Ein Blitz aus der Ferne
Blitze und ihre Ladungsäste - ein besonderes Naturschauspiel. © Christian Pinillo Salas / iStock / Getty Images Plus

Forschung | Geburt eines Blitzes

WAS MICHELANGELOS FRESKO MIT BLITZEN ZU TUN HAT

Blitze sind ein faszinierendes Phänomen. Doch wie wird ein Blitz eigentlich geboren? Forscher entschlüsselten jetzt den Moment, in dem der Kontakt aus den Wolken mit dem Boden erfolgt.

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Basis der Analyse bildeten hochpräzise Aufnahmen aus Peking, die an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften ausgenommen wurden; Rubin Jiang mit seinem Team hatten in einem Gewitter mit einer Hochgeschwindigkeitskamera Blitze aufgenommen – im Abstand von 2,6 Mikrosekunden.

Ein Zeitpunkt interessierte die Experten dabei besonders: Jener, in dem nach unten gerichtete Ladungskanäle einer Gewitterwolke mit den nach oben gerichteten Ladungskanälen am Boden in Kontakt kommen und sich zu einem Blitzkanal verbinden. Man spricht dabei vom „finalen Sprung“.

Man fand heraus: Ein einziger Ladungskanal pro Seite reicht aus, um sich zu einem großen Blitzleiter zusammenzuschließen.

Das nun dokumentierte Vorgehen erinnert an die beiden Hände im berühmten Fresko von Michelangelo zur Erschaffung Adams, deren Finger sich von oben und unten annähern.

Blitze zwischen Himmel und Erde entstehen grundsätzlich, wenn sich negative Ladungen in einer Gewitterwolke und positive Ladungen am Boden bilden. Durch die Unterschiede entsteht eine Spannung, die sich in einem Blitz entlädt. Da Luft ein schlechter Leiter ist, sind dafür mehrere Millionen Volt nötig – also eine Ladung, mit der ein lebender Körper besser nicht in Berührung kommen sollte.

Die Ladungen in so einer Wolke elektrisieren dabei die umliegenden Luftmoleküle. Es fließt ein Strom, der sich in wenigen Mikrosekunden mehrere Meter voranbewegt und verzweigt – das wird „Finger“ genannt. Laut der aktuellen Auswertung geht das so lange, bis die Spitze eines der Finger nah genug an ein positiv geladenes Gegenstück am Boden gelangt. Ein Aufleuchten deutet auf einen Kontakt hin – unmittelbar danach blitzt es heftig.

Die Beobachtung lege nahe, dass der erste Kontakt zwischen den Strängen die Route für den Blitz vorgebe, sagen die Forscher. Der Strang der Ladungen erhitze sich dann blitzschnell und transportiere große Mengen geladener Teilchen zwischen Wolke und Grund.

Eine Frage bleibt jedoch: Wo wird der Blitz einschlagen? Dazu bildet er einfach zu viele verästelte Ladungsäste – welcher davon den Boden berührt, bleibt unklar – aber ein Naturschauspiel.

Alexandra Regner,
PTA und Medizinjournalistin

Quelle: Der Spiegel

Feierabend! - Lifestyle-Themen für PTA

Ein Blitz aus der Ferne
Blitze und ihre Ladungsäste - ein besonderes Naturschauspiel. © Christian Pinillo Salas / iStock / Getty Images Plus

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Blitze sind ein faszinierendes Phänomen. Doch wie wird ein Blitz eigentlich geboren? Forscher entschlüsselten jetzt den Moment, in dem der Kontakt aus den Wolken mit dem Boden erfolgt.

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Basis der Analyse bildeten hochpräzise Aufnahmen aus Peking, die an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften ausgenommen wurden; Rubin Jiang mit seinem Team hatten in einem Gewitter mit einer Hochgeschwindigkeitskamera Blitze aufgenommen – im Abstand von 2,6 Mikrosekunden.

