• Mund- und Zahnpflege
  • PTA-Fortbildung
01. September 2017

Alles Gute für Zähne und Zahnfleisch

Das Gebiss eines Erwachsenen umfasst, wenn auch die Weisheitszähne vorhanden sind, 32 Zähne. Jeweils 16 im Ober- und im Unterkiefer: je vier Schneidezähne, zwei Eckzähne, vier kleine Backenzähne (Prämolare), vier große Backenzähne (Molare) und zwei Weisheitszähne.

Der Mensch verfügt im Laufe seines Lebens über zwei natürliche Zahnsätze: Die Milchzähne und die bleibenden Zähne. Sowohl die Milchzähne als auch das bleibende Gebiss ist von Geburt an im Kiefer angelegt. Der Durchbruch des ersten Milchzahnes erfolgt meist im sechsten Lebensmonat, wobei der Zeitpunkt individuell stark schwanken kann. Normalerweise brechen zuerst die unteren Schneidezähne durch, kurz darauf folgen die oberen. Ungefähr ein Jahr später sind auch die Eckzähne und die ersten Backenzähne sichtbar. Bis zum 30. Lebensmonat ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen meist komplett.

Zahnwechsel Ungefähr mit sechs Jahren schieben sich dann die ersten bleibenden Zähne durch und die Milchzähne beginnen auszufallen. Der erste bleibende Zahn ist meistens ein großer Backenzahn. Da er hinter der Milchzahnreihe erscheint, ohne dass dafür ein Milchzahn ausfällt, verläuft der Durchbruch gewöhnlich unbemerkt. Bevor die Milchzähne zu wackeln beginnen, werden erst einmal die Zahnzwischenräume durch das Wachstum des Kiefers links und rechts größer (lückige Zahnstände).

Damit stellt der Organismus sicher, dass für die größeren bleibenden Zähne genügend Platz vorhanden ist, um eine Schachtelstellung zu verhindern. Der eigentliche Zahnwechsel beginnt erst ungefähr ein Jahr später mit Erscheinen der mittleren Schneidezähne. Es schließen sich die seitlichen Schneidezähne, die Eckzähne und schließlich im Alter von circa elf Jahren die kleinen Backenzähne an, mit deren Durchbruch der Prozess des Zahnwechsels vorerst endet. Bis zum 14. Lebensjahr folgen dann die hinteren Backenzähne.

Diese haben generell keine Milchzahnvorgänger, sie entstehen nur im bleibenden Gebiss. Sie werden auch Mahlzähne genannt, weil sie die Nahrung ganz fein zerkleinern. Ab dem 16. Lebensjahr erscheinen die Weisheitszähne, wobei letzte nicht bei jedem angelegt sind oder nicht immer durchbrechen. Die Weisheitszähne können sich auch deutlich später zeigen, möglicherweise erst zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr.

KAUEN ODER LUTSCHEN GEGEN KARIES

Für die Mund- und Zahnpflege können auch Zahnpflegekaugummis empfohlen werden. Sie sind zwar kein vollwertiger Ersatz für das Putzen, können aber im Notfall nach dem Essen zum Einsatz kommen, vor allem nach dem Verzehr von Süßigkeiten oder gesüßten Getränken. Das Kauen regt die Speichelbildung an, wodurch Nahrungsreste und Bakterien aus dem Mundraum gespült werden. Zudem neutralisieren Puffersysteme im Speichel Säuren, die in der Zahnplaque produziert werden. Sind dem Kaugummi noch Fluoride zugesetzt, fördern sie zudem die Remineralisierung der Zähne. Allerdings erreichen Kaugummis nicht alle Stellen, an denen sich Plaque bildet. Das ist nur mit Zähneputzen und einer Zahnzwischenraumpflege möglich. Relativ neu sind Lutschtabletten mit probiotischer Wirkungsweise. Sie enthalten Bakterien (Lactobacillus reuteri), die im Speichel natürlich vorkommen. Diese sollen die Mundflora unterstützen, indem sie ihr natürliches Gleichgewicht wiederherstellen und damit die natürlichen Abwehrmechanismen des Mundes stärken. Eine Plaque-Neubildung und eine Besiedlung mit pathogenen Bakterien soll auf diese Weise gehemmt werden.

Vollständiges Gebiss Ein verspätetes Zahnen bei Kleinkindern oder eine abweichende Reihenfolge beim späteren Zahndurchbruch sind aber nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge, denn sowohl der genaue Zeitpunkt als auch die Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, können individuell sehr verschieden sein. Schließlich umfasst das Gebiss eines Erwachsenen, wenn auch die Weisheitszähne vorhanden sind, 32 Zähne. Jeweils 16 im Ober- und im Unterkiefer: je vier Schneidezähne, zwei Eckzähne, vier kleine Backenzähne (Prämolare), vier große Backenzähne (Molare) und zwei Weisheitszähne.

Zähne und Zahnfleisch Jeder Zahn besteht aus der sichtbaren Zahnkrone (Corona), die in den Zahnhals (Colum) übergeht, der den Übergang zur Zahnwurzel (Radix) darstellt, die im Kiefer sitzt. Während Schneideund Eckzähne normalerweise nur eine Wurzel haben, weisen die Backenzähne mehrere auf. Der Zahn ist wiederum aus mehreren Schichten aufgebaut. Die äußere Hülle ist der sehr harte, aber säurelösliche Zahnschmelz (Enamelum). Er besteht hauptsächlich aus Kalziumphosphat (Hydroxylapatit) und kann nicht vom Körper nachgebildet werden.

Der Zahnschmelz ummantelt das innen liegende – durch Biomineralisation nachwachsende – knochenähnliche Zahnbein (Dentin), das die Hauptmasse des Zahns darstellt. Dieses umschließt wiederum das Zahnmark (Pulpa), das aus Blut- und Lymphgefäßen, Bindegewebe und Nerven besteht, und mit dem allgemeinen Blutkreislauf verbunden ist. Die Zähne sind schließlich über das Zahnbett, auch Zahnhalteapparat (Parodont) genannt, das aus einer Einheit aus Zahnfleisch (Gingiva), Wurzelhaut, Zahnzement und Alveolarknochen (Alveolarfortsatz) besteht, im Kiefer fest verankert.

Dabei sind die Zähne mit einem feinen Wurzelhäutchen überzogen, das mit einem dichten, gut durchbluteten Fasernetzwerk mit dem Knochen im Zahnfach (Alveolen = Bereich im Alveolarknochen) verwachsen ist. Darüber liegt das ein bis zwei Millimeter dicke Zahnfleisch, das mit vielen kleinen Saugnäpfchen am Zahnhalsbereich des Zahnes haftet. Gesundes Zahnfleisch ist straff, zart-rosa, leicht getüpfelt und blutet bei Berührung oder beim Zähneputzen nicht.