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Wissens-Check | Nagelpilz

Wenn verstecken nicht mehr hilft

Sommer ist Sandalenzeit – Menschen mit Nagelpilz sehen der Jahreszeit allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. Viele schämen sich für ihre befallenen Nägel und suchen jetzt Hilfe in der Apotheke.

Die Beratung rund um das Thema Nagelpilz in der Selbstmedikation erfordert vonseiten des Apothekenpersonals Fachwissen und Fingerspitzengefühl, denn die Infektion ist nach wie vor ein Tabuthema, sodass der Gang in die Apotheke Überwindung kostet. Außerdem gibt es eine Vielzahl an Produkten zur Behandlung von Nagelpilz, deren Vor- und Nachteile für Kunden auf den ersten Blick nicht unbedingt zu erkennen sind – PTA und Apotheker dürfen ihre Kunden daher mit der Entscheidung nicht allein lassen, sondern haben die anspruchsvolle Aufgabe, ein geeignetes Präparat zu empfehlen.

Konsequent therapieren Nagelpilz ist mehr als nur ein kosmetisches Problem: Die Infektion ist ansteckend, kann sich weiter ausbreiten und geht zudem häufig mit einem hohen Leidensdruck einher. Hinzu kommt, dass die Mykose nicht von alleine ausheilt, eine Behandlung ist unumgänglich. Anderenfalls wird der gesamte Nagel nach und nach zerstört. Nagelpilz kann jeden treffen. Bereits kleinste Traumata des Nagels, etwa durch Sport oder zu enges Schuhwerk, reichen aus, um den Erregern das Eindringen in die Nagelplatte zu ermöglichen. Ein gesunder, intakter Nagel hingegen ist kaum zu infizieren.

In den meisten Fällen tritt die Infektion an den Fußnägeln auf, und zwar siebenmal häufiger als an den Fingernägeln. Grund dafür ist die unterschiedliche Wachstumsgeschwindigkeit: So wachsen Fingernägel zwei- bis dreimal schneller als Zehennägel. Auch Faktoren wie Rauchen, das Alter (rund jeder zweite über 65-Jährige ist betroffen), eine erbliche Prädisposition oder Erkrankungen wie Diabetes, erhöhen das Risiko einer Nagelmykose. Das Vorurteil, Nagelpilz sei ein Zeichen für mangelnde Hygiene, ist hingegen falsch.

Schleichender Befall Die häufigste Form der Onychomykose ist die sogenannte distale subunguale Nagelmykose. Dabei dringt der Pilz langsam vom freien Nagelrand her unter die Nagelplatte zum Nagelbettepithel vor. Dieses bildet dadurch eine Hornschicht als Polstergewebe, in dem sich massenhaft Pilze ansiedeln. Das Nagelbett ist dadurch der eigentliche Infektionsort. Äußerlich ist die Infektion zunächst durch eine Eintrübung zu erkennen. Der Nagel verfärbt in der Folge gelb-bräunlich, verdickt und beginnt zu bröckeln. Unbehandelt breitet sich der Pilz immer weiter aus.

Langer Atem nötig Nagelmykosen gehören zu den am schwierigsten behandelbaren Pilzerkrankungen. Von Betroffenen verlangt die Therapie viel Geduld und Durchhaltevermögen, denn sie muss solange durchgeführt werden, bis der Nagel vollständig und gesund nachgewachsen ist, damit die Infektion nicht erneut aufflammt. An den Fingernägeln ist mit einer Behandlungszeit von circa sechs Monaten zu rechnen, während die Therapiedauer bei Fußnägeln neun bis zwölf Monate oder länger betragen kann. Eine topische Behandlung mit Anti-Pilz-Lacken ist empfohlen, solange die Nagelwachstumszone (Nagelmatrix) nicht betroffen ist. Bei einem stärkeren Befall sollten PTA und Apotheker ihre Kunden an einen Dermatologen verweisen, der eine exakte Diagnose stellen und gegebenenfalls eine zusätzliche systemische Therapie mit Antimykotika verordnen kann.

Effektiv selbst behandeln Ein Arzneimittel gegen Nagelpilz sollte für eine nachhaltige Behandlung über zwei wichtige Eigenschaften verfügen:

1. Der Wirkstoff sollte in der Lage sein, die Erreger sowie deren Sporen abzutöten, also über fungizide und sporozoide Eigenschaften verfügen.
2. Darüber hinaus muss der Wirkstoff in therapeutisch wirksamer Konzentration bis tief in den Nagel eindringen können, um auch die Pilze im Nagelbett zu erreichen.

