywood-Schauspieler und Models vormachen, ist für viele ein großer Wunsch. In punkto Zahnfarbe spielen jedoch Faktoren wie Genetik, Rauchen, regelmäßiger Konsum von Kaffee, schwarzem Tee, Rotwein und dunklem Beerenobst eine färbende Rolle. Ausschlaggebend ist auch die Zahnschmelzschicht: je dünner, desto gelblicher. Grund ist das unterm Zahnschmelz liegende Zahnbein, welches dunkel durchschimmert. Deshalb hat also jeder Mensch seine ganz eigene Zahnfarbe. Sie kann von schneeweiß über gelb bis zu bräunlich variieren.

Wer etwas ändern möchte, kann dies beispielsweise mittels speziellen Zahnpasten, Bleaching Gel oder Schienen aus Ihrem Sortiment tun. Und das lassen sich die Deutschen einiges kosten: Mehr als 36 Millionen Euro werden hierzulande jedes Jahr für Produkte und Behandlungen zur Zahnaufhellung ausgegeben. Die Crux: Seit Ende 2012 dürfen, laut Europäischer Richtlinie, Bleichmittel für den Hausgebrauch maximal 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten.

Spezielle Whitening-Zahnpasten erreichen demnach eine Aufhellung um ein bis zwei Nuancen. Mundspülungen mit Ziel der Zahnaufhellung bis zu vier, spezielle Gele drei bis sechs Farbveränderungen. Wer eine deutliche Aufhellung wünscht, lässt meist ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt machen. Eine recht teure Sache, die aus eigener Tasche gezahlt werden muss.

Bleaching mit Apothekenprodukten Zahnaufhellung mit höheren Peroxid-Dosen, wie es beim Zahnarzt möglich ist, kann allerdings bei Menschen mit empfindlichen Zähnen zu unangenehmem Empfinden führen, wenn sie mit kalten oder warmen Reizen in Berührung kommen. Ebenso kann Zahnfleisch wund und gereizt reagieren. Eine neue Generation von Bleaching Produkten, insbesondere aus Ihrem Sortiment, kommt ohne Peroxid aus. Ob Gel für entsprechende Bleaching-Schienen, was der Goldstandard in punkto Zahnaufhellung ist, als auch in Pasten und Pulver bringen gute Ergebnisse. Praktisch für besonders hartnäckige Verfärbungen oder zur Auffrischung nach erfolgreichem Bleaching sind Pinsel-Applikatoren in Stiftform.

Peroxidfreie Produkte enthalten beispielsweise Natriumhydrogencarbonat, Glyzerin, Tonerde oder einen Kohlenwasserstoff-Oxoborat-Komplex. Die meisten Produkte enthalten zusätzlich beispielsweise Fluorid, zur Stärkung des Zahnschmelz, sowie Aromen für einen frischen Atem. Versiegelungsprodukte, um den Effekt eines Bleaching, sei es vom Zahnarzt oder mittels Heimprodukten zu verlängern, enthalten zum Beispiel Mica, ein Glimmermineral, das seit vielen Jahren in Kosmetikprodukten verwendet wird. Diese Spezialprodukte sind ein bis zwei Mal pro Woche empfehlenswert. Nach Gebrauch fühlen sich Zähne glatter an und erhalten einen Glanzeffekt. So macht Lächeln wieder mehr Spaß.

Den Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 11/15 ab Seite 128.

Kirsten Metternich, Freie Journalistin

Weitere Informationen

Das könnte Sie interessieren

© privat
Zu Besuch in Venedig weiter
Hoffnung durch neue Therapien weiter
Spielsteine © Jon Le-Bon / Fotolia.com
Was Namen sagen weiter
ACE-Hemmer und Sartane weiter
Tote Mädchen lügen nicht weiter
Fiesta olé weiter