Ein Zeitpunkt interessierte die Experten dabei besonders: Jener, in dem nach unten gerichtete Ladungskanäle einer Gewitterwolke mit den nach oben gerichteten Ladungskanälen am Boden in Kontakt kommen und sich zu einem Blitzkanal verbinden. Man spricht dabei vom „finalen Sprung“.

Man fand heraus: Ein einziger Ladungskanal pro Seite reicht aus, um sich zu einem großen Blitzleiter zusammenzuschließen.

Das nun dokumentierte Vorgehen erinnert an die beiden Hände im berühmten Fresko von Michelangelo zur Erschaffung Adams, deren Finger sich von oben und unten annähern.

Blitze zwischen Himmel und Erde entstehen grundsätzlich, wenn sich negative Ladungen in einer Gewitterwolke und positive Ladungen am Boden bilden. Durch die Unterschiede entsteht eine Spannung, die sich in einem Blitz entlädt. Da Luft ein schlechter Leiter ist, sind dafür mehrere Millionen Volt nötig – also eine Ladung, mit der ein lebender Körper besser nicht in Berührung kommen sollte.

Die Ladungen in so einer Wolke elektrisieren dabei die umliegenden Luftmoleküle. Es fließt ein Strom, der sich in wenigen Mikrosekunden mehrere Meter voranbewegt und verzweigt – das wird „Finger“ genannt. Laut der aktuellen Auswertung geht das so lange, bis die Spitze eines der Finger nah genug an ein positiv geladenes Gegenstück am Boden gelangt. Ein Aufleuchten deutet auf einen Kontakt hin – unmittelbar danach blitzt es heftig.

Die Beobachtung lege nahe, dass der erste Kontakt zwischen den Strängen die Route für den Blitz vorgebe, sagen die Forscher. Der Strang der Ladungen erhitze sich dann blitzschnell und transportiere große Mengen geladener Teilchen zwischen Wolke und Grund.

Eine Frage bleibt jedoch: Wo wird der Blitz einschlagen? Dazu bildet er einfach zu viele verästelte Ladungsäste – welcher davon den Boden berührt, bleibt unklar – aber ein Naturschauspiel.

Alexandra Regner,
PTA und Medizinjournalistin

Quelle: Der Spiegel

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Blitze und ihre Ladungsäste - ein besonderes Naturschauspiel. © Christian Pinillo Salas / iStock / Getty Images Plus

Forschung | Geburt eines Blitzes

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Blitze sind ein faszinierendes Phänomen. Doch wie wird ein Blitz eigentlich geboren? Forscher entschlüsselten jetzt den Moment, in dem der Kontakt aus den Wolken mit dem Boden erfolgt.

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Basis der Analyse bildeten hochpräzise Aufnahmen aus Peking, die an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften ausgenommen wurden; Rubin Jiang mit seinem Team hatten in einem Gewitter mit einer Hochgeschwindigkeitskamera Blitze aufgenommen – im Abstand von 2,6 Mikrosekunden.

Ein Zeitpunkt interessierte die Experten dabei besonders: Jener, in dem nach unten gerichtete Ladungskanäle einer Gewitterwolke mit den nach oben gerichteten Ladungskanälen am Boden in Kontakt kommen und sich zu einem Blitzkanal verbinden. Man spricht dabei vom „finalen Sprung“.

Man fand heraus: Ein einziger Ladungskanal pro Seite reicht aus, um sich zu einem großen Blitzleiter zusammenzuschließen.

Das nun dokumentierte Vorgehen erinnert an die beiden Hände im berühmten Fresko von Michelangelo zur Erschaffung Adams, deren Finger sich von oben und unten annähern.

Blitze zwischen Himmel und Erde entstehen grundsätzlich, wenn sich negative Ladungen in einer Gewitterwolke und positive Ladungen am Boden bilden. Durch die Unterschiede entsteht eine Spannung, die sich in einem Blitz entlädt. Da Luft ein schlechter Leiter ist, sind dafür mehrere Millionen Volt nötig – also eine Ladung, mit der ein lebender Körper besser nicht in Berührung kommen sollte.

