• Mit Aktionen glänzen
  • PKA-Fortbildung
01. September 2017

Mit Aktionen glänzen

Ehepaar vor dem Schaufenster
Erfolgreich planen und umsetzen will gelernt sein. Gerade bei Aktionen können engagierte PKA sich in Planung, Vorbereitung und Durchführung gut einbringen.

Huch! Die PKA packt ein Hautanalysegerät aus. Kosmetikaktion? Nächste Woche schon? Oh Gott, wir haben ja gar keine Werbung dafür gemacht, keine festen Kundentermine aquiriert. Das ist im Trubel des Alltags völlig untergegangen. Es wurde nicht sorgfältig kommuniziert und geplant. Damit so etwas zukünftig nicht mehr geschieht, eine kleine Anleitung zur sinnvollen, erfolgreichen Aktionsplanung.

Warum überhaupt Aktionen? Die Anziehungskraft und Attraktivität der Apotheke steigern Aktionen – als Aktionstage oder -Wochen. Sie helfen dem Image, dem Erscheinungsbild, der Profilierung, machen womögliche Schwerpunkte, Kompetenzen oder Spezialisierungen bekannt. Auch (Einkaufs)-Erlebnisse vermitteln oder sich interessant als lokaler Werbepartner machen, können Aktionsziele sein. Oder „Gesundheitsmuffel“ zu Neukunden zu machen. Alles, außer gewöhnlich sein, sollte die Devise lauten! Also: Auffallen, anders als die Konkurrenz sein, positive Gefühle beim potenziellen Kunden erzeugen – das ist das Ziel. Erfolgreich sind Aktionen aber nur, wenn sie von langer Hand geplant und sinnvoll umgesetzt werden und nicht als ad hoc-Aktionsentscheidungen fallen – ohne die Mitarbeiter gezielt einzubinden. Klare Strukturierung, aber auch kaufmännisches Wissen – wie es eine PKA hat – sind notwendig.

Konzentration auf das Wesentliche Zunächst: Was ist überhaupt eine Aktion? Antwort: Eine Bündelung von Marketingmaßnahmen rund um ein vorgegebenes Thema. Oder auch: Eine (genau geplante) Aktivität, die einem bestimmte Zweck dient. Dabei gilt: „Weniger ist mehr”. Vier bis sechs gut in Szene gesetzte Aktionen sind jährlich sinnvoller als jeden Monat ein bis zweimal undurchdachten Aktionismus anzupreisen. Manche Apothekenkooperationen gehen Mit Aktionen glänzen hier mit gutem Beispiel voran, erarbeiten für genau vier bis sechs Marketingschwerpunkte ausformuliertes Aktionsmaterial, kümmern sich um Kooperationspartner aus Großhandel und Industrie. Doch auch hier bleibt die Umsetzung immer noch der Vor-Ort-Apotheke vorbehalten.

Und stärker auf die Individualapotheke abgestimmte Aktionen müssen auch individuell geplant werden. Also: Rechtzeitig Ideen sammeln, anzusprechende Zielgruppen formulieren. Hier hat sicherlich die Apothekenleitung mit der geplanten Ausrichtung der Apotheke das Vorgaberecht, doch auch Mitarbeiter können sich hier gut profilieren. Ob beispielsweise eine „Speck weg“-Aktion, eine „Medikations-Check“-Aktion, Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck im Mittelpunkt stehen, ein Schmerzmobil angemietet wird, eine Kosmetik-Promotion-Aktion mit Hautanalyse ansteht, eine Muttertags- oder Vatertags-Aktion, eine externe Präsentation mit Stand beim Stadtlauf, der örtlichen Gesundheitsmesse oder eine einfache Preis-Aktion für ein bestimmtes Sortiment – schon bei der Planung sollten möglichst alle Mitarbeiter einbezogen werden.