Kann Sport die Entstehung von Brustkrebs verhindern?

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Regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung können bei einer Krebserkrankung dazu beitragen, dass sowohl die Prognose verbessert, als auch potenzielle Nebenwirkungen einer Chemo- oder Hormontherapie reduziert werden. Das belegen bereits viele Studien, die vor allem in den letzten Jahren publiziert wurden. Die LIBRE-Studie beschäftigt sich jetzt vor allem mit dem präventiven Nutzen, den Sport und ein gesunder Lebensstil auf eine mögliche Krebserkrankung hat.

Trägerinnen einer BRCA-1 und -2-Mutation (BReast CAncer) haben ein signifikant höheres Risiko an Brust- oder Ovarialkrebs zu erkranken als Frauen ohne diese Mutation. In der seit 2015 laufenden LIBRE-Studie (Lebensstil-Intervention bei Frauen mit einer erblichen Mutation für Brust- und Eierstockkrebs) werden gezielt Frauen mit diesem auch als Brustkrebsgen bezeichneten Merkmal, die ein Programm aus strukturiertem Ausdauertraining und einer betreuten Umstellung auf mediterrane Kost erhalten, untersucht. Bereits erkrankte Frauen gehören ebenfalls zu den Teilnehmerinnen. Bei ihnen wird vor allem auf die Verbesserung der Prognose geachtet. Die Intervention ist auf drei Jahr ausgelegt mit zuerst dreimonatigen, dann jährlichen Untersuchungen und wird gegen eine Kontrollgruppe geprüft, die nur eine sportmedizinische Untersuchung und Aufklärung erhält. Festgehalten werden die Ergebnisse mit Hilfe eines Fragebogens, der Auskunft über körperliche Aktivität, Ernährung und psychische Verfassung gibt.

Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß eine solche Veränderung des Lebensstils Auswirkungen auf die körperliche Fitness und den Ernährungszustand, die Lebensqualität und die Stressverarbeitung der Frauen mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs hat. In einer Folgestudie soll dann geprüft werden, ob hierdurch das Risiko tatsächlich an Krebs zu erkranken sinkt und die Prognose bei bestehender Erkrankung verbessert werden kann. Zurzeit sind 18 Fachzentren an der Studie beteiligt.

Farina Haase, Volontärin

Quelle: Pharmazeutische Zeitung
   Konsortium familiärer Brustkrebs

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