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Ein Kleinod

© Apothekergarten Wiesbaden

Mit dem schönen Ausblick in das Aukammtal bis weit in den Taunus ist der 5500 Quadratmeter große Wiesbadener Apothekergarten eine gelungene Symbiose zwischen Gartenkunst, Pharmazie und Ökologie.

Bei seinem Besuch anlässlich des diesjährigen Apothekergartenfestes bezeichnete Oberbürgermeister Sven Gerich den Apothekergarten als ein echtes Juwel der Stadt Wiesbaden. Es ist ein ästhetisch sehr ansprechender Garten, denn die Arzneipflanzen sind nicht wie meistens in botanischen Gärten nach Familienzugehörigkeit, sondern nach gartenarchitektonischen Gesichtspunkten in Form von 28 nach Indikationsgruppen verteilten Beeten angeordnet. Zusammen mit malerisch verteilten Gehölz- und Baumgruppen und grünen Rasenteppichen.

Wem ist der Apothekergarten gewidmet? Ganz einfach: allen an Naturmedizin interessierten Besuchern, den Vertretern aller Heilberufe, Studierenden der Pharmazie und überhaupt all jenen, die in naturwissenschaftlichen Fächern zuhause sind; von Schülern und Lehrern aller Schulen in Wiesbaden und drumherum. Es ist ein Lern-Lehr-und Schaugarten. Seit 1999 gibt es die „Bürgerinitiative Apothekergarten“, die sich im „Freundeskreis Apothekergarten Wiesbaden e.V.“ zusammengefunden hat und sich für die Fortführung des Gartens einsetzt. Ein jährlicher Höhepunkt ist das in jedem Sommer veranstaltete Sommerfest. Zurzeit befinden sich im Apothekergarten 270 Heil-und Arzneipflanzen.

Viele dieser Pflanzen haben ihre Bedeutung für die Herstellung pflanzlicher Arzneimittel mit nachgewiesener Wirkung gemäß „Well established use“, die als wirksam und sicher gelten. Andere wiederum gelten als traditionelle Arzneimittel gemäß „Traditional use“, deren Wirkung bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Derartige Pflanzen stammen in der Regel aus der Volksmedizin. Wiederum andere Pflanzen gehören zu den besonderen Therapierichtungen (eigene Beete für Homöopathie und anthroposophische Medizin nach Rudolf Steiner). Eigene Bereiche des Apothekergartens sind die Beete mit Pflanzen aus der Signaturenlehre nach Paracelsus, der Hildegard-Medizin und des Klostergartens.

KONTAKT
Apothekergarten Wiesbaden
Aukammallee 39
65191 Wiesbaden

Große Wertschätzung Ohne das Fachwissen der Apotheker hätte man das wissenschaftlich stimmige Pflanzenkonzept nicht erstellen können. Außerdem übernahmen die Apotheker die fachliche Weiterentwicklung des Gartens, die Pflanzen-Etikettierung und was besonders beachtlich ist, es werden im Sommer wöchentlich ehrenamtliche Fachführungen nebst zahlreichen Sonderführungen angeboten, die von vielen Besuchern, nicht nur aus Wiesbaden, sondern von weit her, wahrgenommen werden.

Als besondere Wertschätzung des Apothekergartens besteht seit dem Jahre 2004 auch ein ehrenamtlicher Lehrauftrag der Pharmazie der Universität Mainz für das Fach Arzneipflanzenlehre für die Apotheker Dr. Ernst Binde und Dr. Hans-Dieter Herrmann. Eine besondere Wertschätzung gilt den Gärtnern des Grünflächenamtes der Stadt Wiesbaden für die Pflege des Apothekergartens. Dieser ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Grünflächenamt der Stadt Wiesbaden und den Apothekern. Die Pflege und Bewässerung des 5500 Quadratmeter großen Gartens nun schon im 31. Jahr gehört zu den schwierigsten Aufgaben überhaupt und wäre von den Apothekern allein nie zu bewältigen.

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER APOTHEKE 10/17 auf Seite 144.

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