Rote Nase, was nun?

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Am besten gar nicht erst krank werden, nehmen sich viele Deutsche vor der anstehenden Erkältungswelle vor. Leicht gesagt und schwer umgesetzt.

Oft müssen kranke Familienmitglieder versorgt werden und auch auf der Arbeit husten und schnauben die Kollegen sich durch den Alltag. Wer in dieser Umgebung gesund bleiben will, sollte sein Immunsystem stärken, erklärt Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen. Wen die Erkältung trotzdem erwischt, sollte sich an seinen Apotheker wenden. Er kennt Mittel, die die Beschwerden des Patienten lindern und erklärt die richtige Anwendung.

Oberhand gegen die Viren behalten
Erkältungen, das sind Infektionen der Nasenschleimhaut, des Halses oder der Bronchien. Fast immer sind Viren die Übeltäter, die eine Infektion auslösen. Entgegen der Binsenweisheit ist Kälte nicht der alleinige Verursacher einer unangenehmen Atemwegsinfektion. Allerdings steigt in der kalten Jahreszeit das Erkältungsrisiko, weil sich Menschen öfter in geschlossenen, mitunter unzureichend gelüfteten Räumen aufhalten. Bei Kälte ist die Luft meist trockener, dadurch werden die Schleimhäute nicht ausreichend befeuchtet und sind anfälliger für Infektionen. Sind viele Menschen in der näheren Umgebung erkältet, steigt die Ansteckungsgefahr und das Immunsystem ist überfordert. Wer kranke Familienmitglieder pflegt und sich vor einer drohenden Ansteckung schützen will, sollte auf engen Körperkontakt wie Umarmungen, Küsse oder auch simple Handschläge verzichten. Zudem müssen Räume immer gut durchlüftet werden. Händewaschen ist generell sinnvoll, doch es muss sorgfältig und wiederholt durchgeführt werden. Da beim Niesen die Schnupfenviren auf bis zu 160m/h beschleunigen, sollten Patienten entweder in ein Taschentuch oder in die Armbeuge niesen. So verbleiben die Viren nicht an den Fingern und können sich zudem nicht auf Oberflächen wie Türklinken, Tastaturen oder Klingelknöpfe verteilen. Das verringert die Ansteckungsgefahr. Vorbeugend hilft es, das Immunsystem durch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft zu stärken. Wer dennoch ein erstes Kratzen im Hals verspürt, kann sich mit den bewährten Hausmitteln helfen, um die Symptome einzudämmen.

Beim Schnauben zählt die richtige Technik
Wenn die Erkältung ausgebrochen ist, sollten Patienten ihrem Körper Ruhe gönnen. Zur Arbeit zu gehen ist mit einer Triefnase nicht ratsam, immerhin können Erkrankte leicht Kollegen anstecken. Bei Fieber gehört man ins Bett und auch Sport sollte während der Infektionszeit vermieden werden. Einige Patienten klagen über immer wiederkehrende Symptome und sind beispielsweise wiederholt von Ohrenschmerzen oder Nasennebenhöhleninfektionen betroffen. Dies kann an den individuellen physiologischen Gegebenheiten liegen, erklärt die Landesapothekerkammer Hessen. Bei Nasenpolypen oder einer schiefen Nasenscheidewand ist die Belüftung der Nasenhöhlen vermindert und der Abtransport des Sekrets gestört. Durch den beim Husten, Niesen und Naseputzen entstehenden Druck werden Erreger in die falsche Richtung befördert, was zu Entzündungen in den Nasennebenhöhlen führen kann. Der Druck ist am höchsten, schnäuzt man gleichzeitig aus beiden Nasenlöchern. Wenn beim Schnauben immer ein Nasenloch offen ist, kann sich kein hoher Druck in den Nasenlöchern aufbauen. Für daheim bieten sich zahlreiche Methoden an, um den Schnupfen zu lindern: Physiologische Kochsalzlösungen eignen sich hervorragend, um trockene Schleimhäute zu befeuchten. In den Apotheken erhalten Geplagte Nasensalben, die auch für die wunde Haut unter der Nase verwendet werden kann. Mit Aloe-Vera-Extrakt imprägnierte Papiertaschentücher sollen zudem die Reizung der Haut beim Naseschnauben vermindern. Patienten können sich bei Erkältungen auf die umfassende Beratung durch den Apotheker verlassen und erhalten die Arzneien, die genau zu ihren Beschwerden passen.

Quelle: Landesapothekerkammer Hessen

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