Der Anti-Pilz-Lack Ciclopoli® gegen Nagelpilz wird diesen Ansprüchen aufgrund seiner einzigartigen wasserlöslichen Lacktechnologie und dem hochwirksamen Wirkstoff Ciclopirox gerecht. Ciclopirox besitzt ein breites Wirkspektrum, welches Fadenpilze, Hefen sowie Schimmelpilze umfasst, die ebenfalls als Auslöser für Nagelpilz in Frage kommen. Die Wirkung wird über verschiedene Wirkmechanismen vermittelt, die sich nicht nur auf die Zellwand von Pilzen, sondern auch auf Angriffspunkte in der Pilzzelle erstrecken. So bewirkt der Ciclopirox nicht nur ein Absterben der Pilzerreger, er ist auch in der Lage, Pilzsporen in ihrem stoffwechselarmen Ruhestadium abzutöten. Weiterhin besitzt der Wirkstoff invitro antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, welche zum Beispiel bei Diabetikern dazu beitragen können, Superinfektionen zu verhindern.

Die galenische Herausforderung: Das Durchdringen des Wirkstoffs durch die Barriere des Nagelkeratins stellt eine große medizinische Herausforderung dar. Wasserlöslicher Lack erweist sich hier als besonders effizient, denn aufgrund seiner einzigartigen Galenik dringt er rasch in den Nagel ein und erreicht im Vergleich zu wasserfesten Lacken mit Ciclopirox oder Amorolfin eine höhere Wirkstoffkonzentration am Ort des Geschehens. Als Transportvehikel ist das hydrophile Biopolymer Hydroxypropylchitosan (HPCH), enthalten. HPCH bindet an das Nagelkeratin und dringt in den Nagel ein. Dadurch ist es in der Lage, den Wirkstoff bis tief in den Nagel und das Nagelbett – den eigentlichen Infektionsort – zu transportieren.

»Entscheidend ist, dass der Anti-Pilz-Wirkstoff sowohl gegen Pilze als auch Sporen wirkt und bis ins Nagelbett gelangt.«


Überzeugende klinische Wirkweise Ciclopoli stellt eine intelligente Kombination aus HPCHbasierter Lackgrundlage und fungizidem, sporozoidem Ciclopirox dar – ein starkes Team im Kampf gegen Nagelpilz. In einer randomisierten, klinischen Langzeitstudie wurde der wasserlösliche HPCH-Lack über 48 Wochen bei 137 Patienten täglich angewendet und mit einem handelsüblichen 5%-Amorolfin-Nagellack, der zweimal wöchentlich aufgetragen wurde, verglichen. Ciclopoli war dem Amorolfin-Lack in Bezug auf den Therapieerfolg1 nach 48 Wochen statistisch signifikant überlegen (58,3% vs. 26,7%; p < 0,001). Diese Überlegenheit zeigte sich ebenfalls hinsichtlich der Komplettheilung2 nach 48 Wochen (35% vs. 11,7%; p < 0,001). Im unmittelbaren Vergleich mit dem 5%-Amorolfin-Lack erbrachte Ciclopoli am Therapie-Ende signifikant bessere Ergebnisse.

Für jeden Kunden das Richtige Auf dem Markt befinden sich verschiedene Produkte zur Behandlung von Nagelpilz. Diese unterscheiden sich in Bezug auf ihre Galenik, Anwendungsweise und -häufigkeit. Gemeinsam ist allen Produkten, dass der Nagel bis zur vollständigen Heilung gesund nachgewachsen sein muss. Die Dauer der Behandlung hängt demnach von der Geschwindigkeit des Nagelwachstums und des Befallsgrades ab. Darauf sollten PTA und Apotheker ihre Kunden immer hinweisen – eine schnellere Lösung oder eine Kurzzeittherapie bei Nagelpilz gibt es nicht.

Wasserfeste Lacke auf Polyvinylund Acrylbasis mit Amorolfin (5%) oder Ciclopirox (8%) werden je nach Produkt einmal täglich bis einmal wöchentlich aufgetragen. Sie bilden eine feste, undurchlässige Schicht, die auf dem Nagel verbleibt. Häufig wird empfohlen, den Nagel vor dem Auftragen des Lacks mit einer Feile dünn zu feilen, sodass der Wirkstoff besser in den Nagel eindringen kann. Vor der nächsten Anwendung muss die Lackschicht mit Lösungsmitteln entfernt werden.

