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Unterirdisches Zauberreich

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Was mit einer Zufallsentdeckung begann, entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einem beliebten Ausflugsziel im Sauerland. Insgesamt haben bereits mehr als 14 Millionen Besucher die Dechenhöhle besichtigt.

Als im Juni 1868 ein Eisenbahnarbeiter am Südhang des Sonderhorstberges im Grünertal seinen Hammer in einen schmalen Felsspalt fallen ließ, war dies der Startschuss für eine der atemberaubendsten Höhlenentdeckungen in Deutschland. Johann Carl Fuhlrott, der Forschungspionier und Entdecker des Neandertalers, schilderte seinem Freund, dem Naturwissenschaftler Prof. Carl Vogt folgendes: „…diese neue Höhle übertrifft an Schönheit der Tropfsteingebilde, an Zahl der Kammern und gewölbten Säle alles, was bis jetzt noch entdeckt wurde, und darf sich in dieser Beziehung den bekanntesten und besuchtesten (Höhlen) kühn an die Seite stellen!“.

Tropfsteinhöhle wird immer beliebter Schon etwa einen Monat nach der Entdeckung war ein Führungsweg durch den vorderen Teil der Höhle angelegt und im gleichen Jahr besichtigten bereits einige tausend Menschen das unterirdische Zauberreich. Anfang 1869 verlieh die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft als Höhleneigentümerin den Namen „Dechenhöhle“ zu Ehren des hochverdienten Oberberghauptmanns Heinrich von Dechen. Auch der berühmte Arzt und Abgeordnete Rudolf Virchow bemerkte zum „wunderbaren Tropfsteinschmuck“ der Dechenhöhle, dass er sich „mit höchstem Vergnügen einige Stunden darin bewegt habe.“

1869 kamen bereits mehr als 30 000 Besucher, 1890 waren es bereits 45 000. Die ersten Besucher wurden noch von Eisenbahnarbeitern bei Fackel- und Kerzenbeleuchtung durch die Höhle geführt, ab 1871 beleuchtete man die Höhle dann mit Fettgas. Um eine Verrußung der Tropfsteine zu vermeiden, installierte die Bahn 1890 als eine der weltweit ersten Höhlen eine elektrische Beleuchtung. Nach dem Krieg erlebte die Tropfsteinwelt in der Grüne ihre touristische Blütezeit: über 322 000 Besucher.

Viel Programm und Unterhaltung Weitere Erforschungen und eine neue Vermessung der Höhlengänge ließen die Gesamtlänge der Dechenhöhle bis heute auf über 900 Meter ansteigen. Ab dem Ende der 1980er Jahre kam es zu einer beispiellosen Entdeckungsphase, im Zuge derer die Länge aller bekannten Höhlen in der Umgebung der Dechenhöhle auf über 20 Kilometer anwuchs. Damit befindet sich im Tal der Dechenhöhle der größte Tropfsteinhöhlenpark Deutschlands.

Seit vielen Jahren werden zahlreiche Sonderveranstaltungen durchgeführt: Weihnachtliche Führungen mit Musik, Laternenführungen zu St. Martin, Kindergeburtstage, Konzerte und die Kunstveranstaltung „Höhlenlichter“. Gerade in Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche zunehmend den Kontakt zur Natur verlieren, sehen die Betreiber ihre Verantwortung darin, die besonders wertvollen Naturobjekte für alle als „Natur-Museen“ erlebbar zu erhalten. Die Höhle und das angeschlossene Deutsche Höhlenmuseum sind ganzjährig geöffnet.

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER APOTHEKE 01/18 auf Seite 96.

KONTAKT
Dechenhöhle
Dechenhöhle 5
58644 Iserlohn

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