• Chronische Übersäuerung
  • PTA-Fortbildung
01. Februar 2017

Ein sensibler Balanceakt

Frau balanciert auf Stein
Säurebildende Nahrungsmittel

Beurteilung der Ernährung Um eine chronische Übersäuerung zu erkennen, können die individuellen Ernährungsgewohnheiten betrachtet werden. Dies ist auch in der Apotheke möglich. Fragen Sie Ihren Kunden im Beratungsgespräch nach seiner Ernährung. Lassen Sie ihn erzählen, was er in den letzten Tagen zu den Mahlzeiten und zwischendurch gegessen hat. Sie können ihn auch konkret fragen, wie viel Fleisch und Milchprodukte er üblicherweise isst oder Gemüse und Obst aufzählen lassen, das er in den letzten Tagen gegessen hat. So stellt sich unter Umständen bereits im Gespräch heraus, ob sich Ihr Kunde überwiegend sauer oder basisch ernährt. Hersteller von Basenpräparaten bieten für die Beratung Nahrunsgmitteltabellen an, die anschaulich zeigen, welche Lebensmittel säurebildend oder basisch sind. Im Buchhandel gibt es auch Taschenbücher mit Lebensmitteltabellen. Auch die Erstellung eines Ernährungsprotokolls und die anschließende Auswertung können hilfreich sein.

Empfehlung von Basenpräparaten Wie bereits erwähnt, gibt es keine eindeutigen Symptome, die eine chronische Übersäuerung anzeigen. Die latente Azidose gilt auch nicht als primäre Erkrankung. Dennoch kann sie zu Störungen des Allgemeinbefindens und zu unspezifischen Beschwerden führen. Daher sollten Sie bei Kunden, die über Müdigkeit und Erschöpfung, Gelenk- und Muskelschmerzen oder Hautprobleme klagen, an eine chronische Übersäuerung denken. Fragen Sie nach den Ernährungsgewohnheiten und empfehlen Sie, die Ernährung auf basische Lebensmittel umzustellen und mit geeigneten Nahrungsergänzungen zu begleiten.

Zur raschen Entlastung des Stoffwechsels können Sie Basenpräparate empfehlen, die es in vielen verschiedenen Darreichungsformen gibt. Wie zum Beispiel als Tablette, Direkt- Stick, Granulat oder lösliches Pulver mit und ohne Geschmack. Granulate können in Speisen und Getränke eingerührt, lösliche Getränkepulver in Wasser aufgelöst werden. Auch reine basische Mineralstoffe ohne jegliche Zusätze, wie Basica Vital® pur, sind mittlerweile erhältlich. Ein Basenpräparat sollte mindestens zwei bis drei Monate lang regelmäßig eingenommen werden. Auch Kunden, die eine Diät oder eine Fastenkur planen, können Sie mit einem Basenpräparat als Zusatzempfehlung unterstützen.

Sabine Breuer Apothekerin/Redaktion

Sind Sie Fachpersonal aus dem pharmazeutisch-technischen Umfeld?
Zur PTA Webseite