TOPISCH ODER SYSTEMISCH

Eine topische Behandlung mit Anti-Pilz-Lacken wird empfohlen, solange die Nagelwachstumszone (Nagelmatrix) nicht betroffen ist. Bei einem stärkeren Befall sollten PTA und Apotheker ihre Kunden an einen Dermatologen verweisen, der eine exakte Diagnose stellen und gegebenenfalls eine zusätzliche systemische Therapie mit Antimykotika verordnen kann.

So einfach wie Zähneputzen An dieser Stelle wird ein weiterer Vorteil des wasserlöslichen HPCH-Lacks deutlich, denn bei dessen Verwendung ist ein Feilen der Nageloberfläche aufgrund der guten Penetrationseigenschaften nicht erforderlich. Innerhalb von sechs Stunden nach dem Auftragen dringt der Wirkstoff tief in den Nagel ein, bis in das Nagelbett. Dabei festigt HPCH zusätzlich den Nagel und vermindert die Brüchigkeit.

Lackreste werden am nächsten Morgen einfach mit Wasser abgespült. Auch wenn eine einmal wöchentlich stattfindende Behandlung zunächst attraktiv klingt, sie birgt dennoch die Gefahr, das Auftragen zu vergessen, was Auswirkungen auf den Heilungsprozess haben kann. Für viele Kunden ist es dagegen leichter, das Einpinseln als tägliches Ritual in die abendliche Routine zu integrieren – ähnlich wie das Zähneputzen. Dies und die einfache Handhabung fördern auch die Therapietreue.

Tipps für das Beratungsgespräch Als kompetentes Apothekenpersonal helfen Sie Betroffenen dabei, das passende Produkt gegen Nagelpilz auszuwählen. Schaffen Sie zunächst eine diskrete Gesprächsatmosphäre und bedenken Sie, dass es sich beim Nagelpilz um ein Tabuthema handelt. Konkret bedeutet das, die Gesprächslautstärke zu reduzieren sowie den Blickkontakt zu den Kunden zu halten, um ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Geben Sie den Patienten außerdem einen ehrlichen Überblick über den Behandlungsablauf. Es ist sinnvoll, die Anwender darüber zu informieren, dass die Therapie Geduld erfordert und der Therapiefortschritt sich erst nach einigen Wochen zeigt, wenn der Nagel sichtbar gesund herauswächst.

Auf diese Weise erreichen Sie, dass Betroffene den Prozess mit der richtigen Einstellung antreten und nicht frühzeitig das Handtuch werfen. Die große Auswahl an Produkten kann Ihre Kunden verunsichern. Weisen Sie im Rahmen der Beratung daher auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Präparate sowie auf aktuelle Studien hin und sprechen Sie eine konkrete Empfehlung aus, um die Therapie einzuleiten und zu unterstützen. Raten Sie Nagelpilz-Patienten außerdem zur regelmäßigen Schuhdesinfizierung, um Wiederansteckungen zu vermeiden. Bewährt ist ein spezielles Schuhspray mit dem Aktivstoff Octopirox®.

Den Artikel finden Sie auch in die PTA IN DER APOTHEKE 04/17 ab Seite 52. 

Martina Görz, PTA und Fachjournalistin



Fußnoten:
1 Konversion zu negativer KOH-Mikroskopie und negativer Pilzkultur und ≤10 Prozent Restbefall des Nagels (verblindeter Gutachter)
2 Konversion zu negativer KOH-Mikroskopie und negativer Pilzkultur und 100 Prozent geheilter Nagel (verblindeter Gutachter)



Ciclopoli® gegen Nagelpilz. Wirkstoff: 8% Ciclopirox. Zusammensetzung: 1 g wirkstoffhaltiger Nagellack enthält 80 mg Ciclopirox. Sonstige Bestandteile: Ethylacetat, Ethanol 96%, Cetylstearylalkohol, Hydroxypropylchitosan, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen der Nägel durch Dermatophyten und/oder andere Ciclopirox-sensitive Pilze. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff. Kinder unter 18 Jahren (fehlende Erfahrung). Nebenwirkungen: Sehr selten Rötung, Schuppung, Brennen und Jucken an den behandelten Stellen. Warnhinweis: Enthält Cetylstearylalkohol, örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. irritative Kontaktdermatitis) möglich. Apothekenpflichtig. Stand: Jan. 2017. Polichem SA; 50, Val Fleuri; LU-1526 Luxemburg. Mitvertrieb:
Almirall Hermal GmbH, Geschäftsbereich Taurus Pharma; Scholtzstr. 3; D-21465 Reinbek info@almirall.de

Wissens-Check

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