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Endlich wieder Fisch auf den Tisch!

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Allergien sind auf dem Vormarsch. Gerade unter Kindern und Jugendlichen kommt es immer häufiger zu Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen. Von einer Nahrungsmittelallergie sind in Deutschland geschätzte 20 Prozent betroffen, etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf Fisch. Für viele hat diese Lebensmitteleinschränkung eine Auswirkung auf die Lebensqualität, doch das muss nicht so bleiben, behauptet ein Forscherteam um Annette Kühn und Markus Ollert vom Luxembourg Institute of Health (LIH) und Martin Sørensen von der Uniklinik Nord Norwegen in Tromsø.

Bei einer Fischallergie reagieren Betroffene mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Nesselsucht auf bestimmte Proteine im Fischfleisch. Vor allem das Hauptallergen Parvalbumin, aber auch die Eiweiße Enolase und Aldolase können allergische Reaktionen auslösen. Bei einigen Allergikern kann auch ein Angioödem, Atemnot oder sogar ein anaphylaktischer Schock bereits nach kleinsten Mengen verzehrten Fischs auftreten. Daher ist es verständlich, dass der Wasserbewohner kurzerhand komplett vom Ernährungsplan gestrichen wird. Dies kann jedoch sowohl eine Einschränkung der Lebensqualität als auch eine Unterversorgung mit essenziellen Fettsäuren, Vitaminen oder Proteinen bedeuten.

Das Forscherteam untersuchte in einer Doppelblinden Placebo-kontrollierten Studie die klinische Ausprägung der Kreuzallergie zwischen den Fischsorten Kabeljau, Lachs und Makrele und die Ausschüttung des Allergie-spezifischen-Antikörpers IgE bei 35 Allergikern zwischen 5 und 19 Jahren. Es konnte erstmals gezeigt werden, dass sich Personen mit einer Kreuzallergie gegen mehrere Fischarten anhand spezifischer Antikörper unterscheiden lassen. Diese Marker machen es möglich, unnötige Einschränkungen in der Lebensmittelauswahl zu vermeiden. Etwa jeder dritte Proband reagierte auf einzelne Fischarten nicht und muss daher auch nicht auf diese wichtige Proteinquelle verzichten.

Farina Haase, Volontärin

Quelle: Ärzteblatt

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