• Impfung | Apotheken-Service
  • Aktuell

Apotheker beraten zum Impfstatus

© Eisenhans - Fotolia.com

Einmal impfen reicht nicht aus. Wer dauerhaften Schutz verlangt, muss seinen Impfstatus regelmäßig prüfen. Dazu können Patienten die zuverlässige und kompetente Impfberatung in den Apotheken nutzen.

Herbstzeit ist Grippezeit. Viele Patienten wollen sich vor der unangenehmen Virusinfektion wappnen. Für diesen Zweck wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt, der die saisonalen Grippeerreger eindämmen soll. Nicht nur gegen Grippe sind Impfungen wirkungsvolle Mittel. Auch Masern, Kinderlähmung, Hepatitis und Co. werden durch eine kleine Spritze wirkungsvoll in Schach gehalten.

Starke Antwort auf gefährliche Gegner

Über viele Jahrzehnte hat sich das Impfen als wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen zahlreiche bedrohliche Krankheiten erwiesen. Der menschliche Organismus kann sich mit Hilfe des Impfschutzes gut auf schwere, in manchen Fällen sogar lebensbedrohliche Infektionskrankheiten wie Tetanus oder Gelbfieber vorbereiten. Wenn abgeschwächte bzw. abgetötete Erreger oder Erregerbestandteile dem Körper zugeführt werden, provozieren sie eine Immunantwort des Organismus.

Bei diesem Vorgang bilden sich sogenannte Gedächtniszellen. Sie kennen den „Bauplan“ für die speziellen Antikörper, die in Zukunft gegen die Erreger eingesetzt werden können. Bei einer eventuellen späteren Infektion ist der Körper so schneller fähig, den Erregern eine passende Immunantwort entgegenzusetzen. Allerdings ist die Schutzwirkung des Impfstoffes begrenzt: Nach einer gewissen Zeit muss die Wirkung wieder durch ein erneutes Impfen aufgefrischt werden.

Nicht jeder darf geimpft werden

In Deutschland gibt es keine Impfflicht. Dennoch legt die ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut Empfehlungen für Impfungen in den verschiedenen Altersstufen fest. Erwachsene sollten beispielsweise ihren Schutz vor Tetanus alle zehn Jahre auffrischen lassen. Nach einer Verletzung oder einem Unfall befragen Ärzte ihre Patienten nach ihrer letzten Tetanusimpfung. Dann gibt der Impfpass Aufschluss.

Allerdings kann sich nicht jeder impfen lassen. Generell gilt, dass Patienten mit einer geschwächten Immunabwehr von einer Behandlung abgeraten wird. Nehmen Patienten Arzneimittel ein, die die Immunabwehr herabsetzen, sollten sie Lebendimpfstoffe, sprich Impfstoffe mit abgeschwächten Erregern, meiden. Gleiches gilt für Schwangere, die im ersten Drittel der Schwangerschaft auf jegliche Impfung verzichten müssen.

Wer akut unter fieberhaften Infekten leidet, sollte sich nicht impfen lassen, Ausnahmen können bei banalen Erkältungen gemacht werden. Auch bestehende Allergien müssen Patienten und Ärzte berücksichtigen. So ist Hühnereiweiß ein gängiger Bestandteil des Grippeimpfstoffs, dies ist allerdings eine Substanz, auf die viele Patienten allergisch reagieren.

Für alle Fälle gut gerüstet

Sobald der Herbst eintritt, werden wieder viele Patienten bei Ihren Hausärzten nach einer Grippeschutzimpfung verlangen. Menschen ab 60, chronisch Kranke und Bewohner von Altersheimen wird diese Impfung empfohlen, da sie anfälliger für die Erreger sind als junge und gesunde Menschen. Ebenso profitieren medizinisches Personal und Personen, die im Beruf umfangreichen Publikumsverkehr pflegen. Sie sind vielen Erregern ausgesetzt und benötigen zusätzlichen Schutz.

Wer tropische Länder bereist, sollte sich über den Stand seiner Impfungen informieren und, falls notwendig, zusätzliche Impfungen für das Reiseziel in Erwägung ziehen. Viele Apotheken bieten eine ausführliche Beratung an. Dazu sollten Patienten mit ihrem Impfpass in die Apotheke kommen, damit der Apotheker einen Überblick erhält und die individuellen Vorkehrungen besprechen kann. Der Impfschutz wird dann entsprechend der STIKO-Empfehlungen überprüft. Quelle: Apothekerkammer Hamburg

Das könnte Sie interessieren

Sicherheit bestätigt weiter
Lebensstil-Inter­ventionen erfolgversprechend weiter
PTA steht hinter dem Computerbildschirm
PTA bekommen mehr Geld weiter
Zahnarztinstrument mit gezogenem Zahn
Neues Leben im toten Zahn weiter
Statine könnten Krankheitsbeginn beschleunigen weiter
Thymiankraut
Phytos in Gefahr weiter
Sind Sie Fachpersonal aus dem pharmazeutisch-technischen Umfeld?
Zur PTA Webseite