Die Ladungen in so einer Wolke elektrisieren dabei die umliegenden Luftmoleküle. Es fließt ein Strom, der sich in wenigen Mikrosekunden mehrere Meter voranbewegt und verzweigt – das wird „Finger“ genannt. Laut der aktuellen Auswertung geht das so lange, bis die Spitze eines der Finger nah genug an ein positiv geladenes Gegenstück am Boden gelangt. Ein Aufleuchten deutet auf einen Kontakt hin – unmittelbar danach blitzt es heftig.

Die Beobachtung lege nahe, dass der erste Kontakt zwischen den Strängen die Route für den Blitz vorgebe, sagen die Forscher. Der Strang der Ladungen erhitze sich dann blitzschnell und transportiere große Mengen geladener Teilchen zwischen Wolke und Grund.

Eine Frage bleibt jedoch: Wo wird der Blitz einschlagen? Dazu bildet er einfach zu viele verästelte Ladungsäste – welcher davon den Boden berührt, bleibt unklar – aber ein Naturschauspiel.

Alexandra Regner,
PTA und Medizinjournalistin

Quelle: Der Spiegel

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Auf unserer Seite bieten wir Ihnen aktuelle Themen, die für Sie als PTA beruflich interessant sind. Aber es gibt ja auch noch das Leben außerhalb der Apotheke! In unserer neuen Rubrik Feierabend! sammeln wir für Sie Tipps zu Freizeit-Aktivitäten.

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Blitze und ihre Ladungsäste - ein besonderes Naturschauspiel. © Christian Pinillo Salas / iStock / Getty Images Plus

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Blitze sind ein faszinierendes Phänomen. Doch wie wird ein Blitz eigentlich geboren? Forscher entschlüsselten jetzt den Moment, in dem der Kontakt aus den Wolken mit dem Boden erfolgt.

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Ein Zeitpunkt interessierte die Experten dabei besonders: Jener, in dem nach unten gerichtete Ladungskanäle einer Gewitterwolke mit den nach oben gerichteten Ladungskanälen am Boden in Kontakt kommen und sich zu einem Blitzkanal verbinden. Man spricht dabei vom „finalen Sprung“.

Man fand heraus: Ein einziger Ladungskanal pro Seite reicht aus, um sich zu einem großen Blitzleiter zusammenzuschließen.

Das nun dokumentierte Vorgehen erinnert an die beiden Hände im berühmten Fresko von Michelangelo zur Erschaffung Adams, deren Finger sich von oben und unten annähern.

Blitze zwischen Himmel und Erde entstehen grundsätzlich, wenn sich negative Ladungen in einer Gewitterwolke und positive Ladungen am Boden bilden. Durch die Unterschiede entsteht eine Spannung, die sich in einem Blitz entlädt. Da Luft ein schlechter Leiter ist, sind dafür mehrere Millionen Volt nötig – also eine Ladung, mit der ein lebender Körper besser nicht in Berührung kommen sollte.

Die Ladungen in so einer Wolke elektrisieren dabei die umliegenden Luftmoleküle. Es fließt ein Strom, der sich in wenigen Mikrosekunden mehrere Meter voranbewegt und verzweigt – das wird „Finger“ genannt. Laut der aktuellen Auswertung geht das so lange, bis die Spitze eines der Finger nah genug an ein positiv geladenes Gegenstück am Boden gelangt. Ein Aufleuchten deutet auf einen Kontakt hin – unmittelbar danach blitzt es heftig.

Die Beobachtung lege nahe, dass der erste Kontakt zwischen den Strängen die Route für den Blitz vorgebe, sagen die Forscher. Der Strang der Ladungen erhitze sich dann blitzschnell und transportiere große Mengen geladener Teilchen zwischen Wolke und Grund.

Eine Frage bleibt jedoch: Wo wird der Blitz einschlagen? Dazu bildet er einfach zu viele verästelte Ladungsäste – welcher davon den Boden berührt, bleibt unklar – aber ein Naturschauspiel.

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