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01. Juli 2017

Corporate Identity

Computer Tisch
Corporate Identity (CI) – ein Schlagwort aus dem Marketing. Doch was beinhaltet es? Wieso ist der Innen- und Außenauftritt einer Apotheke so relevant? Lesen Sie, was eine PKA hierzu wissen sollte.

Unternehmensidentität, Persönlichkeit des Unternehmens, übergeordnete Unternehmensstrategie, Selbstbild oder sämtliche Charakteristika des Unternehmens, Visualisierung der Einzigartigkeit: Es gibt viele „Übersetzungen“ der CI, Corporate Identity. Auch alle Maßnahmen zur Markenbildung gehören dazu. Rationale und emotionale Führung, Mitarbeiter, die sich für das Wohl der Apotheke einsetzen. Ein Leitbild, das nicht von der Apothekenleitung übergestülpt, sondern von allen gelebt wird, womit sich jeder identifiziert. Kurzum: Alles, was das Unternehmen Apotheke voranbringt.

CI – als Kommunikationskonzept
Auch eine Apotheke hat so etwas wie Persönlichkeit: Eigenschaften, Stärken und Schwächen. Stimmt bei einem Menschen die innere Einstellung mit der äußeren Wirkung überein, wirkt eine Person authentisch und glaubwürdig. Wenn nicht, so hat man oft das Gefühl, dass etwas „nicht stimmt“. Man spürt eine Diskrepanz, die unbewusst das Vertrauen mindert, Skepsis hervorruft. Nicht anders verhält es sich bei einem Unternehmen. Auch ein Unternehmen kann nicht „nicht kommunizieren“. Ein strukturiertes, einheitliches Selbstverständnis, eine klare Positionierung mit deutlicher Identität sollten deshalb die Apotheke bestimmen.

Die Apotheke muss zu einer Marke gemacht werden. Eine erfolgreiche Marke ist nicht nur eine durchaus profitable Sache, wenn man sie irgendwann einmal verkaufen möchte. Sie hat auch eine wichtige Funktion im Rahmen der Kundenbeziehungen. Ist die Apotheke eine Marke, gibt sie dem Kunden Sicherheit bezogen auf die Qualität des Einkaufs – und genau dies will schließlich eine Apotheke auch vermitteln. Hierfür gilt es Normen zu entwickeln, Kompetenz zu zeigen, durch verbales und nonverbales Verhalten Signale an die Öffentlichkeit, den Kunden, aber auch Alles außer gewöhnlich Geschäftspartner zu senden, die das gewünschte Image unterstreichen.

CI – als strategische Unternehmensführung
Sinnvoll ist ein Leitbild, eine Leitkultur, die von der Apothekenleitung vorgelebt und von allen Mitarbeitern akzeptiert und täglich umgesetzt wird, womöglich sogar vom Team gemeinsam entwickelt wurde. Wer möchte denn nicht gerne in einem Unternehmen arbeiten, in dem er selbst an der Strategie, am Verhaltenskonzept, mitgewirkt hat? Das Leitbild ist das Herz jedes CI-Prozesses. Hier werden Vision (Träume, Zukunfts-Chancen; Wo wollen wir uns hin entwickeln?), Mission (Kernkompetenzen, was macht uns einzigartig?), Verhaltensnormen („Wir wollen Kunden begeistern“), Stil und Werte der Apotheke anschaulich und präzise definiert.

Dieses formulierte Selbstverständnis und die angestrebten Verhaltensweisen müssen den Mitarbeitern klar sein – und diese sollten sich möglichst zu 100 Prozent damit identifizieren. Das Musketier-Motto „Alle für einen, einer für alle“, ein „Wir-Bewusstsein“ sind hier sehr hilfreich. Der Chef koordiniert. Er steuert die gruppendynamischen Prozesse und versucht bei Disharmonien die individuellen Werthaltungen und Einstellungen, Sympathien und Antipathien im Rahmen der Apothekenstrategie und des Leitbildes in Übereinstimmung zu bringen. Leider lässt genau dies so manche Apothekenleitung eher vermissen, sodass es sich lohnen kann, gerade bei der Einführung einer konsequenten CI einen externen Berater als Unterstützung hinzuzuziehen.